Reflektion

Ein weiteres Jahr, das rasant vorbeigezogen ist. Wo ist bloss die Zeit geblieben? Zurückblickend stelle ich fest, dass ich dieses Jahr sehr produktiv gewesen und auf der anderen Seite vom Konsum doch sehr verblendet war. Stets unter Strom, stets auf der Suche. Mit der Bitte wenig verpassen zu dürfen. Und das tut weh. Ich verbrachte Zeit mit Recherche, um letztendlich Equipment zu kaufen, welches ich im Endeffekt nicht einsetzen konnte. Ich begab mich in Gefielde, die mir nicht lagen und liegen. Ja, ich bin eine Erkenntnis reicher und dennoch schmerzt die verlorene Zeit. Trotz allem bin ich auch stolz auf meinen musikalischen Output, der qualitativer gewesen ist, denn je zuvor.

Eine leicht philosophische Reflektion…

Eine Frage vorab, lernen wir aus unseren Fehlern? Ich bin mir hier nicht so sicher und behaupte mal – wohl kaum. Ohne zu stark abzudriften, ein Selbstbeispiel: 2018 und 2019 beschloss ich meine Musik-Zeitaufwendungen so genau wie möglich schriftlich festzuhalten. Dies waren Zeitangaben, die ich rundum für mein Label EndTitles samt allen Aufwendungen wie Design, Kommunikation, Social Media, Demos und und und aufbrachte. Oder Zeit für das Instrumentepraktizieren, Recherche, eigene Social Media Kanäle, Tests, Produktion und und und. Im zweiten Jahr stellte ich fest, dass sich daraus ein spannendes Bild abzeichnete und doch beendete ich dieses Experiment Anfang 2020 und entsorge die Notizen. Du fragst dich nun weshalb. Warum nicht weiter?

2021 und dieses Jahr verbrachte ich sehr viel Zeit mit der Recherche. Diese fand, zugegebener Weise, über YouTube statt. Viele freie Minuten verbrachte ich mit Tutorials und Reviews, denen ich vor allem viel Glauben schenkte. Gut und recht, meine zwei/drei Kanäle des Vertrauens bleiben Inspirationsquellen. Doch erwischen wir uns nicht, dass es nicht bei zwei/drei Videos bleibt, sondern teilweise ausartet?! Hier erwischen wir uns, denn niemand ist konsequent genug, um «nein» zu sagen. Einer geht noch und immer…! Ich will nicht sagen, ich hätte nichts gelernt, ich hätte keine schönen Sachen entdeckt. Alles gut und recht. Doch wieviel Zeit ist darauf gegangen?

In beiden von mir aufgeführten Selbstbeispielen ist der Aufwand für den Aufwand ausgeartet. Das akribische Festhalten der aufgebrachten Zeiten führte letztendlich zum zeitlichen Mehraufwand, als vorhergesehen. Die Recherche über YouTube führte letztendlich zu einem erhöhten Konsum, resultierend aus interessanten Beiträgen über die Neuheiten, die alle samt das ultimative neue Gerät anpriesen. Als Beispiel, das neue Universal Audio Interface «Volt». Es verging eine Zeitspanne von drei langen Monaten bis das Gerät auf dem Markt war und (vertrauenswürdigere) Review-Videos erschienen. Während dieser Zeit wollte ich unbedingt wissen, was es mit der eingebauten Kompressor- und Vintage-Funktion auf sich hat. Ist sie brauchbar etc… Und das ist nur ein Beispiel von Vielen! Ich merkte, wie kompliziert es für mich ist, sich loszulösen. Ich weiss auch nicht, ob ich es können werde…

Am Ende des Jahres stehe ich vor meinem erkauften Fuhrpark und sortiere aus. Ich werde jetzt wohl viel verkaufen. Meine modulare Reise endet mit dem semi-modularen 0-Coast und Strega von Make Noise. Diese sexy kompakt und optisch sexy verarbeiteten Einheiten finden keinen Einsatz bei mir. Eigentlich wusste ich das von Anfang an. Warum höre ich dann nicht auf mich und gebe unnötig Geld aus?! Meine GFI Systems Pedale, Hx Stomp und der Lyra 8 gehen ebenfalls und während ich das schreibe sind sie es auch bereits…

FAZIT: Die verlorene Zeit werde ich nie einholen können. Ich habe mir Zeit genommen, um sie zu verlieren. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt man. Neue Gewohnheiten müssen her. Generell müssen wir wohl neue Fehler machen, um alte nicht mehr machen zu müssen. YT habe ich auf meinem Smartphone gelöscht. Generell habe ich mich neu geordnet und positioniert, Dinge aufgeräumt, umstrukturiert und ausgemistet. Ob das ausreicht, werde ich später sehen.

2021 war trotz des produktiven Flows (mit drei internationalen Veröffentlichungen auf dem Tonträger Kassette, diversen Kollaborationen, mehreren kleineren digitalen Veröffentlichungen, schönen Fremd-Veröffentlichungen auf meinem Label EndTitles, einem Plug-in und zwei kreativen Sound-Packs) auch ein Jahr samt beflügelnden und enttäuschenden zwischenmenschlichen Begegnungen. Somit ein sehr spannendes und lehrreiches Jahr. Ich danke vom Herzen!

Ich weiss nicht wohin die Reise 2022 gehen wird, aber ich danke dir, dass Du mich begleitest. In dem Sinne: Gutes Neues!

All you need is… Sounds for your ears! – Pt. 5

Gutes Neues ihr Lieben! Ein kleines Special für euch zum Jahresanfang. Eine Handvoll spannende Künstler. Persönliche Empfehlungen. Wie immer sieben an der Zahl.

