FREE PLUGINS: Modulation

DER ZWEITE TEIL EINER MINI-SERIE ÜBER KOSTENLOSE PLUGINS (MAC). WÖCHENTLICH…

Der Begriff Modulation (von lat. modulatio = Takt, Rhythmus) beschreibt in der Nachrichtentechnik einen Vorgang, bei dem ein zu übertragendes Nutzsignal (beispielsweise Musik, Sprache, Daten) einen sogenannten Träger verändert (moduliert). Dadurch wird eine hochfrequente Übertragung des niederfrequenten Nutzsignals ermöglicht. Die Modulation bringt viele Vorteile gegenüber einer direkten Übertragung des Nutzsignals. Man kann auf diese Weise sowohl analoge als auch digitale Signale übertragen. Das Modulationsverfahren kann jedoch unabhängig von der Art des Nutzsignals sowohl analog als auch digital sein. Geräte, die sowohl modulieren als auch demodulieren können, werden häufig kurz als Modem (Modulator Demodulator) bezeichnet. Durch Modulation wird ein wesentlich höherfrequenter Träger im Rhythmus der Information verändert und gesendet. Andere Sender machen Vergleichbares mit Trägern jeweils verschiedener Frequenz. Wenn sich diese Frequenzbereiche im Empfänger mit Hilfe von Filtern (Schwingkreisen) voneinander trennen lassen, kann man aus unterschiedlichen Programmen auswählen.

Und so weiter, und so weiter. Danke Wiki!

Prinzipiell weiss jeder, worum es bei Modulationseffekten geht. Jeder, der Musik macht, hat sie bereits 1x benutzt. Doch schauen wir mal hier nach…

Gitarristen verwenden ihre Modulationseffekte direkt nach der Dirtabteilung (Verzerrung). Mögliche Reihenfolge für Gitarreneffekte:
– Effekte, die die Volumen und Dynamik verändern (Kompressor, Transienten-Effekte, etc.)
– Equalizer (vor Verzerrung)
– Verzerrung
– Equalizer (nach Verzerrung)
– Modulationseffekte: Phaser, Chorus
– Tremolo, Volumenpedal, Noise Gate, Auto-Panning
– Delay, Hall, Echo-Effekte

Das ist die standardisierte Reihenfolge des Signalflusses eines Gitarristen. Da ich selbst Bass-Gitarrist bin, halte ich mich mehr oder minder daran. Es ist sinnvoll und ratsam mit der Reihenfolge zu spielen, um neue Möglichkeiten zu erforschen. Happy accidents!

Eine Möglichkeit ist Delay oder Reverb vor die Dirtabteilung zu platzieren. In den 50er und 60er Jahren gab es keine Amps mit Effekt-Einschleifweg, und wer ein Delay für den authentischen Slapback Echo Rock´n´Roll-Sound benutzt hat, der musste das Teil vor den Verstärker schalten. Die Amps waren damals bekanntermaßen nicht mit hohen Zerrgraden gesegnet, daher führte diese Art der Verschaltung zu einem recht dreckigen Sound, zumal manche Echo-Geräte den Pegel angehoben haben und die Amps gerade dadurch erst zu zerren anfingen. Für diese amtlichen Rockabilly-Sounds kann man das Delay oder auch den Hall gerne vor die Zerreinheit schalten, sofern der Zerrsound nicht zu viel Gain im Gepäck hat.

Der Tuner ist natürlich am sinnvollsten am Beginn der Signalkette positioniert, damit er eine optimale Tonerkennung hat und nicht durch irgendwelche modulierten Sounds das falsche Ergebnis anzeigt. Allerdings saugen manche Tuner-Pedale aber auch im ausgeschalteten Zustand einiges an Signal. Wer eine optimale Klangqualität erhalten möchte, der kann einen AB Loop-Schalter benutzen, bei dem das Signal direkt hinter der Gitarre gesplittet wird und dann wahlweise zu den Effekten oder zum Tuner geht. Es gibt aber auch Gitarristen, die ihren guten Tuner erst nach der Dirtabteilung montieren, um beim Einschalten eine verzerrte Klangdruckwelle zu erzeugen. Das ist bei den Stone Rockern und Doomern üblich ;-)

