All you need is a good Power Supply!

Eigentlich ist die Stromversorgung das aller Wichtigste überhaupt. Und ganz ehrlich, ich hätte mit diesem Thema auch vor allen anderen Blogeinträgen der Serie beginnen sollen. Denn die Erkenntnis, das Geld zuerst in zuverlässige Steckleisten, Netzteile oder Kabel zu investieren, hätte mir früher manches an Verzweiflung erspart und jetzt vielleicht auch dir. Schauen wir es uns mal an...


Eine Sache vor ab, das hier ist alles kein High-End. Bei mir müssen die Kabel nicht vergoldet sein, es reicht mir wenn sie von guter Qualität sind und bestenfalls auch regional hergestellt sind (Made in Switzerland, Germany oder Austria). Find ich gut; unterstützte wo ich kann! Ich bin vor Jahren mal auf einer HiFi-High End-Messe in Dortmund gewesen. Verstärker, Boxen, Kabel und Plattenspieler wurden in diversen Auditorien vorgeführt. Ich muss zugeben, bei einer Demonstration einer Jazz-Schallplatte auf einer bestimmten Hi-Fi-Anlagen-Kombination bin ich klanglich weggeblasen worden. Lag aber vielleicht auch daran, dass die besagte Schallplatte völlig genial aufgenommen worden ist. Drei Musiker (Piano, Schlagzeug und Bass) sind in einem Haus auf verschiedenen Stockwerken (klanglich von einander abgeschirmt) gleichzeitig aufgenommen. Fokus lag auf der Klangaufnahme. Leider weiss ich nicht mehr, wer und was das gewesen ist. Das Ganze klang einfach phänomenal, dimensional und rein. Wow! Ich weiss nur noch, dass die Anlagenkombi vor 12 Jahren um die 3500-4000 Euro gekostet hat. Audiophile nickten vor Ort zustimmend. Ich hingegen dachte nur (WTF), scheinbar bin ich noch nicht so weit oder werde es hörtechnisch nie sein. Mittlerweile habe ich recht gute Ohren, besitze aber nach wie vor keine Anlage dieser Klasse. Und trotzdem geniesse ich meine HiFi-Anlage und habe Spass an meinem kleinen Studio zu Hause. Das kommt vielleicht auch daher, dass ich zB. in Bezug aufs Studio einen bestimmten Standard für mich selbst erfülle (Focal Speaker, Soundcraft Mixer, Akai Pro Interface). Und diese Grundvoraussetzung sollte man definitiv für sich selbst erfüllen. Die Meisten beginnen mit einfachen und günstigeren Sachen und entwickeln sich mit der Zeit. Aber all dieser besagte Standart an Equipment klingt nur so gut, so gut auch die ganze Verkabelung ist. Hier werden mir einige Musiker zustimmen, die das Problem des Grundrauschens bereits hatten. Das Rauschen ist die Hölle auf Erden! Dieser Zustand hat mich wirklich regelrecht fertig gemacht. Ich wusste nicht woran das lag, woher es kam. Bis ich anfing nachzuforschen.


STECKERLEISTEN

Das bekannteste Problem ist das Grundrauschen der Leitung. Ich lebe in einem Zürcher Althaus mit hohen Decken und mindestens genauso hohem wie stolzem Rauschpedel. Neulich hat mir eine «Steckdose» einen Adapter lahmgelegt. Bumm und weg war er. Seit dem stecke ich dort nüschst mehr ein. Es gibt Leute, die die Erdung generell entfernen. Nein, macht es nicht. Kauft gute Steckerleisten. Gebt mehr Geld dafür aus und ein Teil des Problems wird von allein gelöst sein. Im Studio benutze ich ausschliesslich die Premium-Line-Steckerleisten der deutschen Firma Brennenstuhl. Es gibt viele qualitativ ähnliche Hersteller. Ich habe mich für Brennstuhl entschieden, da die Produkte des Herstellers in meinem Baumarkt sehr gut vertreten sind und mir bei Fragen zum Produkt direkt Auskunft gegeben werden kann. Es gibt kostspieligere Versionen mit Filtern, die einen bestimmten Frequenzbereich herausfiltern. Wenn ihr das Geld habt, go for it, sonst bleibt beim Mittelmass. Der tut es auch und erleichtert das Leben enorm.

