Phimola (Backstage Exclusive)

Good evening! Today I have released my new 2 track Single (ca. 36min) for my Subscribers on Bandcamp called Phimola. Phimola was made very early in the morning at 4am. It is a mellow, piano based, evolving piece of music. Just lean back and start the night☕️🎧😊
Huge thx to my friend and photographer Juan @trakojuan📸 and the beautiful Pilar @phi_mo_la💐

Subscribe. Thank you: PHIMOLA

Co-Being (Backstage Exclusive)

«Co-Being (A Statement)» ist wahrscheinlich mein düsterstes Stück. Ich habe es im Auftrag für die Künstlerin Elisabeth Nold-Schwarz komponiert und hatte freie Hand. «Co-Being» widerspiegelt die Vorkommnisse der letzten Wochen, die uns allen mehr als bekannt sind. Es sind nur paar wenige Tage vergangen, seit dem ich das Stück das letzte Mal in voller Länge gehört habe, jedoch, durch die unternommene Kürzung hat es sich entwickelt. Entfaltet. Ich sehe es als sehr viel heller und ermutigender an. Das gefällt mir! 

Co-Being. Wir leben nebeneinander. Leider oft nicht miteinander. Informationen und Dinge werden ausgetauscht. Sie werden wahrgenommen, ein- und ausgeblendet. Miss-, verstanden oder nicht verstanden. Räume werden beansprucht. Allein, gemeinsam. Gewollt, ungewollt. Es entstehen Meinungen. In differenzierten Lautstärkeverhältnissen. Trotz aller Beklemmung lasse ich zum Schluss die obligatorische Hoffnung im Fade-out. Warum? Weil wir «ohne» nicht existieren können. Hoffnung ist schön. Es gibt sie eigentlich immer und so auch einen Weg… 


Ich habe lange überlegt, ob ich den Schritt der Exklusivität machen soll oder nicht und habe mich dafür entschieden. Ich denke, dass im Zeitalter, in dem so ziemlich alles möglichst gratis zu sein hat, man sich durchaus mit dem Rücken dagegen stellen und gegen den Strom schwimmen darf. Das habe ich so immer gemacht. Und Du hörst diese Musik wie sie ist und bist hier auf meiner Webpage und liest, was ich schreibe. Ich danke dir dafür. Falls Du gern alles hören möchtest, das andere nicht zu Ohren bekommen werden, so HIER. «Co-Being» ist solch ein exklusives Musikstück und es kommt mehr… Viel Vergnügen!

Auf einmal war sie da. Die Zeit…

Corona ist noch gegenwärtig in der Schweiz. Doch wir kehren langsam zurück ins reguläre Leben, mit «wenigen» Einschränkungen. Ich hoffe es bleibt auch so und wir werden nicht zurückgeworfen! Ich weiss nicht, wie es dir ergangen ist während des Lockdowns, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du dich gut beschäftigt hast. Wir hatten die einzigartige Möglichkeit, die Zeit geschenkt zu bekommen. Denn auf einmal war sie da, die Zeit…

Nun, ich habe versucht diese Zeit während des Lockdowns zu nutzen: _Neustrukturierung meines Cafés nach dem Lockdown (Was kommt auf uns zu? Werden die Gäste wiederkommen? Wie lange wird dieser Zustand dauern? Existenz?!)
_Alte, liegengebliebene ToDo-Listen (Die mittlerweile mehrere Jahre in der Schublade vor sich hingegammelt haben. Erledigt! Was für eine Erleichterung)
_Viel Online-Kultur (Theater, Filminfo.ch, Fortbildungen)
_Natur (so gut es ging)
_Lesen, Kochen und Musik 

Ich befasste mich sehr viel mit dem Thema der theoretischen Musik und der Organisation innerhalb des Studios. Das war sehr spannend. Eines Morgens fragte ich mich bei einer Tasse Kaffee, wie kann ich mir das Leben generell leichter machen und Dinge wie Kabel oder bestimmte Geräte auf Anhieb finden? Lösung, alles neu anlegen. Wirklich alles. Selbst die Stromzufuhr habe ich neu konzipiert, um mögliche Störgeräusche zu unterbinden. Das hat eine Weile gedauert und ist selbst heute noch nicht zu 100% fertig, denn es kommen und gehen Dinge, haha! Aber ich bin sehr happy mit der gegenwärtigen Anordnung und bilde mir ein, die Aufnahmen klingen sauberer.
Ich glaube, das meiste Geld meines kleinen Studios steckt in den Kabeln, jeglicher Art. Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber dafür gebe ich gern Geld aus. Man kann nie genug von soliden Stromleisten und Audiokabeln haben! Nun, und ich habe auch selbstverständlich Musik praktisch gemacht. Hier waren viele Soundtests mit diversen Klangerzeugern von Nöten, die ich machen musste, um bestimmte Klänge zu bekommen. Im Endeffekt habe ich zwei Alben aufgenommen. Wann und wo sie herauskommen werden, kann ich leider nüschts zu sagen. Einfach nur, dass eines davon mit dem deutschen Musiker Stefan Schmidt und das andere mit dem Belgier Stijn Hüwels entstanden ist. Beides sehr spannende Kollaborationen und Persönlichkeiten. Mehr dazu bald…

Backstage with ME!

