Was steht in 2023 bei An Moku an?

Dear All! Es ist etwas länger her, dass ich mich mit Neuigkeiten zu meiner Person gemeldet habe. Das ist auch in Ordnung so, denn ich habe im, mit meiner Lebenspartnerin, co-geführten Café mehr als drei Hände voll zu tun, versuche die Diversität in Zürcher Indie-Gastronomie voran zu treiben und jede freie Minute der Musik zu widmen. Wenn ich mich umschaue, sehe ich meine Musiker- und Künstlerfreunde vor Tun nur so sprudeln. Es passiert wahrhaftig viel. Und das ist gut. Kompensieren wir COVID? Sicherlich! Holen wir auf? Sicherlich. Jeder in seinem Tempo, jeder auf seine persönliche Art und Weise. Über die Vielfalt freue ich mich sehr…

So, was steht in 2023 bei An Moku an?

Kurz und knapp: Drei vielfältige Albenveröffentlichungen auf dem Tonträger Kassette.

I. «Fluxus Verve», das erste der drei Konzeptalben für das Jahr. Die Kollaboration mit dem jungen Schweizer Tasten-Romancier Nicolas Streichenberg aka Yes, It’s Ananias erscheint im März auf Kassette. «Fluxus Verve» befasst sich mit der Klangthematik der sphärischen 70er Jahre. Denn die Zeit vergeht nicht, sie kehrt zurück. Ein Fluxus, könnte man sagen? Die Single-Auskopplungen erfolgen im Januar und Februar. Dazu bald mehr…

II. Die Aufnahmen mit meinem langjährigen Kollaborateur Stefan Schmidt sind im Kasten und das Mastering findet derzeit in Stockholm statt. «Raum im Raum» ist der abschliessende Teil der Raum-Trilogie für Karlrecords aus Berlin. Es ist der «intensivste» Teil der Reihe und befasst sich mit der Abstraktion eines möglichen Raumes im möglichen Raum. Doch sind wir am Kern angelangt? Das Release erfolgt im Juni. Ich freue mich bereits auf die thematisierende Fortsetzung mit Karlrecords.

III. Mein Solo-Nachfolger für Puremagnetik aus New York ist fertig. Das Ergebnis ist ein Album, das sich thematisch mit der Bauhaus-Kunstbewegung und dem darauf folgenden Regime auseinandersetzt. So wie der Solo-Vorgänger «Less» Hauntology behandelt, «Fluxus Verve» den Fluxus in sich tragen darf, so ist «An Album with Shapes for a Name» meine Hommage an Bauhaus, ohne das Klischee zu bedienen. Die Veröffentlichung erfolgt im September. Das Mastering wird wieder von Taylor Deupree durchgeführt. Ich freue mich schon sehr darauf!

Und ob es jemals eine Kollaboration mit dem Meister Arovane geben wird, das wissen nur die Sterne. In dem Sinne… ;-)

An Moku – Zwischen den Zeilen. Ein Interview.

Eine Bank im Park nahe der Hochschule der Künste in Bern. Dominik hat Kaffee und Süsses dabei. «Unsere eigene Schokolade bringe ich stets als Geschenk mit», sagt er. Wir reden weiter über Bern, Zürich. Ein Small Talk eben bis wir auf die Musik kommen und beginnen…

Hast Du heute Musik gehört?

Selbstverständlich! Während der Zugfahrt allein hierhin hörte ich Alva Noto und das neulich erschienene «Tides» Re-Release von Arovane. Tolle Sachen!

Wie beschreibst Du deine Musik?

Die schwierigste Frage zu Anfang... Repetitiv, stimmungsvoll und minimiert.

«Stimmungsvoll» wie Musik für gute Laune?

Ich mache keine Musik für gute Laune. Diese Zeiten liegen weit zurück. Die Stimmung ist ein sehr interessantes Werkzeug, mit dem Spannungen erzeugen werden. Ich reibe äusserst gern. Wenn ich selbst bei meiner Musik das Gefühl bekomme, ok, jetzt wird es irgendwie «odd», dann ist es gut. Bestenfalls schlafe ich ein! 

Er lacht.

Wie darf man das verstehen?