Benutzen sicherlich die Meisten. Vielleicht noch mit einem Ein- und Ausschalter. OK!

Aber das ist viel, viel BESSER!

Noch besser sind die Steckerleisten mit einzelnen Ein- und Ausschaltern. Ich besitze drei davon und bin sehr zufrieden. Die Investition ist hier so gut angelegt. Dank solchen Steckerleisten schützt ihr zudem eure Geräte!


NETZTEILE für Boden-Effekte

Ich erinnere mich an Zeiten, da habe ich mehrere Steckerleisten mit vielen einzelnen Netzteilen fürs jeweilige Effektgeräte mitgeschleppt. Heutzutage hat man Multi-Netzteile für Effekte. Vor allem schöne und recht stabile Netzteile. Mensch, vor zwanzig Jahren gab es das alles so nicht! Nun, man kann mit einer Daisy Chain (Kette) die Stompboxen miteinander verbinden. Geht und funktioniert bei analogen Pedalen wunderbar, nur es brummt und ich spreche nicht vom High-Gain. Die digitalen, aufwendigen Bodeneffekte, wie von Strymon, brauchen da mehr Schub und funktionieren mit einer Daisy Chaim-Verkabelung nicht. Hier kommen die Multi-Netzteile ins Spiel. Ich selbst benutze das Strymon Zuma R300. Gleich zwei Mal, mit einander verbunden oder einzeln. Es gibt mittlerweile viele schöne Netzteile. Einige stelle ich euch vor zur Anregung und Abwägung. Manche davon sind günstiger, andere teurer. Je nach dem, was ihr braucht. Ich habe Thomannmusic.ch als Standartshop verlinkt. Für Schweizer empfehle ich vor allem House of Sound aus Basel oder das Musix.ch. Eine weitere Alternative ist Gear 4 Sound oder noch besser der lokale Dealer!

Eine Sache vorweg: Sobald die Firma Lehle ein Netzteil bauen wird, kaufe ich es direkt!!!

Harley Benton PowerPlant ISO-2 Pro

  • 8 isolierte, gefilterte und kurzschlussgeschützte Ausgänge eliminieren Rauschen und Brummen
  • hohe Stromstärke für moderne digitale Effekte
  • LED-Überwachung an jedem Ausgang
  • Stromversorgung mit einem 12V @ 2A DC Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
  • Ausgang A (1): 9/12/18V DC @ max. 500 mA
  • Ausgang B (2): 9/12/18V DC @ max. 500 mA
  • Ausgang 3-8: 9V DC @ max. 300 mA (einzeln isoliert)
  • Abmessungen (B x T x H): 70 x 140 x 30 mm
  • Gewicht: 200 g
  • inkl. 8 Stück von 5,5*2,1 mm Koaxial Stecker auf 5,5*2,1 mm Koaxial Stecker mit je 60 cm Länge und 1 Stück Y-Cable (Spannungsverdoppler) von 5,5*2,1 mm Koaxial Stecker auf 2 x 5,5*2,1 mm Koaxial Stecker mit 30 cm Länge

Links: Testbericht von Bonedo.de, Thomann


Palmer PWT 12 MK 2

  • 4 Ausgänge – einstellbar von 9 bis 18 V
  • 2 davon lassen sich mit einem Y-Kabel (nicht im Lieferumfang enthalten) zusammenschalten und liefern so bis zu 36 V Ausgangsspannung
  • die jeweils maximale Kapazität der 9 V Ausgänge beträgt 300 mA, die der variablen Ausgänge 500 mA
  • Anschlüsse: Ausgang 1-8: 9 V DC @ 300 mA (einzeln isoliert) – Ausgang 9-12: 9-18 V DC @ 500 mA (einzeln isoliert)
  • Abmessungen: (B x T x H) 193 x 70 x 30 mm
  • Gewicht: 400 g
  • enthaltene Kabel: 12 Stück von 5,5 x 2,1 mm Koaxialstecker auf 5,5 x 2,1 mm Koaxialstecker

Hinweis: der gesamte Stromverbrauch aller angeschlossenen Pedale darf die Gesamtkapazität von 2.000 mA nicht überschreiten!