Der Rahmen: «Sounds for your ears!» bringt vor allem kurze Empfehlungen über neue aber auch vergangene Veröffentlichungen auf Bandcamp. Die Anzahl pro Episode ist auf eine runde sieben beschränkt. Ich führe nur auf, was mir persönlich gefällt.

Sounds for your ears! – New Year’s Edition

Ab jetzt gibt es Geschenke stets zuerst! Und zwar gleich zwei: Stefan Schmidt’s «arc​/​hive a [piano]» gibt es als Free Download und Naresh Ran’s Dio Drone Xmas Mixtape. Dieses ist bis zum 6ten Januar frei erhältlich. Also los und nicht vergessen, schön im Dunkeln hören. Viel Vergnügen!


Wie beim letzten Mal, Zucker zuerst und jetzt kommen nur noch Peitschen! Den Beginn macht der italienische Musiker Angelo Guido aka meanwhile.in.texas. Er ist der Einzige dieser Edition des «Sound for your ears», mit dem ich noch nicht das Vergnügen hatte etwas zu kreieren (aber es kommt…)
Sein wunderbares Album «Heimat» eröffnet das neue Jahr leicht verrauscht und genau richtig…

https://www.instagram.com/meanwhileintexas/


Stijn Hüwels aus Belgien ist wohl der entspannteste Musiker, den ich kenne. Immer wieder eine Freude seine Gitarrenklänge zu hören (siehe auch Silent Vigils). Wir entspannen zum wunderschönen «When the night ends» und erwachen ganz langsam…

Bandcamp


Pablo Ortega ist ein spanischer Musiker aus Deutschland. Sein Instrument ist Cello. Dieses kombiniert er mit analogen Synthesizern. Ich liebs und freue mich sehr, dass der frisch gewordene Papa nun wieder Zeit für Veröffentlichungen findet. Hier seine neuste EP: ReWind.

pablo-ortega.com


Der englische Musiker James Murray, ebenfalls bekannt durch die Labelarbeit für sein Slowcraft Records oder mit Ian Hawgood fürs Slow Reels, brachte 2020 zusammen mit dem Pianisten Mike Lazarev ein wunderschönes, stilles Album heraus: «Suññatā». Einfach zurücklehnen und geniessen…

http://www.jamesmurray.info


Wir halten kurz in der aufsteigenden polnischen Ambient-Szene und hören Grzegorz Bojanek, der dort zu der neuen Pioniers-Garde gehört. Mit ETALABEL schuf er einst ein kleines Zuhause für Nischen. Jetzt konzentriert er sich auf seine musikalischen Landschaften. Geniessen wir seine Single: «Forever Trees»…

Bandcamp


Wie Chihei Hatakeyama gehört der Japaner Michiru Aoyama zu der entspannten Garde. Erstellt Michiru gerade keine klanglichen Luftschlösser, so betreibt sein kleines Label bullflat 3.8 . Wir hören «好きは透明 (Clear And Restful)» vom Album «暖かな季節 (Warm Season) – OI013».

https://www.aoyamamichiru.net


Den Schlussstrich ziehen heute zwei schottische Experimental-Klangkünstler aus Glasgow: silo portem. Sonic soup for the mind im wahrsten Sinne des Wortes. Angenehme Träume im Dunkeln mit dem Opener ihres aktuellen Albums: «LC-20»…

https://siloportem.bandcamp.com/music

Guten Start ins neue Jahr und Prost!

Dio Drone xmas mixtape IX – YŌKAI

«The In-between Days» was made for a X-Mas contribution: Dio Drone xmas mixtape IX – YŌKAI . Naresh Ran asked me to contribute so I made this track while I was suffering from Tinnitus on my right ear. This is how I might have felt during this time…

You can download the whole mixtape until 6th of January 22 fo free!!! 
diodrone.bandcamp.com/album/dio-drone-xmas-mixtape-ix-y-kai

Enjoy «The In-between Days», Merry Xmas and happy New Year :-)

YŌKAI, Japanese word for ‘demon’ and ‘curse’, is a black novel inspired by the folklore of the Yuki Onna ghost. This mix, as usual, has been conceived to be played loud and in the right mood and atmosphere. 
So take your time to enjoy it comfortably, in total darkness. 

All tracks are previously unreleased ! 
Dio Drone would like to thank all the people and the projects involved in this mixtape for their trust and friendship: Antonio Raia, Ramon Moro, Joel Gilardini, Gabriele Gasparotti, An Moku, H!U, Varuna Gloom, Ihä, Skrei, Vū, Moshè O Grady, Meanwhile In Texas, The Ghost Gardener. 

All additional sounds and readings by Nàresh Ran. 

All you need is… Sounds for your ears! – Pt. 4

Ein kleines Special für die Vor-Weihnachtszeit. Eine Handvoll spannende Künstler. Ein gemütlicher Abend. Kurze Geschichten. Meine persönlichen Geschichten, Empfehlungen. Wie immer sieben an der Zahl.

Der Rahmen: «Sounds for your ears!» bringt vor allem kurze Empfehlungen über neue aber auch vergangene Veröffentlichungen auf Bandcamp. Die Anzahl pro Episode ist auf eine runde sieben beschränkt. Ich führe nur auf, was mir persönlich gefällt.