Instantly get everything I make, and then some...

Hej! I am excited to offer the opportunity for you to become a patron of An Moku by subscribing here on BandCamp. It is an awesome way to support the music and what I do as Musician, and there are many exclusive rewards for you.

As a subscriber, you’ll receive access to everything I do, I’ve done and will do. All my back-catalog, secret pre-views, all my future releases. Everything! In addition, I’ll be releasing exclusive subscriber-only songs, fully mixed and mastered, released nowhere else. As each new subscriber-only piece is uploaded you’ll have instant access. 

Thanks so much for joining in this amazing and sustainable way to support what I do! More Informations here:

https://anmoku.bandcamp.com

Of Mirrors

This album is a cooperation between AN MOKU and Virlyn. «Of Mirrors» has an organic element. The album is for explorers, while the sounds settle in being extremely meditative, surreal, and ambient. The Artists take old classical instruments and use them as acoustic drones while acquiring and manipulating specific elements of the sounds for each song. The phrase ‘Nature is beautiful’ is a purveying interpretation for the listener here. As they hear slow waves, and other ‘found’ sound samples, played alongside the dirgeful drones and scattered bits of solemn strings, «Of Mirrors» brings out the beauty in a natural progression. Quiet ambient soundscapes for electronics, piano, strings and field recordings. «Of Mirrors» has been recorded from November 2011 until March 2012. 

«After finishing it, we kept the album in our secret place until today. We hope you enjoy it. Thanks to all the participants, our families, friends and our great, great listeners!» :-) 


This album is released in cooperation with David Newman’s label Audibulb:  anmokuandvirlyn.bandcamp.com/album/of-mirrors
www.audiobulb.com

Electronics, instrumental and field recordings by AN MOKU 
Electronics by Virlyn 
Mixing by Virlyn 
Mastering by Weldroid 

www.weldroid.net
www.facebook.com/VirlynMusic

All instrumental and field recordings captured in Switzerland and Iceland 
Ending of ‘Frost’ captured during an orchestral warm up session at Harpa, Reykjavik 

Swiss Performers: 
Piano by Cornellia Stromeyer 
Violin by Orina Zänerle 
Cello by Jacki Knöpfel 

Modified vocal sample taken from -The Seventh Seal- by Bergman, 1957 

Photography: Dominik Grenzler, Reykjavik, January 2012 

RMX: 
soundcloud.com/snoopy-over-the-hills
endtitles.ch/artists/oblique-noir/
endtitles.ch/joel_gilardini/
soundcloud.com/zosimos-of-panopolis
www.chihei.org

An Moku: LIVE IN CAIRO

Wie die Zeit vergeht. Es ist fast ein Jahr her, dass ich das wilde Cairo besuchen und erleben durfte! Diese Millionenstadt hat einen solch immensen Eindruck auf mich verübt, dass ich mich vor wenigen Monaten entscheiden habe, das Konzert des Mapping Possibilities-Festivals als CD zu veröffentlichen. Eigen finanziert und auf meinem Label EndTitles veröffentlicht.

«Back in September 2018 I have been invited to play a show at the Mapping Possibilities VI Festival in Cairo. This show took place at the Cinema Zawya and it was an anniversary show for Pro Helvetia Cairo. The idea of the Mapping Possibilities festivals is to play a live show supported by strong visuals. My Visual Artist was Mostafa El Baroody. There is no full-length video of the show. Only a few fotos by Aly Nabil. But some of the visuals by Mostafa can be seen on my webpage. Links below. So arm yourself with good headphones and while you are listening to this album just imagine crazy visuals. Have fun!»

anmoku.net/2018/09/08/mapping-possibilities-vi/
anmoku.net/2018/09/26/mapping-possibilities-vi-2/
anmoku.net/2018/11/10/mapping-possibilities-vi-3/

Eine Sache! Die CD hat einen Schönheitsfehler: Das Presswerk hat versehentlich obligatorische Pausen von wenigen Sekunden zwischen den einzelnen Stücken hinzugefügt. Das war nicht beabsichtigt. Als ich nach vier Wochen aus den Ferien zurückkam und die CD sichtete, war es leider zu spät dies zu beanstanden. Ich kann damit leben. Ich hoffe ihr auch ;-) 