Links: Testbericht von Bonedo.de, Thomann


Truetone 1 Spot Pro CS6

  • flache Bauform
  • Schaltnetzteil-Technologie
  • Abmessungen: (B x T x H) 160 x 88 x 31 mm
  • Gewicht: 590 g
  • Ausgang 1 und 2: 9 V DC @ 500 mA (einzeln isoliert)
  • Ausgang 3 und 4: 9/12 V DC @ 200 mA (einzeln isoliert)
  • Ausgang 5 und 6: 9/18 V DC @ 100 mA (einzeln isoliert)

Link: Thomann


Voodoo Lab Pedal Power 2 Plus

  • für alle Batterie betriebenen (Gitarren) Effektgeräte
  • versorgt alle Line6 Modeling und ToneCore, Boss Twin Pedale und Vintage Effektgeräte (positive Erde) mit den notwendigen Spannungen
  • 4x 9/12V á 100 mA, 2x 9V á 250 mA, 2x 9V á 100 mA oder Kombination von mehreren Ausgängen auf 18V bzw. 24V
  • zwei der 8 Ausgänge sind regelbar um so ”schlappe” (Sag) Batterien simulieren zu können – besonders interessant ist dieses Feature für Fuzz und Wah Pedale
  • hochwertiger Ringkerntrafo
  • extrem nebengeräuscharm – alle 8 Ausgänge sind gegen Kurzschluss gesichert und gefiltert
  • inkl. Netzkabel und Kabelset (6x 5,5×2,1 mm right angle barrel connectors, 2x 5.5×2.1 mm straight barrel connectors, 1x 5.5×2.5 mm red barrel for L6, 1x 3.5 mm mini plug for vintage MXR or Electro-Harmonix, 1x 9V battery snap für Pedale ohne power jack)

Links: Testbericht von Bonedo.de, Thomann


Strymon Zuma R300

… oder die grössere Version oder das Ojai. Völlig egal. Ein Traum. Danke Joel!

  • zur Ergänzung eines bestehenden Strymon Power Systems
  • flaches Profil
  • Schaltnetzteil-Technologie
  • der 24 V Thru-Ausgang ermöglicht die Erweiterung mit Strymon OJAI und OJAI R30 (separat erhältlich)
  • Anschlüsse: Ausgang 1-4: 9 V DC @ 500 mA (einzeln isoliert) – Ausgang 5: 9 / 12 / 18 V DC @ 500/375/250 mA (einzeln isoliert)
  • Länge: 45,7 cm
  • Abmessungen: (B x T x H) 184 x 88 x 30 mm
  • Gewicht: 400 g
  • inkl. 5 Kabel mit beidseitig 5,5 x 2,1 mm Koaxialstecker

Link: Thomann


Kabel

Wer des Lötens nicht mächtig ist – Finger weg. Und damit meine ich erst recht nicht zu probieren. Für manch einen ist das Löten eine Art Meditation. Ich habs mit dem Circuit Bendig an Kinderspielzeugen 2007-2008 immer wieder probiert und sein gelassen. Ist nicht mein Ding. Nun, Kabel sind so enorm wichtig, dass ich eigentlich die Wichtigkeit in diesem Beitrag gar nicht hervorheben kann. Investiert auch hier und kauft solide verarbeitete Kabel jeglicher Art. Die Klangqualität wird es euch zm Teil danken. Meine Kabel im Studio kommen von der schweizer Firma Contrik die auf dem Pedalboard von der Firma Neutrik (Contrik) und der deutschen Firma Rockboard by Warwick. Ich bin sehr zufrieden.


FAZIT: Es lohnt sich einwenig mehr Geld für Qualität auszugeben. Was anfangs vielleicht noch nicht klar ist, aber mit der Zeit immer deutlicher wird. Die Freude am Spielen ist definitiv auch der Klang, der so massgebend ist. Und dafür sind wiederum Speaker wichtig. Das wäre der nächste logische Schritt einer Anschaffung neben einem verlässlichen Interface. Aber das gehört hier nicht hinein. Später vielleicht. Vorerst…

All you need is … well, don’t make these mistakes

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