Modulation (Phaser oder Flanger) vor der Amp-Vorstufe (Overdrive) 

Manche Phaser oder auch Flanger-Pedale heben durch ihr Modulationsverhalten den Pegel an. Dadurch kann unter Umständen ein interessanter Zerrsound erzeugt werden, wenn man diese Effekte auch mal vor die Amp-Vorstufe bzw. das Overdrive/Distortion-Pedal schaltet. Hier möchte ich ebenfalls zum Experimentieren auffordern. Alles ist möglich. Es dauert einfach etwas länger, weil die Effekte von Hand abgebaut und wieder montiert werden. Das ist eine sehr schöne Arbeit. Halt langwierig.

Bequem geht es auf dem Rechner, wo man im DAW seine Einheiten hin und herschieben kann. Das geht schnell und erzeugt «on the Fly» Ergebnisse. Ausprobieren!

Kommen wir zu meinen persönlichen Favoriten. Hier werde ich auch ein Tremolo- etc. Plugin mitzählen und aufführen:

Klevgränd: Svep

Die Schweden haben es sich zur Aufgabe gemacht, Plug-ins zu entwickeln, die neben dem Klang den Augenmerk auf die intuitive Bedienung legen. Das Plug-in „Svep“ ist hier keine Ausnahme.

Das Svep kann man grob als Stereo-Modulationseffekt bezeichnen. Die Oberfläche lässt erst einmal kein Plug-in vermuten, wenn man die Firma nicht kennt. Es sieht eben nicht konventionell nach einer nachgebauten Hardware aus, sondern ist eigenständig, schlicht und modern gehalten. Bedient wird es am Computer in der Regel mit der Maus, das klappt aber auch ganz gut.

Man hat mit den zwei Seiten des GUI Einfluss auf den linken und rechten Kanal – entweder separat oder gekoppelt. Die „Form“ in der Mitte ist das Poti. Man verzerrt es nach oben, rechts, unten oder links und verstellt so den Effekt in Richtung Chorus und Phaser, die Form ist dabei der Indikator. Drumherum der Halbkreis ist ebenfalls ein Fader, der sich sehr nach dem Flanger anhört. Hier ist Ausprobieren angesagt, da nichts beschriftet ist. Abgesehen von Mono/Stereo- und Dry/Wet-Fadern.

Das ist auch das, was mir an dem Plug-in sehr viel Spaß macht. Es klingt nicht nur ausgesprochen gut, sondern lädt zum Spielen und Hinhören ein. Allerdings muss man auch sagen, dass die Möglichkeiten nicht wirklich groß sind. Aber für meine Zwecke in eher experimentelleren Settings in der DAW hat es immer gut funktioniert. Außerdem verbraucht es nur verschwindend geringe CPU-Ressourcen. Da haben andere Hersteller bei derartigen Plug-ins schon ganz anderes veröffentlicht!

Klevgränds Svep gibt es als iPad-Version und VST, VST3 und AU für Mac und Windows in 64 Bit. Zum Download geht es hier entlang. Beim Wunschbetrag einfach die Ziffer „0“ eingeben und wahlweise den echten oder Internet-Alter-Ego bei Vor- und Nachname und E-Mail Adresse angeben. Achtung: Diejenigen, die ihre echte E-Mail Adresse angeben, bekommen dann den Newsletter.

TAL Chorus -LX

Der Stereo-Chorus-LX von TAL ist dem Juno-60–Chorus von Roland nachempfunden.  Er verfügt über zwei verschiedene Modi (I und II), die du zusammen oder getrennt anwenden kannst. Mit dem Wet-/Dry-Regler kannst du festlegen, wie viel des Effekts du haben möchtest. Verleihe somit deinem Bass oder Synthesizer ein wenig mehr Schneid und Fülle.

Kompatibel mit Mac OS und Windows (VST/AU/AAX 32 und 64-bit).

Hier kostenlos herunterladen

Pecheneg: Tremolo

Danke, liebe Gearnews.de! Irgendwann bin ich auf die Seite von PenechegFX gelandet. Hier war ich schon mal auf einer anderen Produktseite für ein Plug-in, die zu dem News-Artikel hier führte. Aber damals ist mir nicht aufgefallen, dass die Firma einen extrem potenten Tremolo-Effekt komplett kostenlos anbieten.