Ich denke musikalisch sehr oft in Räumen, Triaden, Unebenheiten mit dem Ziel mich selbst in eine Art Trance zu bringen. Sobald das Gefühl von «Entspannung» eintritt, bin ich happy. Ich weiss zufällig, dass eine Autorin aus Berlin meine Musik rein zur buchhalterischen Zwecken hört und eine Zürcher Wissenschaftlerin ihre Doktorarbeit über Atome zu meinem Livealbum schrieb. «Man kann sich gut konzentrieren dabei», schrieb sie mir. Wiederum eine enge Freundin hört mich, wenn sie bestimmte Farben sehen will. Das ist unglaublich informativ für mich.  Wenn man so will, dient An Moku hier zur Konzentration. Stimmung ist Spannung und Entspannung. Vorausgesetzt man nimmt sich die Zeit und hört hin..

Dominik, wie kam es eigentlich zu deinem Pseudonym «An Moku»?

Ok, da muss ich nachdenken. In den Jahren von 2007- 2014 bereiste ich Japan mit meiner Partnerin fünf Mal. Ich meine während der Reise im Jahre 2010, kam ich, bei einem Gespräch mit unserer Freundin Kana, auf linguistische Unterschiede und generelle Einzigartigkeiten zu sprechen und fragte sie, ob es zufälligerweise in der japanischen Sprache etwas Eigenes für den Begriff «Stille» gebe. Sie kam auf den Begriff «anmoku», der übersetzt für «stillschweigendes Verständnis» steht: Anmoku no ryoukai. Beeindruckt von der Macht des eigenen Wortes skizzierte sie die Schriftzeichen in meinem Notizbuch und ich beliess es bei der aufgezeichneten Trennung: An Moku. 

Dominik nippt am Kaffee…

Parallel und darüber hinaus bereisten wir Island. Acht mal an der Zahl. Reykjavík wurde zum «zweiten Wohnsitz» für eine bestimmte Zeit. Dort machte ich mich ebenfalls mit der einheimischen Kultur vertraut und überlegte das Pseudonym abzulegen oder es zu ändern. Doch die Macht und die Bedeutung des einzigartigen japanischen Wortes liess mich nie los und ich behielt An Moku als Synonym für meinen musikalischen Ausdruck.

Anhand deiner Veröffentlichungen sieht man, dass Du viele Kollaborationen machst.
Was spornt dich an?

Ich bin in diversen Bands aufgewachsen. Das Miteinander-, Aufeinander-Abgestimmt- und das Zusammensein in den Bands hat mich damals vor über 20 Jahren sehr geprägt. Nach meiner Zeit auf den grösseren Bühnen hatte ich jedoch genug davon. Kurz bevor ich in die Schweiz kam, verkaufte ich meine geliebte Ampeg-Bassanlage im Glauben, nie wieder in einer Band spielen zu wollen. Als ich 2018 nach der zweiten langen Unterbrechung mit der Musik wieder anfing, kam langsam das Verlangen nach der alten Zeit wieder hoch und ich vermisste den Austausch. Das Band-Miteinander wurde wieder ein Thema. Doch dann kam COVID und die Karten mischten sich neu. Ich began verstärkt in Kollaborationen zu denken.

Vier Hunde rennen wild an uns vorbei. Wir schauen ihnen hinterher… Lachen.

Für mich persönlich waren die zwei Jahre 2020-22 sehr produktiv. Ich hatte viel Zeit und ich nutzte sie auch mit Anderen. Das Miteinander lebte neu auf und ich genoss den Flow. Viele Zusammenarbeiten fruchteten, wenige gingen nicht auf. Trotz Kompromissen und Charakteren ziehe ich zur Zeit diese Arbeitsweise dem Solo vor.

Wenn Du eine «richtige» Band wieder gründen würdest, welche wäre es?

Gegenwärtig: Russian Circles. Einstürzende Neubauten.

Du hast von zwei langen Unterbrechungen gesprochen? Erzähl davon.

