Free Plugins: Klanghelm!

Der erste Teil einer Mini-Serie über kostenlose Plugins (Mac). Wöchentlich…

Klanghelm? Ich dachte, ich habe den Namen falsch gehört, als Uwe Zahn aka Arovane mir die sympathische Kleinstschiede vorstellte. Ja, Klanghelm! OK.

Klanghelm MJUC jr. & MJUC

Abolut genial! Vom MJUC gibt es eine kostenlose Version: den MJUC Jr., die abgespeckte Version des Variable-Mu Kompressors.

Der Unterschied ist, dass die Junior-Version nicht wie der große Bruder mehrere Versionen bzw. Grundsounds unterstützt, sondern ein Mix aus Version 1 und 2 ist. Er kann etwas, was die Bezahlversion nicht hat. Die Kompression ist sehr weich und natürlich, klingt aber trotzdem nicht so neutral wie der DC8C, sondern färbt in Richtung der 60er und fügt angenehme Obertöne hinzu. Die Bedienung ist dabei super einfach, Ein Regler für die Kompressionsstufe, einer für Make-Up Gain und ein Attack/Release-Hebel mit drei festgesetzten Stufen Fast/Fast, Slow/Slow und Fast/Automatic. In der Mitte natürlich noch das VU-Meter (Gain Reduction oder Output Anzeige). That’s it.

Klanghelm MJUC jr. gibt es als VST, AU, RTAS und AAX für OSX und Windows in 32 und 64 Bit und ist kostenlos. Unter den färbenden Kompressoren definitiv mein für fast jede DAW erhältlicher Freeware-Liebling. Leider gibt’s keine wirklich guten Videos auf Youtube aber probiert es einfach selbst aus.

Mehr Infos und Download: Klanghelm MJUC jr.

Tony Frenzels Plugin-Sortiment umfasst drei kostenlose und vier kostenpflichtige Plugins – und keines ist teurer als 24 Euro. Hier der MJUC Variable-Tube Compressor.

Und wo Compressor, Variable und Tube in einer Produktbezeichnung vorkommen, ist eigentlich jedem klar, dass es sich nur um einen Variable-Mu handeln kann. Da dieser Name allerdings von Manley geschützt ist, muss es halt bei anderen Firmen anders heißen. Was die Buchstabenfolgen von Tony Frenzels Werken wie SDRR, DC8C, MJUC oder IVGI bezeichnet, weiß ich bis heute nicht komplett. Klar, einzelne Buchstaben sind klar, aber ein griffigerer Name wäre hier sicherlich für viele angenehmer.

Aber zurück zum neuen MJUC – dem Variable-Mu Röhrenkompressor. Neu ist an dem Plugin ist das neue Framework im Hintergrund, das neue Features wie GUI vergrößern, A/B Modus, Tooltips und wichtige Funktionen wie Speichern, Laden, Kopieren und Einfügen von Presets in einem Plattformunabhängigem Browser erlaubt.

Der MJUC bietet aber nicht nur ein Compressor-Modell, sondern gleich drei verschiedene Röhrenkompressoren aus verschiedenen Äras. Das MK1 klingt wie eine ganz frühe Version aus den 50ern mit einer natürlichen Färbung des Klangs. Durch vier Kompressionsstufen soll er besonders dicht klingen. Neben Compress und Make-up Gain hat man über zwei weitere Regler in diesem Modell noch Einfluss auf das Timing und den Modus (Comp oder Limit).

MK2 geht eher in die 175 und 176 Richtung, den Röhrengeschwistern des 1176 aus den 60ern. Die Ratio ist in vier Stufen (2, 4, 8 und Lim) verstellbar und man kann eine zweite Kompressionsstufe durch den Density-Schalter dazuschalten, die auch geringere Noise und Verzerrung zur Folge hat. Klanghelm selbst betitelt das Modell als „weniger Jazz, mehr Rock’n’Roll“. Statt der Timing und Mode Regler sind hier Attack und Recovery „verbaut“.