Hier ist alles dran, was man ich von einem Tremolo erwarte: Schwingungsform stufenlos von Sinus über Dreieck zu Rechteck, Phasenverschiebung von 0 bis 2Pi, Verschiebung der Symmetrie, Tiefe der Amplitudenschwankung (Depth), Ausgangslautstärke und natürlich ganz wichtig: ein dicker großer Regler für die Geschwindigkeit.

Die kann entweder in Hertz oder in Noten erfolgen, Letzterer wird von der Geschwindigkeit eures Hosts (DAW) vorgegeben und von euch über die Notenlänge verfeinert, Hertz reicht von ca. 0 bis 32. Neben dem üblichen Laut/Leise-Modus gibt es auch noch einen Pan-Mode, der stattdessen das Signal nach links und rechts „pannt“.

Dazu kommt noch ein „Display“ für die Schwingungsform als nettes Gimmick und ein Bypass-Schalter auf dem GUI für alle DAWs, die das nicht von Haus aus anbieten – ja, die gibt es noch.

Pecheneg bietet das Tremolo Plug-in kostenlos als VST und AU für Mac und Windows an. In 32 und 64 Bit. Der Download kostet nicht nur kein Geld, es kostet auch keine persönlichen Daten. Abgesehen von der nicht skalierbaren und von Haus aus etwas zu großen Oberfläche habe ich wirklich gar nichts daran auszusetzen (Uwe, das könntest Du verteufeln!)
Unbedingt unterstützen. Es kostet nichts, Du setzt das Tool ein? Also, etwas Geld spenden!!!

Download: Pecheneng Audio FX

PanCake 2

Zu guter Letzt: der flexibelste Panning-Effekt, der dir in die Hände fallen könnte. Mit dem PanCake 2 kannst du die Kurven deiner Panning-Modulation manuell zeichnen. Außerdem kannst du auch eine nach dem Zufallsprinzip generieren. Das Plugin ist einfach zu bedienen und sehr visuell. Das LFO im PanCake 2 kann mit deiner DAW synchronisiert werden. Du kannst damit hartes Panning vornehmen, um dramatische Effekte zu erzielen. Oder versuch’s mit weichem Panning für subtile Variationen. 

Kompatibel mit Mac OS oder Windows (VST/AU in 32 und 64-bit).
Hier kostenlos herunterladen

Links: Wikipedia, Klevgrand, Pecheneng Audio FX, Gearnews

Free Plugins: Klanghelm!

Der erste Teil einer Mini-Serie über kostenlose Plugins (Mac). Wöchentlich…

Klanghelm? Ich dachte, ich habe den Namen falsch gehört, als Uwe Zahn aka Arovane mir die sympathische Kleinstschiede vorstellte. Ja, Klanghelm! OK.

Klanghelm MJUC jr. & MJUC

Abolut genial! Vom MJUC gibt es eine kostenlose Version: den MJUC Jr., die abgespeckte Version des Variable-Mu Kompressors.

Der Unterschied ist, dass die Junior-Version nicht wie der große Bruder mehrere Versionen bzw. Grundsounds unterstützt, sondern ein Mix aus Version 1 und 2 ist. Er kann etwas, was die Bezahlversion nicht hat. Die Kompression ist sehr weich und natürlich, klingt aber trotzdem nicht so neutral wie der DC8C, sondern färbt in Richtung der 60er und fügt angenehme Obertöne hinzu. Die Bedienung ist dabei super einfach, Ein Regler für die Kompressionsstufe, einer für Make-Up Gain und ein Attack/Release-Hebel mit drei festgesetzten Stufen Fast/Fast, Slow/Slow und Fast/Automatic. In der Mitte natürlich noch das VU-Meter (Gain Reduction oder Output Anzeige). That’s it.

Klanghelm MJUC jr. gibt es als VST, AU, RTAS und AAX für OSX und Windows in 32 und 64 Bit und ist kostenlos. Unter den färbenden Kompressoren definitiv mein für fast jede DAW erhältlicher Freeware-Liebling. Leider gibt’s keine wirklich guten Videos auf Youtube aber probiert es einfach selbst aus.