Sounds for your ears! – Xmas

Wir beginnen mit dem Give-Away-Geschenk ausnahmsweise zuerst: Joel Gilardini, den ich beim letzten Mal vorgestellt habe, verschenkt 10x «Tales of Forsakenness», erschienen auf EndTitles. Nicht vergessen, falls ihr bereits ein Bandcamp-Konto habt, beim Download «Add to my collection» anklicken. Viel Vergnügen!

www.bandcamp.com/yum

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So, Zucker zuerst und jetzt kommen nur noch Peitschen! Den Beginn macht mein lieber Freund und Partner in Crime, Stefan Schmidt aus Baden Baden. Wir kennen uns seit Jahren… und während «Zwischenraum» (der Nachfolger für unser Album «Raum») seit dem Frühling in der Warteschleife steckt, planen wir langsam einen Abschluss für diese Trilogie. Doch zurück zu Stefan, ich hatte es wirklich nicht leicht ein Album seines Repertoires hervorzuheben, denn Stefan arbeitet sehr vielfältig (und) experimentell. Ich entschied mich jedoch für «arc​/​hive a [piano]»!

musicforoverexposedcelluloid.com


Tamas Zsiros ist ein ungarischer Musiker aus Schweden. Sein Mastering begleitet mich seit meinem ersten Album. Zuletzt auf «Raum« und folgendem «Zwischenraum». Er hat einen spannenden Sound. Ich lieb’s und freue mich sehr, dass Tamas trotz Familie und forderndem Job immer wieder Zeit für Veröffentlichungen findet. Hier sein neustes Album: The Peripheral, «inspired by the 2014 William Gibson novel “The Periphery”. I read this one when it came out and was one of those books that had a really profound impact on me, both emotionally and intellectually. I think it really changed how I observe and interpret technology evolution in the context of society.» – Tamas.

Bandcamp


Wenn nicht gerade musikalisch schaffend, unterrichtet Tilman Ehrhorn als Professor Sound Design an der Berliner Hochschule für Künste. Unsere Wege hätten sich sicherlich niemals gekreuzt, hätte mich Tilman nicht kontaktiert. So verbrachte ich meine Ferien in Irland, anstelle von Aufnahmen des geplanten «Less»-Nachfolgers für das New Yorker Label Puremagnetik, unerwartet mit der Fertigstellung des Albums «Microdemystification» und mit Tilmans Demo, von dem ich sehr begeistert war. Paar Monate später und «Sfaira» erscheint kommenden Februar auf meinem Label EndTitles unter Tilmans Künstlernamen: Werken. Die gemeinsame Single zum Albumtitel erscheint bereits am 7ten Januar 22. Ich freue mich drauf! Vorerst ein Track vom 2011er Album «Past Utopia».

tilmanehrhorn.com


Naresh Ran aus Florenz lernte ich über einen gemeinsamen Freund kennen. Wir planten etwas musikalisch zu machen bis Corona kam. Eine erneute Gelegenheit erwies sich, als ich «Microdemystification» fertig gestellt hatte und das Album an ihn mit der Anmerkung verschickte: «Naresh, ich habe das was, das passen könnte.» Naresh stimmte zu und schlug ein Release auf seinem Label Dio Drone vor. Ich prostete ihm aus der irischen Ferne symbolisch zu und trank darauf Whiskey. Ihr merkt, Irland ist dieses Jahr in jeder Hinsicht wichtig für mich gewesen… Wenn Naresh, der sympathisch von sich selbst sagt, er sei kein Musiker, mit seiner Zwei-Mann-Band Hate & Merda gerade mal nicht unterwegs ist, so erstellt er wunderbar düstere Klang-Luftschlösser. So auch demnächst live in Zürich, voraussichtlich in Mai ’22…

nareshran.bandcamp.com


Benjamin Fay aka benfay aus Bern lernte ich wie Tilman Ehrhorn zufällig kennen. So erfuhr ich, dass Ben nicht nur elektronischer Musiker und Produzent ist, sondern auch professionell Mixing und Mastering betreibt. Als ich sein Home-Studio betrat, wusste ich, ok Ben, ich schicke dir was! Und so hört ihr Bens wundervolles Mastering auf dem Album «Microdemystification». Weitere Zusammenarbeit ist geplant… Manches ergibt sich eben spontan und währt. Hier hört ihr benfays neuste Single: New Voice!

benfay.com


Kommen wir zu dem vielleicht schönsten Release des Jahres: «Remebering the Sea» von Boris Salchow. Das Album ist auf dem Label meiner Wahl erschienen, Puremagnetik. Hier möchte ich meine Achtung für Micahs unermüdliche Arbeit als Label-Boss, Musiker und vor allem Designer aussprechen. Doch zurück zu Boris, (ich kann nur empfehlen), lehnt euch zurück und geniesst diese sagenhaften Klangkollagen. Hoffentlich schneit es dann währenddessen draussen…

Bandcamp
Webpage


Den Abschluss macht Uwe Zahn aka Arovane. Ihn brauche ich hier nicht mehr vorzustellen. Wer meinem Blog folgt, kennt meine Bewunderung für sein Schaffen. Ich danke vom Herzen für dein Mentorat, Uwe. «Reihen» ist frisch auf 12k erschienen. Aus meiner Sicht ein möglicher Abschluss einer Trilogie, die zuvor auf Puremagnetik mit «Gestalt» und «Wirkung» begann. Aber beim lieben Uwe weiss man es ja nie…

arovane.bandcamp.com
Shop

Fröhliche Weihnachten und Merry X-Mas :-)

All you need is… Tinnitus? Not really!