Das letzte Modell ist, wie sollte es auch anders sein, das MK3. Hier wird der Klang am wenigsten eingefärbt, fast verzerrungsfrei und es geht in die moderne HiFi Richtung. Das alles funktioniert nur durch die intern gegeneinander arbeitenden Variable-Mu Stufen. Attack und Punch sollen in Richtung SSL G-Series gehen. Als Regler stehen hier zusätzlich zu Compress und Make-Up wieder Attack und Recovery zur Verfügung. Zusätzlich gibt es Schalter für Density, High Ratio, Stage und Punch in vier Stufen.

Unterhalb aller drei Modelle lässt sich noch eine weitere Leiste mit vier immer gleichen Reglern ausklappen: Timbre (Dark bis HiFi), Drive (Saturation), SCF (SideChain High Pass Filter) und Mix (Dry/Wet). Außerdem lassen sich noch global Funktionen wie Auto-Gain (Achtung, arbeitet nicht automatisch mit dem Make-Up Regler zusammen), HQ-Modus (Oversampling) und Kalibrierung (Referenz-Level für VU-Meter und Signalweg). Im VU-Meter lassen sich weiterhin der Channel-Modus zwischen Mono, Dual Mono und Stereo und der VU-Modus zwischen Gain-Reduction, In, Out und Out-In umstellen.

Ein ziemlicher Batzen an Funktion und Klängen. Ich habe mir die Lizenz bereits gekauft, weil ich einfach wissen wollte, wie er sich anfühlt. Und ich kann sagen: Tony hat ganze Arbeit geleistet. Für 24 Euro als Einführungspreis ist das im Vergleich zu anderen Plugin-Herstellern fast schon ein Wunder, was man dafür alles bekommt. Wer nicht bereit ist, das Geld auszugeben, ohne eine Demo getestet zu haben, der wird quasi enttäuscht. Es gibt keine Demo. Dafür aber eine kleine, kostenlose Version namens MJUC jr. – ein Mix aus MK1 und MK2 des MJUC.

Klanghelm IVGI Saturation & Distortion

Klanghelm selbst beschreibt den IVGI als Saturation und Distortion Plug-in und er klingt so ähnlich wie der Desk Modus im SDRR, dem kostenpflichtigen großem Bruder. Wie der SDRR, reagiert der IVGI auf das Input-Signal dynamisch, aber er ist viel simpler aufgebaut. Vier Haupt-Potis steuern fast alles: Drive und Output brauche ich sicherlich nicht zu erklären. Asym Mix regelt die symmetrische Sättigung (links: symmetrisch und komprimierend, rechts: asymmetrisch und transparenter), der Response-Regler ist eine Art Filter: LF hebt die Bässe an und senkt ein wenig die Höhen ab. HF hebt die Höhen an, klingt in Richtung Bandsättigung und soll auch ein bisschen De-Essen – ich würde aber nicht als De-Esser empfehlen. Die Mittelstellung verändert nichts am Signal.

Dazu kommen noch die üblichen Funktionen bei Klanghelm Plug-ins: Input-Trim (und Boost), VU-Meter mit den Modi In, Out und In-Out (lässt sich mit einem Klick auch deaktivieren) und einem Crosstalk-Regler, der bei Stereo-Signalen auf die jeweils andere Spur übersprechen lässt. Bei mir bleibt der in allen Fällen auf Nullstellung, aber manche mögen so etwas.

Gerade auf dem Master-Buss ist IVGI eine richtig schöne Ergänzung, um dem Signal ein bisschen mehr Charakter zu verleihen und es zu verdicken. Techniker würden wohl „Glue“ dazu sagen. Im Gegensatz zu reinen Buss-Effekten kann er eben noch ein bisschen mehr verzerren, was ihm den Zusatz Distortion eingebracht hat. Parallel auf einzelnen Drum- und Vocal-Spuren richtig lecker.