Mehr Infos und Download: Klanghelm MJUC jr.

Tony Frenzels Plugin-Sortiment umfasst drei kostenlose und vier kostenpflichtige Plugins – und keines ist teurer als 24 Euro. Hier der MJUC Variable-Tube Compressor.

Und wo Compressor, Variable und Tube in einer Produktbezeichnung vorkommen, ist eigentlich jedem klar, dass es sich nur um einen Variable-Mu handeln kann. Da dieser Name allerdings von Manley geschützt ist, muss es halt bei anderen Firmen anders heißen. Was die Buchstabenfolgen von Tony Frenzels Werken wie SDRR, DC8C, MJUC oder IVGI bezeichnet, weiß ich bis heute nicht komplett. Klar, einzelne Buchstaben sind klar, aber ein griffigerer Name wäre hier sicherlich für viele angenehmer.

Aber zurück zum neuen MJUC – dem Variable-Mu Röhrenkompressor. Neu ist an dem Plugin ist das neue Framework im Hintergrund, das neue Features wie GUI vergrößern, A/B Modus, Tooltips und wichtige Funktionen wie Speichern, Laden, Kopieren und Einfügen von Presets in einem Plattformunabhängigem Browser erlaubt.

Der MJUC bietet aber nicht nur ein Compressor-Modell, sondern gleich drei verschiedene Röhrenkompressoren aus verschiedenen Äras. Das MK1 klingt wie eine ganz frühe Version aus den 50ern mit einer natürlichen Färbung des Klangs. Durch vier Kompressionsstufen soll er besonders dicht klingen. Neben Compress und Make-up Gain hat man über zwei weitere Regler in diesem Modell noch Einfluss auf das Timing und den Modus (Comp oder Limit).

MK2 geht eher in die 175 und 176 Richtung, den Röhrengeschwistern des 1176 aus den 60ern. Die Ratio ist in vier Stufen (2, 4, 8 und Lim) verstellbar und man kann eine zweite Kompressionsstufe durch den Density-Schalter dazuschalten, die auch geringere Noise und Verzerrung zur Folge hat. Klanghelm selbst betitelt das Modell als „weniger Jazz, mehr Rock’n’Roll“. Statt der Timing und Mode Regler sind hier Attack und Recovery „verbaut“.

Das letzte Modell ist, wie sollte es auch anders sein, das MK3. Hier wird der Klang am wenigsten eingefärbt, fast verzerrungsfrei und es geht in die moderne HiFi Richtung. Das alles funktioniert nur durch die intern gegeneinander arbeitenden Variable-Mu Stufen. Attack und Punch sollen in Richtung SSL G-Series gehen. Als Regler stehen hier zusätzlich zu Compress und Make-Up wieder Attack und Recovery zur Verfügung. Zusätzlich gibt es Schalter für Density, High Ratio, Stage und Punch in vier Stufen.

Unterhalb aller drei Modelle lässt sich noch eine weitere Leiste mit vier immer gleichen Reglern ausklappen: Timbre (Dark bis HiFi), Drive (Saturation), SCF (SideChain High Pass Filter) und Mix (Dry/Wet). Außerdem lassen sich noch global Funktionen wie Auto-Gain (Achtung, arbeitet nicht automatisch mit dem Make-Up Regler zusammen), HQ-Modus (Oversampling) und Kalibrierung (Referenz-Level für VU-Meter und Signalweg). Im VU-Meter lassen sich weiterhin der Channel-Modus zwischen Mono, Dual Mono und Stereo und der VU-Modus zwischen Gain-Reduction, In, Out und Out-In umstellen.

Ein ziemlicher Batzen an Funktion und Klängen. Ich habe mir die Lizenz bereits gekauft, weil ich einfach wissen wollte, wie er sich anfühlt. Und ich kann sagen: Tony hat ganze Arbeit geleistet. Für 24 Euro als Einführungspreis ist das im Vergleich zu anderen Plugin-Herstellern fast schon ein Wunder, was man dafür alles bekommt. Wer nicht bereit ist, das Geld auszugeben, ohne eine Demo getestet zu haben, der wird quasi enttäuscht. Es gibt keine Demo. Dafür aber eine kleine, kostenlose Version namens MJUC jr. – ein Mix aus MK1 und MK2 des MJUC.