«Tinnitus is like Fight Club. Don’t talk about it. The moment someone asks you notice it 10x more!» Ich kenne recht viele Menschen, die Tinnitus kennen. Nicht nur aus der Musik- oder Gastro-Branche. Der Alltag ist bestimmt, denn Tinnitus ist ein krasser, schmerzhafter Dauergast. Bestenfalls ein Wiederholungstäter, den ich auch niemandem wünsche. Doch was ist Tinnitus und wo kommt er hier und wie geht er wieder weg? Viele Fragen, eine Handvoll Antworten und paar mögliche Ansätze. Tauchen wir ein…

Als ich am 25. November den Nachmittag während einer Infoveranstaltung an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) verbrachte, passierte etwas! Ich spürte wie der Gehörgang am rechten Ohr merklich anschwoll und sich irgendwie verengte. Und ich hörte einen lauten Ton. Laut! Kein Wunder, dass ich innerlich Panik bekam und ständig an meinem Ohr herumdrückte. Der Tag darauf und danach war begleitet von «leichtem» Schwindel. Die beiden Nächte sehr kurz. Da ich selbstständiger Gastronom bin, das Wochenende bei uns geschäftlich ein Muss ist und bis zum nächsten Donnerstag weitere geschäftige Tage folgten, war es mir nicht möglich einen Arzt aufzusuchen. Eigentlich fatal, doch ich entspannte, als am dritten Tag gegen Abend der laute Ton, der bei mir als das berühmte «Hohe C» erklang, abflachte und folglich mit der Zeit abschwächte. Ich kontaktierte meinen Musikerkollegen aus Berlin, Tilman Ehrhorn (Professor for Music Design, Music Theory and Ear Training) mit dem ich im Sommer zwei Tracks für sein, im Winter 2022 kommendes Album produzierte und er erklärte mir sein Szenario:

«Ich selbst habe / hatte ca. 1-2 mal pro Jahr einen Tiefton-Tinnitus, der sich in der Anfangsphase oft durch leises unregelmäßig auftretendes Brummen bemerkbar macht und manchmal über 1-2 Wochen stärker zu werden und um schließlich als gar nicht mal so leiser Dauerton bestehen zu bleiben. Hierbei führten dann jegliche akustische Informationen/Strapazen an das Ohr zu erhöhtem Brummpegel. Nach ein paar Wochen war es dann wieder weg. Seltsamerweise gibt es kein Brummen, wenn ich einen Ohrstöpsel trage; fast so, als ob das Trommelfell von innen resoniert und wen man was gegen hält, aufhört zu brummen. Eigentlich kommt der Tinnitus ja aber eher vom Innenohr als vom Mittelohr, weshalb der HNO-Arzt auch eher mit leerem Blick durch einen durchguckt, wenn man versucht zu erklären, in welcher Form es auftritt ;)
Ich glaube, dass es bei mir eher mit irgendwelchen Durchblutungsgeschichten, die vom Nacken/Rücken kommen zu tun haben könnte — ein Arzt meinte auch, Zähneknirschen in der Nacht könnte es begünstigen. Ich hatte schon mehrmals den Effekt, dass es nach 1-2 mal Schwimmen gehen komplett weg war und dann auch erstmal nicht wiederkam. 

Ich würde ansonsten ruhig mal zum Arzt gehen, u.a. einen Hörtest machen; auch um auszuschießen, dass es ein richtiger Hörsturz ist. Den bekommt man in der Regel ja auch wieder weg, aber es ist schon ganz gut, das Ganze ein wenig einzugrenzen. Interessanter Weise ist in meinem Fall noch kein Tinnitus oder gar Hörsturz durch akuten Stress aufgetaucht (was es ja häufig gibt), sondern jeweils relativ unverhofft.»

Somit leidet Tilman an einem Brummen, während ich ein «Hohes C» höre. Genau vor einem Jahr war ich bei einer Ohrenärztin, machte einen Hörtest und erklärte ihr, meine Ohren schmerzen und ich höre ein Rauschen. Das Rauschen diagnostizierte sie tatsächlich als Durchblutungsgeschichten, vor allem während der Winterzeit, wenn Menschen sich vermehrt in warmen Innenräumen aufhalten und folglich vermehrt kräftig in Taschentücher blasen. Das ist eine der meisten Ursachen neben Lärm und Stress. Das Blut rauscht vorbei und wir hören es merklich strömen. Aber die Ärztin diagnostizierte auch eine Kiefermuskelverspannung, an der ich seit Jahren leide. Beides wirkte auf mein Trommelfell ein und ich musste was unternehmen. Das Rauschen liess tatsächlich mit der Zeit nach. Ich behandelte damals mein errötetes Trommelfell mit pflanzlichen Medikamenten.

Bisher war mein «Tinnitus» ein Kommen und Gehen mit gelegentlichen Schmerzen im Innenohr. Auch hörte ich oft die Heizkörper rauschen, die Rohre pfeifen oder die Baustellen vor meiner Haustür und bildete mir ein, es sei Tinnitus (Das kommt davon, wenn man Altbau liebt und in einem urbanen Viertel lebt). Ich begann nachzuforschen und stellte fest, dass das Geräusch im Ohr sich tatsächlich unterschiedlich manifestieren kann: Als Piepen, Rauschen oder Brummen oder kombiniert. In der Nacht auf den 26. November gingen mir sehr viele Gedanken durch den Kopf während mein rechtes Ohr laut vor sich hin sang. Dies war jedoch keine Einbildung. Ich verkrampfte mich nur noch mehr und die Nacht fiel recht kurz aus. Was wenn ich meine Musik aufgeben muss?