Danke für euren Support! Dominik

FREE PLUGINS: Reverb

DER FüNFTE TEIL EINER MINI-SERIE ÜBER KOSTENLOSE PLUGINS (MAC). WÖCHENTLICH…

Es geht nichts ohne ein Reverb (Hall). Es sei denn man nimmt direkt mit einem natürlichen Hall auf und muss die Aufnahme nicht zwingend in der Nachbearbeitung in der DAW der Wahl anreichern oder verfremden. Ich nehme stark an, die Meisten wählen den zweit genannten Weg. Der Ausdruck Nachhall oder umgangssprachlich kurz Hall bezeichnet im Unterschied zum Echo kontinuierliche Reflexionen von Schallwellen (Schallreflexionen) in einem geschlossenen Raum oder in einem natürlich begrenzten Bereich. Es gibt viel zu dem Thema. Hier alles zum Nachlesen. Ich selbst liebe den Hall in der Musik viel mehr als andere an einsetzbaren Effekten. Wie bei allem, spalten sich auch hier die Geister. Die einen setzen ein Effekt dezent ein, die anderen «verwaschen» alles mit 100% auf Wet. Es kommt wie immer auf den Stil und den Geschmack an. Wie immer! Und trotzdem gilt die Regel: Es gibt keine Regeln. Mach was Du für richtig hälst. Irgendwann kommt auch deine Zeit ;-)

Es gab mal eine Zeit, da dachte ich tatsächlich: All you need is a Reverb! Für viele Jahre kaufte ich auch keine Effektpedale mehr bis ich im Jahre 2013 in New York war und dachte, ok, jetzt kaufe ich was Schönes. Es sollte ursprünglich der Eventide Space werden, doch es wurde das Cathedral Stereo Reverb von EHX. So besuchte ich Rudy’s Music Shop in New York und kaufte es. Hier der damalige Blogeintrag. Nach wie vor mag ich den schönen bassigen Hall, der aus der solide gebauten Box herauskommt. In Kombination mit manch einem Delay ist das Cathedral Stereo Reverb einfach unschlagbar. Zuletzt auf dem Stück «Spatula» zu hören von meinem «Live in Cairo» aus dem Jahre 2018 zu hören. Und dennoch bin ich umgestiegen. Seit Ende 2018 bin ich wieder pedalsüchtig (halte die Sucht aber recht gut in Grenzen) und benutze auf meinem Pedalboard das kleine Immerse von Neunaber. Ich dachte, alles nur bitte nicht den Big-Player: Big Sky von Stymon. Diesen hat eh jeder, der sein Pedalboard vorführt. Mit dem Immerse wurde ich fündig. Der Klang ist weich, schwebend, präzise. Ich liebs und empfehle es jedem, der ein Top-Notch-Pedal kaufen will. Das MKII ist sogar noch sound-detailierter. Eine weitere Empfehlung ist das Mercury 7 von Meris. Einfach nur genial!

Heutzutage sehe ich die Reverbsache wieder entspannter und denke eigentlich: All you need is a Delay. Vielleicht auch deswegen, weil ich etwas mehr weiss als früher? Sicherlich. Ist vielleicht auch der Grund weshalb ich mehr Delay-Pedale als Reverbpedale besitze. In meiner DAW sieht es allerdings anders aus. Ich persönlich arbeite mit Ableton Live 10 und benutze gegenwärtig kontinuierlich folgende Reverbs:

Max for Live: Convolution Reverb Pro

SIR Audio Tools: SIR 3

Amazing Noises: Outer Spaces

Waves: Abbey Road Chambers & Road Plates

Doch kommen wir nun zu der eigentlichen Sache, den Free Plugins, die ich hier vorstellen möchte. Alle Plugins habe ich ausprobiert und empfehle sie sehr. Ich denke bei meinen Empfehlungen von wunderbaren Evergreens sprechen zu dürfen. Also los…

U-HE: Protoverb

Das Protoverb von U-He ist eine andere Art von Hall. Das Coolste am Protoverb ist, dass man willkürliche Settings generieren und diejenigen speichern kann, die einem gefallen. Dieses Plugin steht ganz im Geiste des Ausprobierens! Es ermutigt NutzerInnen dazu, ihre bevorzugten Settings über einen Button auf dem Plugin zu teilen. Toll! Und…

Kompatibel mit Mac OS, Windows und Linux (VST/VST2/AU/AAX 32 und 64-bit).

Download: Hier

Magnus’ Smartelectronix: Ambience

Ich denke, es muss nicht mehr all zu viel gesagt werden. Dieses Reverb kennt man und liebt oder hasst es aus welchen Gründen auch immer.
Ausprobieren!