Hmmm. Musikalisch gesehen, befinde ich mich gegenwärtig in meinem dritten Block. Dazwischen passierte sehr viel. Kurzum, angelangt an einem Punkt, verliess ich das «wilde» Bandleben und began im Jahre 2002 in Dortmund direkt für die Musikindustrie zu arbeiten. Abgeworben von der Modeindustrie arbeitete ich die folgenden sechs Jahre im Streatwear-Segment im Management, wo ich auch eine solide kaufmännische Ausbildung genoss. Ich bestand darauf, da ich bis dato ausschliesslich einen Rider voller Auftritte, Praktika im Verlagswesen (ich wollte eigentlich ursprünglich ins Verlagswesen) und ein, für den Rock 'n' Roll, abgebrochenes Literatur-Studium vorzuweisen hatte. Folglich in 2006, auf einer Modemesse in London, lernte ich schliesslich die Frau meines Lebens und kam so, 2008, nach Zürich. Ich began mein Leben neu. Absolvierte eine Marketing-Ausbildung, lernte die Gastronomie kennen und jobbte kurz für paar Schweizer Unternehmen bis mir die Idee eines eigenen Cafés aufkam. 12 Jahre später nach einem drei-jährigen Pop-up in Reykjavík, Torten für die Rolling Stones, einer eigenen Swatch-Uhr und diversen weiteren Meilensteinen ist das kleine, co-geführte «Miyuko» nach wie vor ein Geheimtipp für Schleckermäuler mitten im Getümmel des Zürcher Lebens.

Kurze Pause…

Ende 2012 legte ich aufgrund des florierenden Cafés die Musik eigentlich nieder und verkaufte das Meiste, das den Umzug in die Schweiz überlebte. Natürlich machte ich immer was hier und da, aber das alles ist nicht weiter nennenswert. Einfachheitshalber beginnt mein musikalisches CV mit dem Jahrgang 2018, mit einer Show in Cairo. So gesehen ist An Moku noch ein Start-up und relativ jung. Ich bin jetzt 45 Jahre alt.

Du führst ein Musiklabel unter dem Namen EndTitles. Wie kam es dazu?

Eigentlich rein aus Ballance-Gründen. Ich wollte den Bezug zu Musik nicht verlieren. Zeit fürs Musizieren war nicht da (ich arbeitete damals sieben Tage die Woche bis es mich 2017 gewaltig zusammenklappte), so strebte ich an mit den Musikern in Form vor Veröffentlichungen zusammenzuarbeiten. Nach zwei Veröffentlichungen auf dem Label stand das Pop-up in Reykjavík im Raume und ich legte EndTitles vorerst aufs Eis bis ein Musikerkollege mir Dampf unter den Füssen machte, das Label wieder zu beleben. Ich fand einen Weg für mich die Ballance aus Privat, Leben, Arbeit, Hobby und Freizeit irgendwie zu finden und manage das kleine EndTitles nun im siebten Jahr.

Wie kam es zu dem Whitney Houston Konzert in Hamburg?

Ja, das war eine, der grösseren Bühnenshows, die ich vorhin erwähnte. 1998 lernte ich über einen Bekannten den Singer-Songwriter Daniel D. auf einem Barcley James Harvest Konzert im Backstagebereich in Köln kennen. Ein Jahr später machten wir eine kleine Kennenlern-Tour in Norddeutschland. Ich kam anschliessend nach Hause und bekam Tag darauf einen Anruf von Daniel, Joan Osborne sei als Opening Act für Whitney Houston in Hamburg ausgefallen. Ich solle kommen. 30000 Zuschauer. Ausverkauft. Ich hatte einen richtigen Bammel. Und so wurde ich im zarten Alter von 22 Jahren zu seinem Live-Bassisten. Es folgten Shows auf der Marla Glenn und Joe Cocker Tour etc. Meistens spielten wir als Duet oder mit einem Drummer. Das war eine schöne und intensive Zeit voller finanzieller Ups & Downs.

War das der Grund für deinen «Ausstieg»?

Letztendlich ja. Damals studierte ich tagsüber, jobbte nachts für meinen Unterhalt, absolvierte Praktika, die mich schliesslich zur Musikbranche führten und war die andere Hälfte des Monates on the Road. Wenn ich nicht jobbte, kam nicht genug Geld zusammen. Also musste ich mich nach knapp drei Jahren entscheiden. Das war nicht einfach für mich.

Dokumentierst Du?