Kurze Runde: F&A

Wie laut ist ein Tinnitus? Messungen haben ergeben, dass die Tinnitus-Geräusche etwa 5–10 Dezibel (dB) laut sind. Das entspricht in etwa der Lautstärke von raschelnden Blättern, des Atems oder des Tickens einer Uhr. Die Tatsache, dass dieser Lärm auf Dauer nicht besonders angenehm ist, kann auch jeder verstehen, der nicht unter der Ohrerkrankung Tinnitus leidet. Denn wer hat folgende Situation nicht schon einmal erlebt: Man möchte schlafen oder wieder einschlafen, aber das Ticken der Uhr an der Wand treibt einen in den Wahnsinn. Das eigentlich gar nicht so laute Ticken wird so unerträglich wie der Lärm der Großbaustelle von nebenan. Am nächsten Tag fühlt man sich dann extrem unausgeruht. Jetzt stell dir vor, das wäre jede Nacht so —  dann weisst du, wie es einem Menschen mit Tinnitus geht.

Doch was kann ein Tinnitus generell auslösen? Ursachen: z.B. Schwerhörigkeit, Lärm- oder Knalltrauma (bei Soldaten), Hörsturz, Mittelohrentzündung, Otosklerose, Tumoren, Trommelfellperforation, Morbus Menière, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Medikamente, Stress und emotionale Belastung. Selbst ein Vitaminmangel kann den Tinnitus hervorrufen. Eisenmangel hat zur Folge, dass weniger Sauerstoff im Blut transportiert wird. Dies kann zu Tinnitus führen. Beim idiopathischen Tinnitus bleibt die Ursache unklar (Von einem primären oder idiopathischen Tinnitus spricht man, wenn keine genaue Ursache feststellbar ist. Ein sekundärer Tinnitus hat eine eindeutige Ursache, wie zum Beispiel ein geplatztes Trommelfell oder eine Gefäßerkrankung).

Wie geht ein Tinnitus wieder weg? Bei der überwiegenden Zahl von Tinnitus-Betroffenen verschwindet der Tinnitus auch ohne Therapie innerhalb weniger Tage, Wochen oder Monate wieder. Wenn gleichzeitig mit dem Tinnitus ein plötzlicher Hörverlust auftritt, dessen Ursache nicht ersichtlich ist, spricht man von einem «Hörsturz».

Wie lange dauert es bis ein Tinnitus weg geht? Manchmal tritt ein Tinnitus auch ganz ohne erkennbaren Grund auf – dann dauert er normalerweise nicht länger als eine Minute. Bei manchen Menschen halten die Ohrgeräusche aber über längere Zeit an. Wenn sie länger als drei Monate bestehen bleiben, spricht man von einem chronischen Tinnitus.

Kann Tinnitus von alleine weggehen? In 80 Prozent der Fälle geht der akute Tinnitus durch Behandlungen der jeweiligen Ursachen oder auch von alleine wieder weg. Das Ohrgeräusch kann also wieder völlig abklingen, es kann aber auch bleiben.

Wie besiege ich den Tinnitus? Den Tinnitus besiegen ist nur gentherapeutisch möglich – und das ist noch Zukunftsmusik. Es gibt aber Therapien, die eine Linderung versprechen. Es ist ein Klingeln, Piepen oder Rauschen, das sich etwa durch eine Entzündung, nach einem Hörsturz oder zu viel Lärm einschleicht.

Hier eine gute Webpage zum Thema rundum Tinnitus und Behandlung:
www.liebscher-bracht.com/schmerzlexikon/tinnitus/

Achtung, ich habe hier ein Audiobeispiel aufgeführt. Ich persönlich praktiziere solche Therapien nicht. Meine Medizin ist eher die Ruhe und Stille.

FAZIT: So, heute (11 Tage später) verzeichnet mein linkes Ohr ein Rauschen und das Rechte ein leises «Hohes C», sobald ich das Ohr zuhalte. Das Piepen hat an Lautstärke enorm nachgelassen. Dieser Umstand hat mir psychisch sehr viel an Lebensqualität zurückgeschenkt. Auch vielleicht durch die Meditation, die ich wieder aufgegriffen habe als mein Morgenritual. Ich gebe auf meine Ohren recht Acht und schütze diese stets. Keine Live-Veranstaltung ohne Schutz. Die Produktion erfolgt über halb-offene Kopfhörer. Hier versuche ich einen Rhythmus von 30-45min zu halten, um danach kurz zu ruhen. Also muss der Tinnitus etwas mit meinem Lifestyle und wie ich mit dem Alltag umgehe, zu tun haben. Ich denke, alle Heilungsansätze sind gut und weisen in die richtige Richtung. Fakt ist, es gibt keine medizinischen Generell-Lösungen bis heute. Der Fall «Franzi» aus dem Welt der Wunder-Video ging mir recht nahe. Ich wünsche niemandem diese, von ihr beschriebene Tinnitus-Intensität samt dem Verlust an Lebensqualität.

Ich verspreche mir, mich nicht verrückt zu machen und verspreche, verspätet und doch zeitnah, meine Ohrenärztin aufzusuchen und vor allem mit Musik weiter zu machen. Einfach alles im Masse. Versprochen. Und um nochmals Tilman Ehrhorn zu zitieren: «Ignoranz ist vermutlich der beste Tipp überhaupt; macht bloß gerade am Anfang nicht so viel Hoffnung…» In dem Sinne, alles wird mit der Zeit gut ;-)

Als Nächstes: All you need is… a VCR?


Quelle: Tilman Ehrhorn, Liebscher-Bracht, Youtube, Google

Microdemystification

Dear Listener, Musician, Fan!

My new album «Microdemystification» is out. This is my third and last release in 2021.
3rd release on a cassette as well. Crazy! Microdemystification is a collaboration album with Blakmoth.