Download: Hier

Togu Audio Line: Reverb-4

Meine Wahl fällt  in der Kategorie „kostenloses Reverb Plug-in“ ziemlich treffsicher auf das Reverb-4 von TAL bzw. Togu Audio Line aus der Schweiz.

Ich lege bei meiner Auswahl an Plug-ins natürlich den Klang an erste Stelle. Reverb-4 geht in Richtung Plate-Reverb mit einem Vintage 80er-Jahre Charakter, ist recht diffus und wabert bei langen Hallfahnen rum. Aber auch bei kurzen Reverbs, die man zum Anfetten benutzen kann, macht es eine gute Figur. Nur zum Sounddesign wäre es keine direkte Wahl, aber man muss ja auch nicht alles können.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist für mich die Benutzbarkeit, zusammen mit der Oberfläche. Wenn das GUI schlecht ist, bleibt das Plug-in in der Regel nicht lange auf meinem Rechner. TAL hat beim Reverb-4 alles auf das Nötigste beschränkt: Regler für Wet, Dry, (Input)Delay, Size, Lo-Cut, Hi-Cut – fertig. Gut gewählte Kontraste und alles gut voneinander abgesetzt. Es ist allerdings nicht gänzlich neu entwickelt, sondern dem kostenpflichtigen TAL-Sampler (60 USD) entnommen.

Klar, es ist kein Tausendsassa, aber für schöne, diffus wabernde Sounds oder auch als Unterstützung für helle Räume ist es wirklich gut. Außerdem braucht es nicht sehr viel CPU (wenn auch nicht Nichts) und verursacht keine zusätzliche Latenz zur Berechnung.

TAL Reverb-4 gibt es als VST, AU und AAX für OSX und Windows in je 32 und 64 Bit.  

Download: Hier

Als sehr gute Alternativen sind die TAL-2 & TAL-3 zu empfehlen. Je nach Einsatz sicherlich mehr interessanter als der neue TAL-4!!!

Amazing Noises: GliderVerb

GliderVerb ist ein „Hall mit Glitzern“, der einen Raum simuliert, dessen Form sich allmählich ändert. Es ist eine erweiterte Version eines Algorithmus, der von James McCartney für seine Programmiersprache Supercollider 2 entwickelt wurde. Der ursprüngliche Algorithmus hatte keine benutzervariablen Parameter. Dieses Gerät fügt eine Reihe von Parametern hinzu, um eine breite Palette von Effekten zu erstellen:
Von sich entwickelndem Nachhall über granulare Auflösung bis hin zu sanften Resonanzen! Auch als iPad-Version erhältlich.

Download: Hier

All you need is a Reverb!

Links: Wikipedia, Gearnews

FREE PLUGINS: Analyzer

DER VIETE TEIL EINER MINI-SERIE ÜBER KOSTENLOSE PLUGINS (MAC). WÖCHENTLICH…

Es kann von Vorteil sein, wenn man sich nicht immer nur auf seine Ohren verlässt und umgekehrt! Nichts gegen Ohren. Ganz im Gegenteil, aber es ist gut was zu haben, das ein gewünschtes Spektrum visualisieren kann.

Ich selbst arbeite mit Ableton Live. Seit der Live 8 konstant. Davor hatte ich kurz Live 5. Entschied mich aber nach Reason 4 (war toll damals) für Logic 8 und arbeitete damit für fünf Jahre. Wechselte dann aber doch zu Ableton und blieb bis heute. Also, wenn man einen integrierten Analyzer oder EQ nicht hat, den Farbfilter Pro-Q3, der das Spektrum (präzise!) anzeigt, nicht kauft, der sucht nach einem Ersatz. Ich stelle euch zwei vor:

Voxengo: SPAN FFT Analyzer

Stundenlang sitzt man vor seiner DAW und friemelt an vielen Stellen herum, bis es sich irgendwann gut anhört. Kurze Pause an der frischen Luft gemacht, Ohren entspannt. Zurück an der DAW: Der Mix klingt absolut unausgewogen. Das hätte verhindert werden können.

Nun, ganz so einfach ist es sicherlich nicht und im Zweifel sollte man sich immer auf die erfahrenen und frischen Ohren verlassen. Aber technische Helferlein sind ja nicht dazu da, um die Ohren zu ersetzen (zumindest noch nicht), unterstützen diese beim richtigen Einsatz beim Mixing bzw. Producing.

Was macht eigentlich ein ein FFT-Analyzer, abgesehen von analysieren? FFT steht für Fast Fourier Transform – hier bei Wiki für die ganz Harten zum Nachlesen. Grob gesagt wird das digitale Audiosignal in seine Frequenzbereiche zerlegt, analysiert und für den Menschen übersichtlich in einer Tabelle dargestellt. Die X-Achse (links-rechts) zeigt die Frequenz, die Y-Achse (oben-unten) die Amplitude. Soviel zum Allgemeinen.