Was? Social Media? Das mache ich generell sehr sporadisch, aber heutzutage sicherlich bewusster als damals. Vor über zwanzig Jahren war ja Social Media nicht (oder kaum) vorhanden, somit zählten einzig und allein die gedruckten Medien, Radio, eigene Fotoschnappschüsse und Backstagepässe. Diese waren mir heilig.

Zurück zu Heute. Du lebst in der Schweiz. Wie wichtig ist der Standort für dich?

Ich bin in der Lage von überall aus musikalisch arbeiten zu können. Aber ich bin in Zürich an das Café mit dem Daily Business und der dazu gehörenden Manufaktur in Rümlang gebunden. Dort produzieren wir Süsses in Form von ausgefallenen, bunten Anlasstorten, giessen Glacé oder eben Schokoladen. Süsse Arbeit. So ist es mir nicht möglich grosse, intensive Sprünge zu machen oder auf Tour zu gehen. Die Studiozeit kann ich mir hingegen freier einteilen. Ich akzeptiere das.

Ein weiterer Schluck vom Kaffee…

Die Schweiz ist ein wunderbarer Ort zum Leben. Den musikalischen Fokus verlegte ich allerdings von Anfang an ins Ausland und vernachlässigte die Schweiz. Erst seit vier, fünf Jahren habe ich jedoch das Gefühl es tut sich hier zulande zunehmend etwas in dem Bereich, der mich interessiert. Das Gleiche erlebe ich in der Schweizer Gastronomie. Es fegt ein junger, innovativer Wind. Der Slow Food-Gedanke wird präsenter. Das Handwerk lebt neu auf. 

Was fasziniert dich an dem Handwerk?

Es ist ganz einfach die Grundlage, um kreativ sein zu können. Wer sein Handwerk beherrscht, die Werkzeuge kennt und einzusetzen weiss, der kann auch umdenken und/oder mit wenig Grossartiges schaffen. Das gilt für die Gastronomie genauso wie für die Kunst allgemein.

Hast Du Beispiele für künstlerische Handwerker:innen in der Schweiz?

Pause...

Mit Personen bin ich vorsichtig, da ich mich nicht in der Position sehe zu beurteilen, wer was wie so oder so macht. Aber wenn Du so magst, hier ist ein gegenwärtiges Werk über das Handwerk: «Das kulinarische Erbe der Alpen» von Dominik Flammer und Sylvan Müller. Und visionäre Handwerker:innen: Sandra Knecht und Stefan Wiesner. Beide gehen weit über die Gastro hinaus.

Dominik, wir sind fast am Ende angelangt. Es stehen nur noch wenige Fragen auf dem Blatt.
Bist Du ein Instrumentensammler?

Nein. Oder nur temporär. Dann sortiere ich und lüfte aus. Zurück zu weniger ist mehr.

Was inspiriert dich?

Gute Frage. Definitiv bewegte Bilder, geschriebene Texte, gutes Essen. Menschen. Stille. Vergangenheit. Diffuses Licht. Melancholie. All das. Aber vor allem die Natur. Im August gehen meine Partnerin und ich nach Norwegen oberhalb des Polarkreises. Ich brauche die Weite der Stille. Die ist mir wichtig.

Was ist dir sonst wichtig?

Ich sage es mal andersrum, es ist mir sonst nicht wichtig in den vordersten Reihen zu stehen.

Was steht an?

Ferien und dann Kollaborationen. So, «Fluxus Verve», ein spannendes Projekt mit dem jungen Schweizer Tasten-Romancier Nicolas Streichenberg aka Yes, It's Ananias. Wir sind jetzt auf Labelsuche (TBA). Im Spätsommer starten anschliessend die «Raum im Raum»-Aufnahmen mit Stefan Schmidt. Das ist vorerst der abschliessende Teil unserer Raum-Trilogie für Karlrecords aus Berlin. Ich sehe hier Potenzial für eine mögliche Weiterführung. Und es steht mein Solo-Nachfolger für «Less» an (Puremagnetik, 2021).

Pause...