“My initial recording session started in May. I recorded 14 tracks in total and sent them to Blakmoth. After receiving his contribution, I started figuring out which tracks go best in terms of a release. Knowing that during the recording process Blakmoth bought a Strega (synth by Make Noise) I decided to stay with his new Strega-tique tone. This felt right for the project and I liked what I heard very much. Finally, I made up my mind and finished the album during my stay in mystical Ireland. Microdemystification was born. What I hear out of our work is a beautiful synergy. Melted sounds. Intense texture. A microdemystification. On behalf of us both: A big thank you to the cover designer, mastering engineer and the label. And of cause to you dear listener for taking your time. Do not be in a hurry!“ – An Moku 

“When it comes to ambient music I often think about it as a destination. A sacred space filled with texture, emotion and atmosphere. All of these things I found while listening to the music by An Moku, a collaborative album was a must. Our approach to creativity was a perfect amalgamation of styles that ebbed and flowed masterfully. I felt Microdemystification should be synergetic. I did not want to overpower the beautiful work An Moku sent over that I felt could stand alone as it’s own release. So the goal was to ensure a balance of both our sounds could be heard and felt. In my eyes Microdemystification is a beautiful masterpiece that I hope you enjoy.” – Blakmoth  

credits:

DIODRONE 089 
Thanks to Nàresh Ran 

Music by An Moku & Blakmoth 
Concept by An Moku 
Album Cover by Juan TRakO 
Design by Sara Hochuli 
Mastering by Benfay 

Recorded in May, finished in August of 2021 

You can support the label, Dio Drone and buy the cassette directly here: 
diodrone.bandcamp.com/album/microdemystification

Or buy me a piece of a cheesecake! The digital version of Microdemystification is «Name your price». Thank you for your support and enjoy this dark album for dark November days ;-)

->  anmoku.bandcamp.com/album/microdemystification

All you need is… a Pedalboard?

Ich bin ein grosser Fan der Übersicht und Ordnung am Arbeitsplatz. Vielleicht kommt dieser Ansatz bei mir aus der Gastronomie oder meiner Jahre in Marketing aus dem Büro oder einfach, weil ich prinzipiell nicht mehr lang suchen mag? Oder vielleicht bin ich dafür zu alt. Ich hab es einfach gern ersichtlich, übersichtlich und möglichst federleicht. Um so mehr erfreue ich mich an simplen Lösungsansätzen, erfrischenden Ideen und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die resultieren. Wie die Anwendungen von einem Pedalboard. Also, ganz klar, was Du nun brauchst…

Ganz klar, ein Pedalboard. Erbaut für Gitarristen und deren Tretminen, die sie Pedale nennen. Konzipiert für den Transport samt schnellem Aufbau. So weit die Theorie. In den letzten Jahren ist die Gitarren-Musik wieder aufgeflammt (ich berichtete) und mit ihr oder vielleicht dank der Entwicklung der Pedale, das «Pedalengeschäft». Die Technik erlaubt es dem Hersteller und zuletzt dem Musiker viel weiter vor zu dringen, als es noch vor Jahren war. Wenn man sich das auf der Zunge zergehen lässt, schluckt man einen schönen Batzen an Innovation der Gross- und Boutique-Pedale-Hersteller. Wer einen kleinen Pedal-Fetisch hat (ohne auf «GAS» oder Slogans wie «analog ist besser» einzugehen), weiss wovon ich spreche. Selbst wer einfach nur drei Pedale bespielt und es ordentlich mag, hat unter besten Umständen ein Pedalboard mit einem (galvanisch getrennten) Power-Supply drunter. Es brummt und surrt nüschts. Bestenfalls. Ich wundere mich jedoch oft, wenn ich mit Musikern unterwegs bin, wie aufwendig, gar unorganisiert ein Equipment-Fuhrpark doch gestaltet sein kann. Freunde, ich bin überzeugt, die Methode mit einem Pedalboard spart euch Zeit und Nerven… Einfach rein und raus.

Ein Pedalboard kann nämlich extrem praktisch ein. Selbstverständlich, ein Pedalboard bringt sein Eigengewicht, welches jedoch nicht weiter gross belastbar sein muss. Es ist da und kann unter Umständen bis zu 2kg auf die Waage bringen. Ich bringe meines auf dieses Eigengesamtgewicht samt Koffer. Nun kommt das Wunsch-Equipment, Kabel, Strom hinzu. Unter Umständen sind das alles 10kg, die easy ins Gewicht fallen können. Oder auch mehr. Aber nehmen wir vor erst das Prinzip Pedalboard unter die Lupe.

Das Prinzip Pedalboard

Das erworbene Pedalboard bringt Eigenmasse und gegebenen Raum, der genutzt werden kann und dient somit als ein «in sich geschlossenes System», welches auch evtl. erweitert werden kann. Es ist ratsam sich Gedanken gemacht zu haben, welche Dimension eigenen Bedürfnissen entspricht.
Machen wir es uns einfach. Es gibt folgende Grössen: S (<40cm Länge), M (40cm), L (60cm), XL (80cm), XXL (bei XXL siehe Andy Othling) und sicherlich alle Zwischengrössen je nach Anbieter. Die Firma Pedaltrain hat ein kleines Pedalboard in Angebot genannt «nano». Praktisch. Kommt mit einer schicken robusten Tasche daher und hat Raum für entweder zwei sehr grosse Pedale wie die Strymon-Flaggschiffe oder drei bis vier Kleinere. Reicht vollkommen. Je nach Anwendung. Es gibt jedoch viele Firmen, die generell Pedalboards herstellen. Simple und «recht» robuste können zB. bei Thomann erworben werden. Wie gesagt, je nach Anwendung und Anspruch.