Warum nun ausgerechnet der SPAN? Analyzer mit ähnlichem Funktionsumfang gibt es viele, die kostenlosen lassen sich an anderthalb Händen abzählen, nach vielen Jahren in der DAW und Experimenten bin ich aber immer wieder beim Voxengo SPAN gelandet. Er hat nicht nur ein bisschen mehr Funktionsumfang, wie die kostenlose Konkurrenz, und ist in der Grundversion kostenlos, sondern bietet von allen mir bekannten die angenehmste Optik. Man kann ihn lange ansehen, ohne gleich dabei einen Augenkrampf zu bekommen.

Man hat zudem noch Einfluss auf den Analyse-Typ, die Blocksize (Genauigkeit der Analyse) und die Abklingzeit. Voxengo erlaubt dem Nutzer einen Analysebereich zwischen 1 (!) und 20.000 Hertz. Wer höher hinaus will, der muss die Pro Version kaufen. Außerdem kann man noch den unteren und oberen Schwellwert der Anzeige und den Slope (Gefälle bzw. Anstieg des Bass-Treble-Verhältnis) einstellen. Das Metering kann zwischen dBFS auch noch auf 9 andere Modi umgestellt werden, darunter auf K14 und K20. Auch ein zuschaltbares, zweites Spektrum mit anderem Analyse-Typ ist an Bord. Nicht selbstverständlich, aber nice to have: Im SPAN hat man gleich auch noch ein Korrelationsmeter (Phasenlage) und ein Outputmeter.

Ganz nebenbei ist es auch ganz schön, fertige Mixes, die einem besonders gut gefallen, auf die Frequenzanteile zu untersuchen. Einfach die Audiodatei in die DAW legen und von den Helden lernen. Viel Bass und Höhen sind nicht immer die richtige Wahl – auch nicht bei rein elektronischer Musik, auf die gesprochen wird!

Voxengo SPAN steht als VST, VST3, AU und AAX für Mac und Windows in 32 und 64 Bit zur Verfügung.

Download: Voxengo SPAN

Tokyo Dawn Records: Nova

Tokyo Dawn Lab (TDR) hat das Nova von VladG neu aufgelegt und in der üblichen Free-Version und der Gentlemans Edition mit mehr Funktionen veröffentlicht.

Das Nova ist ein paralleler und dynamischer Equalizer. Er bietet neben Low- und Highcut (10 Hz und 40 kHz Grenze) vier parametrische Bänder, je mit Reglern für Frequenz, Filtergüte und Gain, zudem noch die Wahl zwischen High- und Low-Shelf bzw. Bell. Dazu gesellt sich eine Dynamiksektion mit Threshold, Ratio, Gain, Attack und Release – sowohl einmal über die gesamte Frequenzbreite aka. Wideband und einmal pro Band. Dazu gesellt sich ein Regler Make-Up Gain und einer für Dry Mix. Intern rechnet er in zwei Bandbreiten: Eco (100 kHz) und Precise (200 kHz). Wie es sich für einen EQ gehört, ist auch ein Analyzer dabei, der den Input, Output oder das Sidechainsignal anzeigen kann. Das Plug-in arbeitet in Mono, Stereo, M/S Summe, M/S Differenz, Links und Rechts.

Die Gentlemans Edition bietet für 40 Euro ein paar mehr Features: Etwa sind es sechs statt vier EQ-Bänder, High- und Low-Pass unterstützen statt 24dB/Oktave gleich mal 120dB/Oktave, es gibt es Qualitätsmodus Insane (400 kHz Bandbreite) und bietet zwei weitere Knöpfe: EL Trim und EL Bypass. EL steht für Equal Loudness.

Beide Plug-ins stehen als VST, AU und AAX in 32 und 64 Bit zum kostenlosen Download bzw. Kauf bereit. In meinen Augen hat TDR dem VladG Nova ein sehr gutes GUI verpasst und ein weiteres Plug-in im Sortiment, das in der Preisliga (kostenlos!) seinesgleichen sucht. Selbst darüber hinaus.