Ich habe vor paar Jahren zu meiner Partnerin gesagt: Unternehmerisch habe ich mit dem Café paar Ziele. Diese haben wir gemeinsam erreicht. Mit An Moku habe ich nur drei Ziele. Zwei davon habe ich erreicht. Sobald ich das dritte erreiche, kann ich theoretisch mit der Musik wieder aufhören. Das könnte aber noch dauern...

Er lacht.

Aus Lust und Laune heraus äusserte Dominik vor dem Interview die Bitte an mich, das Interview analog aufzuzeichnen! Ich trieb ein altes Aufnahmegerät auf – ein Diktafon und siehe da, es funktioniert. Alte Technik versagt nicht, sage ich. Er lacht. Wir trinken den Kaffee fertig und unser Treffen ist zu Ende. Die Miyuko-Schokolade nehme ich mit. Danke für das Experiment. – H. V.

Sound and Silence – Zwischenraum

Le duo An Moku et Stefan Schmidt continue sur la lancée de leur trilogie initiée par Raum, avec le deuxième volet Zwischenraum, odyssée hypnotique dans des textures mouvantes, secouées d’énergie cuivrée, aux forces voraces.

L’ambiance générale continue d’intriguer et de secouer nos neurones, avec ses magmas de matières en ébullition, ses field recordings sous-jacents et son faux minimalisme collé à des plaques tectoniques, évoluant dans des profondeurs abstraites aux allures de trou noir.

Ici, l’univers est un reflet du vide et de sa puissance d’absortion, celui qui envoûte et effraye en même temps, matière sonore à l’immatérialité concrète, juxtaposition de contraires et de chaos.

Les nappes s’épaississent pour tournoyer en nuages menaçants, Nature à la force titanesque et au calme effrayant, amas de grésillements et de stridences suspendus au dessus de mondes sombres en attente de nos âmes défaillantes. Hypnotique.

– Roland Torres

ZwischenRaum

the 2nd chapter “zwischenraum”of the “raum“-trilogy by dominik grenzler aka an moku and stefan schmidt. finely crafted ambient / soundscapes using stringed instruments, synthesizer, electronics and field recordings. 

when dominik grenzler aka an moku, a sound artist and bass player based in zurich, approached stefan schmidt (guitarist, composer and improviser from baden-baden) with the idea of collaborating, it turned out the initial spark for a fruitful process and artistic exchange. within just a couple of weeks they not only managed to craft “raum” (the german word for room / space), the duo also realized there was still a plethora of ideas to explore and that this first album wouldn’t be their last – rather, they conceived a full “raum”-trilogy, named after and inspired by a sentence grenzler had read in david foster wallace’s unconventional bestseller novel “infinite jest”: “die echte welt ist nur ein raum.” (“the real world is just a room.”). 

on “zwischenraum”, grenzler and schmidt continue their sonic trip into abstract voids, crafted by finely processed sounds of different origins like cello, field recordings and a vast array of electronic equipment. From the opener “yama” with its indian drone to the closer “sediment” the atmosphere is dark and alien, with references to hauntology and musique concrète, and yet organic, even harmonic. The future may be bleak, but there is still life. 

All tracks composed and produced by An Moku and Stefan Schmidt
Recorded in February 2021 with field recordings, acoustic and electronic instruments
Double Bass by Adriano Orrù on Schwere See
Mastering by Weldroid
Cover Artwork by Stefan Schmidt

www.anmoku.net
www.musicforoverexposedcelluloid.com
www.adrianoorru.com
www.weldroid.net
www.karlrecords.net

SFAIRA

Today an exciting album was released on my EndTitles label: SFAIRA by Tilman Ehrhorn (aka WERKEN). As explained in my last collective message to you, this release is one of the cornerstones of this year. I think that working closely with Tilman last late summer turned an album into a little masterpiece. Personally, I already consider it one of the musical highlights of 2022. I hope you like it too!

SFAIRA is available at a reduced price for the next two weeks. My Bandcamp subscribers get it for free, of course. In the coming days I will write an email to each of you personally.