Beispiel anhand eines Musikers: Einer, den ich immer gerne erwähne, ist der Zürcher Gitarrist und EndTitles Label-Artist Joel Gilardini. Wir sind beide begeisterte Pedale-Anwender (und nicht «immer» einer Meinung was Pedale angeht, aber wer ist das schon). Nun, für seine Live-Sets im Club Exil verwendet Joel ein mittleres Pedalboard (40cm) der Marke Pedaltrain. Diese Dimension nutzt er als persönliche Limitation. So viel an Effekten und nicht mehr. Sein Ansatz im Beispiel als Paradigma.

Doch Pedalboards können ebenfalls fix und fertig für anderes Equipment Verwendung finden. Synthesizer, Sampler, Tapedecks, Rack-Effekte und/oder. Alles schön verkabelt und verdrahtet. Fix und fertig heraus aus der Tasche oder Koffer für den Einsatz im Proberaum oder Liveshow. Ist eigentlich eine schlaue Sache. Rund in sich und clever! Der einzige Nachteil, der mir einfällt ist das Velcro-Tape.

Das Video von Dave Mech hat mich letztendlich zu diesem Beitrag inspiriert. Neulich schaute ich es und dachte, verdammt, ich bin nicht allein, haha!!! Es gibt so viele Einsatzmöglichkeiten. Toll! Auch hier dient das Prinzip des Pedalboards als Paradigma. Die Formel ist simpel: Gewicht und Simplizität resultieren aus Bedarf und Raum (und vice versa). Anders als bei Dave setzte ich allerdings mein Pedalboard gleichermassen im Studio ein. Es bleibt gleich und verkabelt auf dem Tisch für das gegebene Projekt. Somit können Pedalboard zur Organisation diversen Equipments zeitsparend und effektiv eingesetzt werden. Einfach rein und raus.

FAZIT: Wie immer alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Als Bassist der 90er- und Beginn der 00er-Jahre sind mir die Pedale sympathisch geblieben. Erst recht mit der gegenwärtigen Entwicklung. Und es kommen viele neue Sympathisanten hinzu, aber sprechen wir nicht darüber, sondern über den Vorzug eines Pedalboards. Pedalboard, oh Pedalboard, Du bescherst…

Als nächstes geht es weiter mit: All you need is… Tinnitus? Not really!


Quellen: Youtube, Pedaltrain, Thomann, Musiker-Board
Webpages: Dave Mech, Joel Gilardini, EndTitles

All you need is… Sounds for your ears! – Pt. 3

Kurzerhand beschloss ich weiterhin in der musikalischen Schweiz zu bleiben. Mein heutiger Fokus liegt auf Live-Musikern. Während es draussen regnet, tönt es wundervoll in meinem Raum. Vielleicht nehmt ihr euch auch die Zeit und entdeckt spannende, neue Künstler. Ich kann’s nur empfehlen. Wie immer sieben an der Zahl und zum Schluss wartet ein Give-Away auf euch. Freut euch drauf :-)

Der Rahmen: «Sounds for your ears!» bringt vor allem kurze Empfehlungen über neue aber auch vergangene Veröffentlichungen auf Bandcamp. Die Anzahl pro Episode ist auf eine runde sieben beschränkt. Ich führe nur auf, was mir persönlich gefällt.

Sounds for your ears! – Pt. 3

Den Beginn macht Lana Kostic aka Lakiko aus Luzern. Eine Sängerin, Cellistin und Live-Looperin. Gegenwärtig arbeitet sie auf Hochtouren an ihrem ersten Album. Live ist Lakiko ein Erlebnis :-)
lakikomusic.com


Ich bin ein Fan von der klassisch ausgebildeten Pianistin Simone Keller aus Zürich. Neulich schrieb sie mir: «Ich habe ein total ambivalentes Verhältnis zu Aufnahmen und bin eigentlich vor allem Live-Musikerin. Das physische Auspowern aus dem Moment heraus liegt mir viel mehr, als das Perfektionieren im Studio, das ich an Deinen Arbeiten so faszinierend finde.» Simone ist sehr umtrieben und macht sehr viel. Theatralisch gross und ein Muss. Zu hören eine Aufnahme mit vier Klavieren…
Simone Keller


Der, aus dem Tessin stammende, Joel Gilardini ist wahrscheinlich der Schweizer Live-Ambient-Guitarist. Ich persönlich kenne keinen Anderen, der für mich samt Hingabe heraussticht. Er ist düster. Er ist experimentell. Er spielt «fast» jeden Montag im Rahmen des Nik Bärtsch-Ronin im Zürcher Exil-Club. Sein Werkzeug ist eine handgefertigte, italienische Baritone-Gitarre und eine Handvoll Pedale.
Webpage


Ein hochrangiges Teammitglied der Montag-Ronin-Reihe ist der Blechbläserinstrumentalist Stefan Haslebacher aka Sha aus Bern. Hier Solo. Hört hin. Grossartig.
Bandcamp


Kommen wir zum Chef der Ronin-Bande und dem Exil-Club-Betreiber: Nik Bärtsch. Ausgebildeter Jazz-Pianist, der sich vor allem hypnotischer Repetition verschrieben hat und in seinen Modulen arbeitet. Ich sage nur: Montags!!! Nik ist unumstritten eine Bereicherung für die internationale Schweizer Musikszene und wie ich meine, mit seiner seit Jahren andauernden Montagsreihe, Anwärter für den Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde (korrigiert mich, falls ich hier falsch liege).
Nik Bärtsch