Download: Nova

Links: Voxengo, Tokyo Dawn Records, Gearnews

FREE PLUGINS: Delay

DER DRITTE TEIL EINER MINI-SERIE ÜBER KOSTENLOSE PLUGINS (MAC). WÖCHENTLICH…

Früher habe ich Delays verteufelt. Nein, einfach nicht verstanden. Gitarristen sagen, dein erstes Pedal ist entweder ein Overdrive oder ein Delay. Ich habe damals einen Tuner und ein Chorus gekauft. War auch vollkommen in Ordnung und der Sound war in Tune und leicht «satter». Nun, einfach gesagt, Delays haben es an sich den Sound durch Verzögerung mit Time und Feedback anzureichern. Je nach Einstellung. Analog oder digital. Ich selbst besitze vier Pedale. Deluxe Memory Man ’90er Version (analog), ElCapistan (analog/digital), Obscura (digital), Flashback 2 (digital). Meine Vorliebe zu den Pedalen ist ganz einfach: Ich sitze am Gerät und spiele. Drehe an Knöpfen und verfremde oder reichere an. Bestenfalls gibt es eine Möglichkeit, ein Preset zu speichern. Oftmals gibt es sie aber nicht. Am Computer ist alles eifacher. Du kannst nichts zerstören im Sinne des Tüftelns. Plugin löschen oder Preset ändern und alles ist, wie es war. Und trotzdem lerne ich persönlich durch die Haptik eines Pedals mehr. Vielleicht stimmt mir hier der Eine oder der Andere mit einem Kopfnicken zu. Aber jedem das Seine…

Valhalla: FreqEcho

Wenigstens ein Delay sollte jeder mit seiner DAW bekommen haben, wenn nicht, ab zum Hersteller und umtauschen. Aber zumeist sind die mitgelieferten Effekte normal und funktionieren für die gängige Musik einwandfrei. Langweilig. Das Freq Echo von Valhalla DSP kann zwar auch normal delayen, aber dafür ist es sicherlich nicht gemacht.

Der Aufbau ist ziemlich einfach: Regler für Mix, Delay, Shift, Feedback, Low und High Cut. Braucht man eigentlich nicht viel zu erklären, wichtig sind vor allem die mittleren Drei, mit denen man maßgeblichen Einfluss auf den Effekt hat. Feedback ist die Länge der abgespielten Delays, Delay die Geschwindigkeit (verhält sich wie bei analogen Delays und lädt zum Krachmachen ein) und mit Shift – dem optisch wichtigstem Regler – hat man Einfluss auf die Frequenzänderung des effektieren Signals. Muss man am besten selbst anhören und austesten.

Der Hersteller beschreibt es mit „body-style frequency shifter + analog echo emulation = skull melting chaos“. Ich glaube, viel mehr braucht man nicht zu sagen. Schaut euch einfach das Video an und holt euch das Plug-in bei ValhallaDSP kostenlos als AU, VST und AAX in 32 bzw. 64 Bit – sogar eine RTAS-Version wird angeboten. Es lohnt sich vor allem für abgedrehte Experimente.

Aber alles schön und gut: Wollt ihr es wirklich Hight-End? ValhallaDelay kaufen!!!

Glitchmachines: Hysteresis

Hier kommt einer meiner Geheimtipps! Die Hysterese ist ein Glich Delay, das darauf abzielt, Roboterartefakte und musikalische Fehlfunktionen zu erzeugen. Grossartig!

Hysterese ist ein vielseitiger Effektprozessor für elektronische Musiker und Sounddesigner. Verarbeite einfach alles von Schlagzeug bis zu Synthesizern, Gitarren, Gesang und Soundeffekten. Er kann nicht nur verzerrte Signalmutationen erzeugen, sondern auch klassische Verzögerungseffekte erzeugen. Ich sage nicht mehr viel dazu. Ganz einfach – Have fun and happy accidents!

Download: Hysterese

Links: Valhalla, Glitchmachines

FREE PLUGINS: Modulation

DER ZWEITE TEIL EINER MINI-SERIE ÜBER KOSTENLOSE PLUGINS (MAC). WÖCHENTLICH…

Der Begriff Modulation (von lat. modulatio = Takt, Rhythmus) beschreibt in der Nachrichtentechnik einen Vorgang, bei dem ein zu übertragendes Nutzsignal (beispielsweise Musik, Sprache, Daten) einen sogenannten Träger verändert (moduliert). Dadurch wird eine hochfrequente Übertragung des niederfrequenten Nutzsignals ermöglicht. Die Modulation bringt viele Vorteile gegenüber einer direkten Übertragung des Nutzsignals. Man kann auf diese Weise sowohl analoge als auch digitale Signale übertragen. Das Modulationsverfahren kann jedoch unabhängig von der Art des Nutzsignals sowohl analog als auch digital sein. Geräte, die sowohl modulieren als auch demodulieren können, werden häufig kurz als Modem (Modulator Demodulator) bezeichnet. Durch Modulation wird ein wesentlich höherfrequenter Träger im Rhythmus der Information verändert und gesendet. Andere Sender machen Vergleichbares mit Trägern jeweils verschiedener Frequenz. Wenn sich diese Frequenzbereiche im Empfänger mit Hilfe von Filtern (Schwingkreisen) voneinander trennen lassen, kann man aus unterschiedlichen Programmen auswählen.