Thank you and enjoy listening!

https://shopendtitles.bandcamp.com/album/sfaira

A little glimpse into the near future

Privately, I am living and working in Zurich, where I co-own a café with an artisan cake bakery section since 2010 known as Miyuko. At the beginning of January we moved the café to a new location. I see how beautiful and intense everything is coming. Despite everything, in addition to my public and private life, I try to invest as much time as possible in music. That is my balance to daily business. Due to a lack of time, I decided against the Sound Design course I was aiming for at the Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). My focus this year is definitely more concentrated than last year and I’m approaching the year more relaxed than ever! But let’s get to the cornerstones of 2022:

On the 21st of this month, Tilman Ehrhorn‘s (aka WERKEN) new album will be released, in which I was involved. The piece “Sfaira” was released as a little foretaste in January and Tilman’s album “SFAIRA” appears on my micro label EndTitles alongside other subsequent releases by exciting artists such as Daniel Barbiero (Double Bass/Electronics) or Stefan Schmidt (Fretless Bass).

«ZwischenRaum» – The second part of the Raum trilogy with Stefan Schmidt will be released in May on the well-curated Berlin based record label Karlrecords as a limited edition cassette.

And finally the successor to “Less” is also planned for the end of the year. Again on the wonderful Puremagnetik from New York. Thanks for your patience Micah…

And as much time as I can spare, I will use it for encounters like the one next week… and perhaps a few concerts.

Thank you for accompanying me. I thank you from the heart.

Day full of meetings or how to spend a day off

The best way to spend a day off is to relax. Of cause! Or to talk. Or to take a walk. Or whatever you prefer, haha. I made some calls and talked the whole long day about the future of music, the gap between hardware and software, upcoming releases, collaborations and diy instruments.
So there will be quite some news following up.

Thank you and cheers:
Uwe Zahn (aka Arovane)
Tilman Ehrhorn (aka Werken)
Peter Schwieger (aka Stan Pete)
Stefan Schmidt

Microdemystification

Dear Listener, Musician, Fan!

My new album «Microdemystification» is out. This is my third and last release in 2021.
3rd release on a cassette as well. Crazy! Microdemystification is a collaboration album with Blakmoth.

“My initial recording session started in May. I recorded 14 tracks in total and sent them to Blakmoth. After receiving his contribution, I started figuring out which tracks go best in terms of a release. Knowing that during the recording process Blakmoth bought a Strega (synth by Make Noise) I decided to stay with his new Strega-tique tone. This felt right for the project and I liked what I heard very much. Finally, I made up my mind and finished the album during my stay in mystical Ireland. Microdemystification was born. What I hear out of our work is a beautiful synergy. Melted sounds. Intense texture. A microdemystification. On behalf of us both: A big thank you to the cover designer, mastering engineer and the label. And of cause to you dear listener for taking your time. Do not be in a hurry!“ – An Moku 

“When it comes to ambient music I often think about it as a destination. A sacred space filled with texture, emotion and atmosphere. All of these things I found while listening to the music by An Moku, a collaborative album was a must. Our approach to creativity was a perfect amalgamation of styles that ebbed and flowed masterfully. I felt Microdemystification should be synergetic. I did not want to overpower the beautiful work An Moku sent over that I felt could stand alone as it’s own release. So the goal was to ensure a balance of both our sounds could be heard and felt. In my eyes Microdemystification is a beautiful masterpiece that I hope you enjoy.” – Blakmoth  

credits:

DIODRONE 089 
Thanks to Nàresh Ran 

Music by An Moku & Blakmoth 
Concept by An Moku 
Album Cover by Juan TRakO 
Design by Sara Hochuli 
Mastering by Benfay 

Recorded in May, finished in August of 2021 

You can support the label, Dio Drone and buy the cassette directly here: 
diodrone.bandcamp.com/album/microdemystification

Or buy me a piece of a cheesecake! The digital version of Microdemystification is «Name your price». Thank you for your support and enjoy this dark album for dark November days ;-)

->  anmoku.bandcamp.com/album/microdemystification

All you need is… Sounds for your ears! – Pt. 3

Kurzerhand beschloss ich weiterhin in der musikalischen Schweiz zu bleiben. Mein heutiger Fokus liegt auf Live-Musikern. Während es draussen regnet, tönt es wundervoll in meinem Raum. Vielleicht nehmt ihr euch auch die Zeit und entdeckt spannende, neue Künstler. Ich kann’s nur empfehlen. Wie immer sieben an der Zahl und zum Schluss wartet ein Give-Away auf euch. Freut euch drauf :-)

Der Rahmen: «Sounds for your ears!» bringt vor allem kurze Empfehlungen über neue aber auch vergangene Veröffentlichungen auf Bandcamp. Die Anzahl pro Episode ist auf eine runde sieben beschränkt. Ich führe nur auf, was mir persönlich gefällt.