Klanghelm IVGI Saturation & Distortion

Klanghelm selbst beschreibt den IVGI als Saturation und Distortion Plug-in und er klingt so ähnlich wie der Desk Modus im SDRR, dem kostenpflichtigen großem Bruder. Wie der SDRR, reagiert der IVGI auf das Input-Signal dynamisch, aber er ist viel simpler aufgebaut. Vier Haupt-Potis steuern fast alles: Drive und Output brauche ich sicherlich nicht zu erklären. Asym Mix regelt die symmetrische Sättigung (links: symmetrisch und komprimierend, rechts: asymmetrisch und transparenter), der Response-Regler ist eine Art Filter: LF hebt die Bässe an und senkt ein wenig die Höhen ab. HF hebt die Höhen an, klingt in Richtung Bandsättigung und soll auch ein bisschen De-Essen – ich würde aber nicht als De-Esser empfehlen. Die Mittelstellung verändert nichts am Signal.

Dazu kommen noch die üblichen Funktionen bei Klanghelm Plug-ins: Input-Trim (und Boost), VU-Meter mit den Modi In, Out und In-Out (lässt sich mit einem Klick auch deaktivieren) und einem Crosstalk-Regler, der bei Stereo-Signalen auf die jeweils andere Spur übersprechen lässt. Bei mir bleibt der in allen Fällen auf Nullstellung, aber manche mögen so etwas.

Gerade auf dem Master-Buss ist IVGI eine richtig schöne Ergänzung, um dem Signal ein bisschen mehr Charakter zu verleihen und es zu verdicken. Techniker würden wohl „Glue“ dazu sagen. Im Gegensatz zu reinen Buss-Effekten kann er eben noch ein bisschen mehr verzerren, was ihm den Zusatz Distortion eingebracht hat. Parallel auf einzelnen Drum- und Vocal-Spuren richtig lecker.

Klanghelm macht süchtig! Somit unbedingt ausprobieren. Kaufen!!! Ich persönlich besitze die Vollverionen von MJUC und SDRR. Die beiden sind im Team unschlagbar. Generell klanglich super und preislich mehr als sympathisch. Danke Uwe :-)

Links: Klanghelm, Gearnews, EndTitles meets Arovane…

How to survive three days with Arovane?

Eigentlich ganz einfach: Mit Kaffee und Kuchen, vielen reflektierenden Gesprächen und guter experimenteller Music von Bernard Parmegiani.

Ich habe Uwe im Jahr 2013 kennen gelernt. Ich schrieb ihm eine Nachricht und er antwortete darauf. Seit dem blieben wir rege im Kontakt und trafen uns zum Frühstück hier und da. Im Mai besuchte ich ihn wieder. Doch dieses Mal zum einem One to One. Dazu flog ich nach Berlin, nahm meinen verspäteten ICE. Uwe erwartete mich bereits in Halle. Sobald einander gesichtet, riss er seine beiden Arme in die Luft und rief hinaus. «Dominik, grossartig!» Von dort aus fuhren wir mit dem Auto weiter aufs Land. Uwe ist nämlich umgezogen. Dann, angekommen.

Nun, ich verbrachte drei schöne und sonnige Tage auf dem Lande. Mal in der Natur Luft holend, Tiere beobachtend oder Geräusche aufnehmend, mal im Studio vor dem Rechner Informationen eifrig niederschreibend, mal Kaffee trinkend. Eigentlich permanent Kaffee trinkend. Das war super lustig. Wir Beiden können offensichtlich nicht ohne. Uwe dozierte leger nach Plan neben mir über Sytheseformen, Kunstkopfstereophonie, Hyperrealismus, Fast Forie Transform, Polyrhythmik, Happy Accidents, zeigte Tricks und sprach spannende Empfehlungen aus. Und wir hörten sehr viel hin. Vielleicht neben dem Kaffee und den Reflektionen am Frühstückstisch, die zweit wichtigste Tätigkeit. Wir analysierten diverse Musikstücke. Marcus Fischer, Andrew Tasselmayer, Robert Hampson. Sehr aufregend zu zu hören und Theorien über mögliche Aufnahmeprozesse zu stellen. Die Dramaturgie zu verfolgen. Geniessen. 

