Review by Headphone Commute

In yesterday’s Out Today column for November 6th, I briefly mentioned a new record by An Moku & Stijn Hüwels, but I actually meant to write a little more about it. As you can see from that very small sampling of music coming out these days, it is absolutely impossible for me to listen to every single album, let alone cover each one in detail. And so the best float to the top. Speaking of floating – it is precisely the feeling I get when playing through this gorgeous half-an-hour piece [in fact, it is often left on repeat, to play for an hour, and sometimes for two]. James Murray‘s newly launched Lifelines digital series of releases has graced us with music, with art, and with words, most recently appearing on these pages with Mathieu Karsenti‘s Downstream Blue EP. And yet this new collaboration between Dominik Grenzler[that’s An Moku’s real name] and Stijn Hüwels is something else entirely. Born out of the exchange of ideas [yes, during this lockdown], Where We Meet is a magnificent exploration of texture and tone, often approaching the spiritual, the angelic, and the divine. Microfibers of elemental particles sparkle and drift through the marvelous ambiance of abundant reverb, expanding harmonics, and minimal piano [?] notes. This atmosphere continuously evolves and moves and whispers, like an early morning mist, spreading substance through vapor and breeze. “Here, on the duo’s first collaboration together, carefully weighted melodic gestures and micro-textured sound design merge effortlessly with long-form, widescreen ambient drone, resulting in a dreamy and beautifully judged display of integrity and restraint.” It’s a gem of a track, even as a single release for the series.  And it’s only enhanced by the art from June Murray and the mastering touch by Ian Hawgood on his analog gear. Give this a play, and I’m sure you’ll be looping this track all through the winter. Lots of encouragement from my side for a full-length release!

https://headphonecommute.com/2020/11/11/an-moku-stijn-huwels-christopher-bissonnette-pinkcourtesyphone-and-the-ideal-setback/

Free Plugins: Klanghelm!

Der erste Teil einer Mini-Serie über kostenlose Plugins (Mac). Wöchentlich…

Klanghelm? Ich dachte, ich habe den Namen falsch gehört, als Uwe Zahn aka Arovane mir die sympathische Kleinstschiede vorstellte. Ja, Klanghelm! OK.

Klanghelm MJUC jr. & MJUC

Abolut genial! Vom MJUC gibt es eine kostenlose Version: den MJUC Jr., die abgespeckte Version des Variable-Mu Kompressors.

Der Unterschied ist, dass die Junior-Version nicht wie der große Bruder mehrere Versionen bzw. Grundsounds unterstützt, sondern ein Mix aus Version 1 und 2 ist. Er kann etwas, was die Bezahlversion nicht hat. Die Kompression ist sehr weich und natürlich, klingt aber trotzdem nicht so neutral wie der DC8C, sondern färbt in Richtung der 60er und fügt angenehme Obertöne hinzu. Die Bedienung ist dabei super einfach, Ein Regler für die Kompressionsstufe, einer für Make-Up Gain und ein Attack/Release-Hebel mit drei festgesetzten Stufen Fast/Fast, Slow/Slow und Fast/Automatic. In der Mitte natürlich noch das VU-Meter (Gain Reduction oder Output Anzeige). That’s it.

Klanghelm MJUC jr. gibt es als VST, AU, RTAS und AAX für OSX und Windows in 32 und 64 Bit und ist kostenlos. Unter den färbenden Kompressoren definitiv mein für fast jede DAW erhältlicher Freeware-Liebling. Leider gibt’s keine wirklich guten Videos auf Youtube aber probiert es einfach selbst aus.

Mehr Infos und Download: Klanghelm MJUC jr.

Tony Frenzels Plugin-Sortiment umfasst drei kostenlose und vier kostenpflichtige Plugins – und keines ist teurer als 24 Euro. Hier der MJUC Variable-Tube Compressor.

Und wo Compressor, Variable und Tube in einer Produktbezeichnung vorkommen, ist eigentlich jedem klar, dass es sich nur um einen Variable-Mu handeln kann. Da dieser Name allerdings von Manley geschützt ist, muss es halt bei anderen Firmen anders heißen. Was die Buchstabenfolgen von Tony Frenzels Werken wie SDRR, DC8C, MJUC oder IVGI bezeichnet, weiß ich bis heute nicht komplett. Klar, einzelne Buchstaben sind klar, aber ein griffigerer Name wäre hier sicherlich für viele angenehmer.

Aber zurück zum neuen MJUC – dem Variable-Mu Röhrenkompressor. Neu ist an dem Plugin ist das neue Framework im Hintergrund, das neue Features wie GUI vergrößern, A/B Modus, Tooltips und wichtige Funktionen wie Speichern, Laden, Kopieren und Einfügen von Presets in einem Plattformunabhängigem Browser erlaubt.