Weiter unten in Tessin treibt Patrizio Maranza aka Myalo sein Unwesen. Ich bin auf ihn aufmerksam geworden, als Patrizio mich anschrieb und um eine Folge für seine Podcast-Serie auf Soundcloud bat. Ich sagte, klar und 1.5 Jahre später kam ich mit «Coffee time with friends». Zuletzt auf dem Les Digitales-Festival. Ruhige Musik. Nichts für Schnelle!
Soundcloud-Reihe


Den Schluss macht heute Martina Berther aus Zürich. Sie ist wie ich Bassistin und eigentlich wollten wir uns mal musikalisch treffen… Martina ist grossartig. Leider habe ich auf Bandcamp nur diesen Beitrag von ihr gefunden. Sonst einfach u.a. bei Sophie Hunger auf die Bühne schauen ;-)
Martina Berther


Give-Away

Ich verabschiede mich mit einer kleinen Überraschung für euch: Manon Schlittler aka Nebno, die ich beim letzten Mal vorgestellt habe, verschenkt 10x ihr wunderbares Album: Streams. Und nebenbei, das Neue «Low Skies» ist gerade erschienen. Nicht vergessen, beim Download «Add to my collection» anklicken!


https://nebno.bandcamp.com/yum

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Greift zu und viel Spass. Danke fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal bei «Sound for your ears!» – Pt. 4

All you need is… Sounds for your ears! – Pt. 2

Unsere Jobs fordern uns. Manche mehr, manche weniger. Ich persönlich freue mich stets auf eine kleine Auszeit im Sessel, schwer niedergelassen, auf einer Entdeckungsreise mit neuem und alten Sound. Es gibt so viel zu entdecken. Mit dieser Ausgabe lege ich den Focus auf meine Heimat, die Schweiz. Vielleicht nehmt ihr euch die Zeit und entdeckt spannende, neue Künstler. Wie immer sieben an der Zahl :-)

Auf meinen Seitenhieb bezüglich YouTube in der vorigen Ausgabe bin ich tatsächlich nochmals privat angeschrieben worden. Seht, Videos zu produzieren, ist für mich super aufwändig. Ich werde sicherlich hier und da was machen, jedoch keinem roten Faden folgend.

Also genug jetzt, tauchen wir ein… und zum Schluss der heutigen Sieben wartet ein kleines Give-Away auf euch, ab jetzt mit dieser Episode folglich obligatorisch. Freut euch drauf :-)

Der Rahmen: «Sounds for your ears!» bringt vor allem kurze Empfehlungen über neue aber auch vergangene Veröffentlichungen auf Bandcamp. Die Anzahl pro Episode ist auf eine runde sieben beschränkt. Ich führe nur auf, was mir persönlich gefällt.

Sounds for your ears! – Pt. 2

Den Beginn macht mein Fav, Manon Schlittler aka Nebno aus Zürich, die ich musikalisch sehr zu schätzen gelernt habe. Sie und ihr Freund besuchen mich ab und zu im Café und erst vor kurzen haben wir uns vertieft. Neben unser gemeinsamen Passion für Island, teilen wir eine Liebe für elektronische Musik. Ich bin wirklich entzückt! Falls jemand von euch Island nich nicht bereist haben sollte, so lehne dich nun zurück und schliesse deine Augen: So könnte Island sein/klingen/aussehen. Am 22. Oktober veröffentlicht Nebno ihr zweites Studioalbum. Meine Schweizer Damen, generell bitte mehr von euch hier und jetzt mit Sound.
nebno.ch


Wenn ich an weibliche Schweizer Acts denke, kommen mir Sophie Hunger, Big Zis oder Nadja Zela in den Sinn. Aber es gibt noch drei weitere starke Frauen. Die erste davon: Mara Miccichè aka IOKOI aus Zürich. Theatralisch gross!
iokoi.net
maramicciche.net


Noémi Büchi aus Zürich kommt stark und ich freue mich auf ihre künftigen Projekte.
noemibuchi.ch


Die schweizer-kanadische Musikerin Barbara Lehnhoff aka Camilla Sparksss ist meine neuste Entdeckung. Sie ist «the new princess of the dark experimental electronic music».
camillasparksss.com


Kommen wir zu den Männern. Hier werde ich künftig mehr aufführen können. Aber fangen wir erstmal an: Silvio Brügger aka Ringhof aus Bern habe ich neulich live gesehen. Hier halte ich ein Fähnchen hoch und rufe aus: Yes!
ringhof.info


Zimoun aus Bern ist wahrscheinlich der bekannteste zeitgenössische Schweizer Künstler (aus meiner Sicht) mit weltweiten Ausstellungen. Eine äusserst spannende und vielseitige Persönlichkeit.
zimoun.net
leerraum.net


Den Schluss macht heute Ralph Steinbrüchel aka Steinbrüchel. Momentan ist es musikalisch ruhig um ihn. Seit seinem letzten Konzert im Rahmen des EndTitles.Kitchen.Lab im Kulturfolger führt Ralph gegenwärtig ein Buch-Popup in Zürich. Viel Vergnügen…
steinbruchel.bandcamp.com


Give-Away

Generell, schreibt mir bitte, wenn ihr weitere Empfehlungen habt. Vor allem, was Frauen in der Szene angeht. Ich bin immer dankbar. Nach all dem wundervollen Sound gibt es noch eine kleine Überraschung für euch: Iann Troalen aka Music Moleculaire verschenkt zehn Downloadcodes für…


https://musiquemoleculaire.bandcamp.com/yum

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huhe-6pv8
jleb-ynt2
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nh34-x6av
lexj-eyf8
q8c6-33jn
gus2-w49e
3wqw-hpgu

Greift zu und viel Spass. Danke fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal bei «Sound for your ears!» – Pt. 3