Sounds for your ears! – Pt. 3

Den Beginn macht Lana Kostic aka Lakiko aus Luzern. Eine Sängerin, Cellistin und Live-Looperin. Gegenwärtig arbeitet sie auf Hochtouren an ihrem ersten Album. Live ist Lakiko ein Erlebnis :-)
lakikomusic.com


Ich bin ein Fan von der klassisch ausgebildeten Pianistin Simone Keller aus Zürich. Neulich schrieb sie mir: «Ich habe ein total ambivalentes Verhältnis zu Aufnahmen und bin eigentlich vor allem Live-Musikerin. Das physische Auspowern aus dem Moment heraus liegt mir viel mehr, als das Perfektionieren im Studio, das ich an Deinen Arbeiten so faszinierend finde.» Simone ist sehr umtrieben und macht sehr viel. Theatralisch gross und ein Muss. Zu hören eine Aufnahme mit vier Klavieren…
Simone Keller


Der, aus dem Tessin stammende, Joel Gilardini ist wahrscheinlich der Schweizer Live-Ambient-Guitarist. Ich persönlich kenne keinen Anderen, der für mich samt Hingabe heraussticht. Er ist düster. Er ist experimentell. Er spielt «fast» jeden Montag im Rahmen des Nik Bärtsch-Ronin im Zürcher Exil-Club. Sein Werkzeug ist eine handgefertigte, italienische Baritone-Gitarre und eine Handvoll Pedale.
Webpage


Ein hochrangiges Teammitglied der Montag-Ronin-Reihe ist der Blechbläserinstrumentalist Stefan Haslebacher aka Sha aus Bern. Hier Solo. Hört hin. Grossartig.
Bandcamp


Kommen wir zum Chef der Ronin-Bande und dem Exil-Club-Betreiber: Nik Bärtsch. Ausgebildeter Jazz-Pianist, der sich vor allem hypnotischer Repetition verschrieben hat und in seinen Modulen arbeitet. Ich sage nur: Montags!!! Nik ist unumstritten eine Bereicherung für die internationale Schweizer Musikszene und wie ich meine, mit seiner seit Jahren andauernden Montagsreihe, Anwärter für den Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde (korrigiert mich, falls ich hier falsch liege).
Nik Bärtsch


Weiter unten in Tessin treibt Patrizio Maranza aka Myalo sein Unwesen. Ich bin auf ihn aufmerksam geworden, als Patrizio mich anschrieb und um eine Folge für seine Podcast-Serie auf Soundcloud bat. Ich sagte, klar und 1.5 Jahre später kam ich mit «Coffee time with friends». Zuletzt auf dem Les Digitales-Festival. Ruhige Musik. Nichts für Schnelle!
Soundcloud-Reihe


Den Schluss macht heute Martina Berther aus Zürich. Sie ist wie ich Bassistin und eigentlich wollten wir uns mal musikalisch treffen… Martina ist grossartig. Leider habe ich auf Bandcamp nur diesen Beitrag von ihr gefunden. Sonst einfach u.a. bei Sophie Hunger auf die Bühne schauen ;-)
Martina Berther


Give-Away

Ich verabschiede mich mit einer kleinen Überraschung für euch: Manon Schlittler aka Nebno, die ich beim letzten Mal vorgestellt habe, verschenkt 10x ihr wunderbares Album: Streams. Und nebenbei, das Neue «Low Skies» ist gerade erschienen. Nicht vergessen, beim Download «Add to my collection» anklicken!


https://nebno.bandcamp.com/yum

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Greift zu und viel Spass. Danke fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal bei «Sound for your ears!» – Pt. 4