Der MJUC bietet aber nicht nur ein Compressor-Modell, sondern gleich drei verschiedene Röhrenkompressoren aus verschiedenen Äras. Das MK1 klingt wie eine ganz frühe Version aus den 50ern mit einer natürlichen Färbung des Klangs. Durch vier Kompressionsstufen soll er besonders dicht klingen. Neben Compress und Make-up Gain hat man über zwei weitere Regler in diesem Modell noch Einfluss auf das Timing und den Modus (Comp oder Limit).

MK2 geht eher in die 175 und 176 Richtung, den Röhrengeschwistern des 1176 aus den 60ern. Die Ratio ist in vier Stufen (2, 4, 8 und Lim) verstellbar und man kann eine zweite Kompressionsstufe durch den Density-Schalter dazuschalten, die auch geringere Noise und Verzerrung zur Folge hat. Klanghelm selbst betitelt das Modell als „weniger Jazz, mehr Rock’n’Roll“. Statt der Timing und Mode Regler sind hier Attack und Recovery „verbaut“.

Das letzte Modell ist, wie sollte es auch anders sein, das MK3. Hier wird der Klang am wenigsten eingefärbt, fast verzerrungsfrei und es geht in die moderne HiFi Richtung. Das alles funktioniert nur durch die intern gegeneinander arbeitenden Variable-Mu Stufen. Attack und Punch sollen in Richtung SSL G-Series gehen. Als Regler stehen hier zusätzlich zu Compress und Make-Up wieder Attack und Recovery zur Verfügung. Zusätzlich gibt es Schalter für Density, High Ratio, Stage und Punch in vier Stufen.

Unterhalb aller drei Modelle lässt sich noch eine weitere Leiste mit vier immer gleichen Reglern ausklappen: Timbre (Dark bis HiFi), Drive (Saturation), SCF (SideChain High Pass Filter) und Mix (Dry/Wet). Außerdem lassen sich noch global Funktionen wie Auto-Gain (Achtung, arbeitet nicht automatisch mit dem Make-Up Regler zusammen), HQ-Modus (Oversampling) und Kalibrierung (Referenz-Level für VU-Meter und Signalweg). Im VU-Meter lassen sich weiterhin der Channel-Modus zwischen Mono, Dual Mono und Stereo und der VU-Modus zwischen Gain-Reduction, In, Out und Out-In umstellen.

Ein ziemlicher Batzen an Funktion und Klängen. Ich habe mir die Lizenz bereits gekauft, weil ich einfach wissen wollte, wie er sich anfühlt. Und ich kann sagen: Tony hat ganze Arbeit geleistet. Für 24 Euro als Einführungspreis ist das im Vergleich zu anderen Plugin-Herstellern fast schon ein Wunder, was man dafür alles bekommt. Wer nicht bereit ist, das Geld auszugeben, ohne eine Demo getestet zu haben, der wird quasi enttäuscht. Es gibt keine Demo. Dafür aber eine kleine, kostenlose Version namens MJUC jr. – ein Mix aus MK1 und MK2 des MJUC.

Klanghelm IVGI Saturation & Distortion

Klanghelm selbst beschreibt den IVGI als Saturation und Distortion Plug-in und er klingt so ähnlich wie der Desk Modus im SDRR, dem kostenpflichtigen großem Bruder. Wie der SDRR, reagiert der IVGI auf das Input-Signal dynamisch, aber er ist viel simpler aufgebaut. Vier Haupt-Potis steuern fast alles: Drive und Output brauche ich sicherlich nicht zu erklären. Asym Mix regelt die symmetrische Sättigung (links: symmetrisch und komprimierend, rechts: asymmetrisch und transparenter), der Response-Regler ist eine Art Filter: LF hebt die Bässe an und senkt ein wenig die Höhen ab. HF hebt die Höhen an, klingt in Richtung Bandsättigung und soll auch ein bisschen De-Essen – ich würde aber nicht als De-Esser empfehlen. Die Mittelstellung verändert nichts am Signal.

Dazu kommen noch die üblichen Funktionen bei Klanghelm Plug-ins: Input-Trim (und Boost), VU-Meter mit den Modi In, Out und In-Out (lässt sich mit einem Klick auch deaktivieren) und einem Crosstalk-Regler, der bei Stereo-Signalen auf die jeweils andere Spur übersprechen lässt. Bei mir bleibt der in allen Fällen auf Nullstellung, aber manche mögen so etwas.

Gerade auf dem Master-Buss ist IVGI eine richtig schöne Ergänzung, um dem Signal ein bisschen mehr Charakter zu verleihen und es zu verdicken. Techniker würden wohl „Glue“ dazu sagen. Im Gegensatz zu reinen Buss-Effekten kann er eben noch ein bisschen mehr verzerren, was ihm den Zusatz Distortion eingebracht hat. Parallel auf einzelnen Drum- und Vocal-Spuren richtig lecker.

Klanghelm macht süchtig! Somit unbedingt ausprobieren. Kaufen!!! Ich persönlich besitze die Vollverionen von MJUC und SDRR. Die beiden sind im Team unschlagbar. Generell klanglich super und preislich mehr als sympathisch. Danke Uwe :-)

Links: Klanghelm, Gearnews, EndTitles meets Arovane…