Wer sich mit Uwes Musikschaffen befasst oder befasst hat, weiss seine Bandbreite zu schätzen. Es reicht nur Spotify zu öffnen und direkt einzutauschen. Ich frage mich, wann Uwe eigentlich ausruft: «So liebe Leute!», einen sauberen Schnitt macht und anfängt völlig unerwartet heftigsten Prog-Mathcore zu machen. Auf Meshuggah steht er ja. Uwe ist zu allem fähig!

Zu schnell war die Zeit um. Ich freue mich aufs nächste Mal mit Uwe bei mehreren Tassen Kaffee und neuen Reflektionen. Danke :-)

Links:

Salomé – Das Album auf EndTitles
Ein Tag mit Arovane in 2015 – Das Interview

New Release: Live in Cairo 2018

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Back in September 2018 I have been invited to play a show at the Mapping Possibilities VI festival in Cairo. This show took place at the Cinema Zawya and it was an anniversary show for Pro Helvetia Cairo. The idea of the Mapping Possibilities festivals is to play a live show supported by strong visuals. My Visual Artist was Mostafa El Baroody. So arm yourself with good headphones and while you are listening to this album just imagine crazy visuals. Some of the original works by Mostafa can be seen on my webpage.

Have fun!

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My special thanks go to Rami Abadir, Slam Shabana, Peter Fares (Pro Helvetia Cairo), Weldroid, Mostafa El Baroody, Arne Luttropp, Joel Gilardini, Helge Kaul, Niculin Barandun, Ismael, Aly Nabil, Adriano Orrù and Sara Hochuli.

More Links:

https://anmoku.net/2018/11/10/mapping-possibilities-vi-3/

https://anmoku.net/2018/09/26/mapping-possibilities-vi-2/

Weapons of choice🙌🏻 No.3

Weapon of my choice no. 14: Ocean Machine. Made by @mooeraudioand Davin Townsend. Two delays, reverb and looper. This is a killer machine for synths and electronic toys. You do not think much, you just follow the sound and adjust a little by playing with the knobs. A great value! And a really great upgrade with such beautiful buttons by @barefootbuttons 🙌🏻 best way to cover too bright lightings👍🏻

 

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Weapon of my choice no. 15: Deco. Made by Strymon. Well, this is probably my current secret weapon no. 1🙌🏻. Up to my definition of music and up to what i am doing, Deco turns the saturated output into a beautifully warm and intense sound. It is simply awesome🙌🏻 combined with the wide stereo option😎.

 

 

 

Weapon of my choice no. 16: El Capistan. Made by Strymon. I have bought this pedal after I saw it in action during a concert at my café Miyuko in Zurich. @chiheihatakeyama used it in his minimalistic set and inspired me. I am a Memory Boy fan but this one blew me away. Nothing more to say except take a closer look at the Brigardier as well.

 

 

Weapon of my choice no. 17: Sonic Reducer. Custom made by Matteo. Originally @parasitstudio. This is a nice Bitcrusher or a Killer-Machine 😍Nicely done, Matteo. Thx @parasitstudio

 

 

Weapon of my choice no. 18: Loop Station RC-3. Made by @bossfx_us. When it comes to this Looper people do love the RC-1 or that unit. I love the 3h storage🙌🏻 Simple, relyable und good sounding. This only thing i would wish if i may, would be a higher sample resolution. But maybe Boss is working on that already, who knows – and 16 Bit are good enough so far💪🏻

 

 

Weapon of my choice no. 19: Raygun Youth Chaos Fuzz. Again custom made by Matteo. Originally by @parasitstudio. The Raygun Youth Fuzz is a very synthy and totally insane octave fuzz based around a PLL (phase locked loop) chip. Noise freaks should like it. That is why I named this pedal Health as well. Maybe some guys remember the first two @_health_ releases?! Nicely done, Matteo. Thx @parasitstudio