All you need is… Sounds for your ears! – Pt. 2

Unsere Jobs fordern uns. Manche mehr, manche weniger. Ich persönlich freue mich stets auf eine kleine Auszeit im Sessel, schwer niedergelassen, auf einer Entdeckungsreise mit neuem und alten Sound. Es gibt so viel zu entdecken. Mit dieser Ausgabe lege ich den Focus auf meine Heimat, die Schweiz. Vielleicht nehmt ihr euch die Zeit und entdeckt spannende, neue Künstler. Wie immer sieben an der Zahl :-)

Auf meinen Seitenhieb bezüglich YouTube in der vorigen Ausgabe bin ich tatsächlich nochmals privat angeschrieben worden. Seht, Videos zu produzieren, ist für mich super aufwändig. Ich werde sicherlich hier und da was machen, jedoch keinem roten Faden folgend.

Also genug jetzt, tauchen wir ein… und zum Schluss der heutigen Sieben wartet ein kleines Give-Away auf euch, ab jetzt mit dieser Episode folglich obligatorisch. Freut euch drauf :-)

Der Rahmen: «Sounds for your ears!» bringt vor allem kurze Empfehlungen über neue aber auch vergangene Veröffentlichungen auf Bandcamp. Die Anzahl pro Episode ist auf eine runde sieben beschränkt. Ich führe nur auf, was mir persönlich gefällt.

Sounds for your ears! – Pt. 2

Den Beginn macht mein Fav, Manon Schlittler aka Nebno aus Zürich, die ich musikalisch sehr zu schätzen gelernt habe. Sie und ihr Freund besuchen mich ab und zu im Café und erst vor kurzen haben wir uns vertieft. Neben unser gemeinsamen Passion für Island, teilen wir eine Liebe für elektronische Musik. Ich bin wirklich entzückt! Falls jemand von euch Island nich nicht bereist haben sollte, so lehne dich nun zurück und schliesse deine Augen: So könnte Island sein/klingen/aussehen. Am 22. Oktober veröffentlicht Nebno ihr zweites Studioalbum. Meine Schweizer Damen, generell bitte mehr von euch hier und jetzt mit Sound.
nebno.ch


Wenn ich an weibliche Schweizer Acts denke, kommen mir Sophie Hunger, Big Zis oder Nadja Zela in den Sinn. Aber es gibt noch drei weitere starke Frauen. Die erste davon: Mara Miccichè aka IOKOI aus Zürich. Theatralisch gross!
iokoi.net
maramicciche.net


Noémi Büchi aus Zürich kommt stark und ich freue mich auf ihre künftigen Projekte.
noemibuchi.ch


Die schweizer-kanadische Musikerin Barbara Lehnhoff aka Camilla Sparksss ist meine neuste Entdeckung. Sie ist «the new princess of the dark experimental electronic music».
camillasparksss.com


Kommen wir zu den Männern. Hier werde ich künftig mehr aufführen können. Aber fangen wir erstmal an: Silvio Brügger aka Ringhof aus Bern habe ich neulich live gesehen. Hier halte ich ein Fähnchen hoch und rufe aus: Yes!
ringhof.info


Zimoun aus Bern ist wahrscheinlich der bekannteste zeitgenössische Schweizer Künstler (aus meiner Sicht) mit weltweiten Ausstellungen. Eine äusserst spannende und vielseitige Persönlichkeit.
zimoun.net
leerraum.net


Den Schluss macht heute Ralph Steinbrüchel aka Steinbrüchel. Momentan ist es musikalisch ruhig um ihn. Seit seinem letzten Konzert im Rahmen des EndTitles.Kitchen.Lab im Kulturfolger führt Ralph gegenwärtig ein Buch-Popup in Zürich. Viel Vergnügen…
steinbruchel.bandcamp.com


Give-Away

Generell, schreibt mir bitte, wenn ihr weitere Empfehlungen habt. Vor allem, was Frauen in der Szene angeht. Ich bin immer dankbar. Nach all dem wundervollen Sound gibt es noch eine kleine Überraschung für euch: Iann Troalen aka Music Moleculaire verschenkt zehn Downloadcodes für…


https://musiquemoleculaire.bandcamp.com/yum

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huhe-6pv8
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nh34-x6av
lexj-eyf8
q8c6-33jn
gus2-w49e
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Greift zu und viel Spass. Danke fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal bei «Sound for your ears!» – Pt. 3