Und so weiter, und so weiter. Danke Wiki!

Prinzipiell weiss jeder, worum es bei Modulationseffekten geht. Jeder, der Musik macht, hat sie bereits 1x benutzt. Doch schauen wir mal hier nach…

Gitarristen verwenden ihre Modulationseffekte direkt nach der Dirtabteilung (Verzerrung). Mögliche Reihenfolge für Gitarreneffekte:
– Effekte, die die Volumen und Dynamik verändern (Kompressor, Transienten-Effekte, etc.)
– Equalizer (vor Verzerrung)
– Verzerrung
– Equalizer (nach Verzerrung)
– Modulationseffekte: Phaser, Chorus
– Tremolo, Volumenpedal, Noise Gate, Auto-Panning
– Delay, Hall, Echo-Effekte

Das ist die standardisierte Reihenfolge des Signalflusses eines Gitarristen. Da ich selbst Bass-Gitarrist bin, halte ich mich mehr oder minder daran. Es ist sinnvoll und ratsam mit der Reihenfolge zu spielen, um neue Möglichkeiten zu erforschen. Happy accidents!

Eine Möglichkeit ist Delay oder Reverb vor die Dirtabteilung zu platzieren. In den 50er und 60er Jahren gab es keine Amps mit Effekt-Einschleifweg, und wer ein Delay für den authentischen Slapback Echo Rock´n´Roll-Sound benutzt hat, der musste das Teil vor den Verstärker schalten. Die Amps waren damals bekanntermaßen nicht mit hohen Zerrgraden gesegnet, daher führte diese Art der Verschaltung zu einem recht dreckigen Sound, zumal manche Echo-Geräte den Pegel angehoben haben und die Amps gerade dadurch erst zu zerren anfingen. Für diese amtlichen Rockabilly-Sounds kann man das Delay oder auch den Hall gerne vor die Zerreinheit schalten, sofern der Zerrsound nicht zu viel Gain im Gepäck hat.

Der Tuner ist natürlich am sinnvollsten am Beginn der Signalkette positioniert, damit er eine optimale Tonerkennung hat und nicht durch irgendwelche modulierten Sounds das falsche Ergebnis anzeigt. Allerdings saugen manche Tuner-Pedale aber auch im ausgeschalteten Zustand einiges an Signal. Wer eine optimale Klangqualität erhalten möchte, der kann einen AB Loop-Schalter benutzen, bei dem das Signal direkt hinter der Gitarre gesplittet wird und dann wahlweise zu den Effekten oder zum Tuner geht. Es gibt aber auch Gitarristen, die ihren guten Tuner erst nach der Dirtabteilung montieren, um beim Einschalten eine verzerrte Klangdruckwelle zu erzeugen. Das ist bei den Stone Rockern und Doomern üblich ;-)

Modulation (Phaser oder Flanger) vor der Amp-Vorstufe (Overdrive) 

Manche Phaser oder auch Flanger-Pedale heben durch ihr Modulationsverhalten den Pegel an. Dadurch kann unter Umständen ein interessanter Zerrsound erzeugt werden, wenn man diese Effekte auch mal vor die Amp-Vorstufe bzw. das Overdrive/Distortion-Pedal schaltet. Hier möchte ich ebenfalls zum Experimentieren auffordern. Alles ist möglich. Es dauert einfach etwas länger, weil die Effekte von Hand abgebaut und wieder montiert werden. Das ist eine sehr schöne Arbeit. Halt langwierig.

Bequem geht es auf dem Rechner, wo man im DAW seine Einheiten hin und herschieben kann. Das geht schnell und erzeugt «on the Fly» Ergebnisse. Ausprobieren!

Kommen wir zu meinen persönlichen Favoriten. Hier werde ich auch ein Tremolo- etc. Plugin mitzählen und aufführen:

Klevgränd: Svep

Die Schweden haben es sich zur Aufgabe gemacht, Plug-ins zu entwickeln, die neben dem Klang den Augenmerk auf die intuitive Bedienung legen. Das Plug-in „Svep“ ist hier keine Ausnahme.

Das Svep kann man grob als Stereo-Modulationseffekt bezeichnen. Die Oberfläche lässt erst einmal kein Plug-in vermuten, wenn man die Firma nicht kennt. Es sieht eben nicht konventionell nach einer nachgebauten Hardware aus, sondern ist eigenständig, schlicht und modern gehalten. Bedient wird es am Computer in der Regel mit der Maus, das klappt aber auch ganz gut.

Man hat mit den zwei Seiten des GUI Einfluss auf den linken und rechten Kanal – entweder separat oder gekoppelt. Die „Form“ in der Mitte ist das Poti. Man verzerrt es nach oben, rechts, unten oder links und verstellt so den Effekt in Richtung Chorus und Phaser, die Form ist dabei der Indikator. Drumherum der Halbkreis ist ebenfalls ein Fader, der sich sehr nach dem Flanger anhört. Hier ist Ausprobieren angesagt, da nichts beschriftet ist. Abgesehen von Mono/Stereo- und Dry/Wet-Fadern.

Das ist auch das, was mir an dem Plug-in sehr viel Spaß macht. Es klingt nicht nur ausgesprochen gut, sondern lädt zum Spielen und Hinhören ein. Allerdings muss man auch sagen, dass die Möglichkeiten nicht wirklich groß sind. Aber für meine Zwecke in eher experimentelleren Settings in der DAW hat es immer gut funktioniert. Außerdem verbraucht es nur verschwindend geringe CPU-Ressourcen. Da haben andere Hersteller bei derartigen Plug-ins schon ganz anderes veröffentlicht!

Klevgränds Svep gibt es als iPad-Version und VST, VST3 und AU für Mac und Windows in 64 Bit. Zum Download geht es hier entlang. Beim Wunschbetrag einfach die Ziffer „0“ eingeben und wahlweise den echten oder Internet-Alter-Ego bei Vor- und Nachname und E-Mail Adresse angeben. Achtung: Diejenigen, die ihre echte E-Mail Adresse angeben, bekommen dann den Newsletter.

TAL Chorus -LX

Der Stereo-Chorus-LX von TAL ist dem Juno-60–Chorus von Roland nachempfunden.  Er verfügt über zwei verschiedene Modi (I und II), die du zusammen oder getrennt anwenden kannst. Mit dem Wet-/Dry-Regler kannst du festlegen, wie viel des Effekts du haben möchtest. Verleihe somit deinem Bass oder Synthesizer ein wenig mehr Schneid und Fülle.

Kompatibel mit Mac OS und Windows (VST/AU/AAX 32 und 64-bit).

Hier kostenlos herunterladen

Pecheneg: Tremolo

Danke, liebe Gearnews.de! Irgendwann bin ich auf die Seite von PenechegFX gelandet. Hier war ich schon mal auf einer anderen Produktseite für ein Plug-in, die zu dem News-Artikel hier führte. Aber damals ist mir nicht aufgefallen, dass die Firma einen extrem potenten Tremolo-Effekt komplett kostenlos anbieten.

Hier ist alles dran, was man ich von einem Tremolo erwarte: Schwingungsform stufenlos von Sinus über Dreieck zu Rechteck, Phasenverschiebung von 0 bis 2Pi, Verschiebung der Symmetrie, Tiefe der Amplitudenschwankung (Depth), Ausgangslautstärke und natürlich ganz wichtig: ein dicker großer Regler für die Geschwindigkeit.

Die kann entweder in Hertz oder in Noten erfolgen, Letzterer wird von der Geschwindigkeit eures Hosts (DAW) vorgegeben und von euch über die Notenlänge verfeinert, Hertz reicht von ca. 0 bis 32. Neben dem üblichen Laut/Leise-Modus gibt es auch noch einen Pan-Mode, der stattdessen das Signal nach links und rechts „pannt“.

Dazu kommt noch ein „Display“ für die Schwingungsform als nettes Gimmick und ein Bypass-Schalter auf dem GUI für alle DAWs, die das nicht von Haus aus anbieten – ja, die gibt es noch.

Pecheneg bietet das Tremolo Plug-in kostenlos als VST und AU für Mac und Windows an. In 32 und 64 Bit. Der Download kostet nicht nur kein Geld, es kostet auch keine persönlichen Daten. Abgesehen von der nicht skalierbaren und von Haus aus etwas zu großen Oberfläche habe ich wirklich gar nichts daran auszusetzen (Uwe, das könntest Du verteufeln!)
Unbedingt unterstützen. Es kostet nichts, Du setzt das Tool ein? Also, etwas Geld spenden!!!

Download: Pecheneng Audio FX

PanCake 2

Zu guter Letzt: der flexibelste Panning-Effekt, der dir in die Hände fallen könnte. Mit dem PanCake 2 kannst du die Kurven deiner Panning-Modulation manuell zeichnen. Außerdem kannst du auch eine nach dem Zufallsprinzip generieren. Das Plugin ist einfach zu bedienen und sehr visuell. Das LFO im PanCake 2 kann mit deiner DAW synchronisiert werden. Du kannst damit hartes Panning vornehmen, um dramatische Effekte zu erzielen. Oder versuch’s mit weichem Panning für subtile Variationen. 

Kompatibel mit Mac OS oder Windows (VST/AU in 32 und 64-bit).
Hier kostenlos herunterladen

Links: Wikipedia, Klevgrand, Pecheneng Audio FX, Gearnews