Klanghelm macht süchtig! Somit unbedingt ausprobieren. Kaufen!!! Ich persönlich besitze die Vollverionen von MJUC und SDRR. Die beiden sind im Team unschlagbar. Generell klanglich super und preislich mehr als sympathisch. Danke Uwe :-)

Links: Klanghelm, Gearnews, EndTitles meets Arovane…

Packaging «Passage» with passion ;-)

EndTitles is all about passion to music and love to the special and unusual. With this ideal I thought of making something extraordinary with the physical release of Wilhelm’s «Passage». Wilhelm’s music needs approach. I used to listen «Passage» several times before I came up with an idea. I have to thank to Mr. Arovane for inspiring me during our chat at his studio. After a week or two I just thought: Wow! The physical release needs to be simple and useful and eco-friendly as far as possible. So I came up with the USB flash drive for all the heavy 24bit files made of recycling paper. I thought this might be quite unique and did it. After testing it for some time, the device worked smoothly. Now the final product is made with love and packaged with passion. My girlfriend sewed while I was putting all things together. To all of you who are using the device now: Please think of all the work Wilhelm and we did and the great effort and enjoy this great album!
Thank you :-)

The Kodama Remixes

The Kodama Remixes:

1. Kodama* 04:45
2. Kodama (Bnibs Remix) 04:30
3. Kodama (Kurt Lorenz Remix) 04:23
4. Kodama (Castenada Remix) 04:41
5. Kodama (SandSpace Remix) 05:20
6. Kodama (Virlyn Remix) 05:00
7. Kodama (Weldroid Remix) 05:32
8. Kodama (Kid Schurke Remix) 03:03
9. Kodama (Arbee Remix) 05:00
10. Kodama (Shxzet Division Remix) 04:50
11. Kodama (Stan Pete Remix) 05:02
12. Kodama (Demo Version) 04:52

«While listening to the first granular clouds of sound of “Kodama” one could search the internet to find out what the original meaning of the title is that has been processed in ten amazingly different ways by ten different remixers. The almighty internet will respond, that a “Kodama” is a tree ghost (and sometimes also the tree itself that houses such a creature) in japanese mythology. But by then you could have derived this already from the sounds and spheres in the title track itself.
A remix album that consists of 12 tracks based on only one (and such a fragile) song could easily fail conceptually. But not here! something very rare happens here instead: The remix artists augment the original mood and prevailing atmosphere of the basis track by adding new layers and aspects instead of varying the same loops and phrases again and again. They complement the fragments in their own, individual ways and supply additional elements, just like a painting evolves from a sketch or characters in a good tv show mature with every episode. Twigs are snapped. Branches are creaking and crack. Leaves crinkle in the background and occasionally the tree ghosts are even dancing. and when they do, They do this in a their own quirky but nevertheless fascinating way.

Instead of being a mere collection of variations as one might suggest, “The Kodama Remixes” is a surprising album which enriches the eponymous title track by one untold aspect after the other. At the same time this album is the documentation of an impressive creative process that sometimes is still present in today’s electronic music and results in such surprising and great releases every now and then. »
-Carsten Büttemeier

«Very interesting collection of different interpretations of AN MOKU’s composition. The Album “Kodama Remixes” is certainly not a patchwork of random remixesbut was created in fact a real album
Łukasz Komła

A kodama (木霊 or 木魂) is a spirit living in a tree. During my stay in Japan in 2012 I once observed raindrops crashing down onto the ground of a shrine nearby a mighty forest. This being so inspiring made me develop the idea of creating a track about this impression. Do not mention that I tried to picture Princess Mononoke’s small, white humanoids with large, rattling heads and mask-like features, similar to bobble heads or just owls sitting in trees. An amazing moment captured in this track.

After releasing «How to catch STILLE?» in 2013 (a remix album of STILLE and a charity project for people with hearing loss involving 30 different artists and musicians) the idea of releasing a one track remix album evolved. Kodama was this single basis track as a starting point. So I began gathering alternative versions of this track created by my great artist friends and here we are finally. Enjoy!
-AN MOKU

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kodama by: AN MOKU
mastering: weldroid
artwork – photo: dominik grenzler
track 2: remix by: bnibs
track 3: remix by: kurt lorenz
track 4: remix by: castaneda
track 5: remix by: sandspace
track 6: remix by: virlyn
track 7: remix by: weldroid
track 8: remix by: kid schurke
track 9: remix by: arbee
track 10: remix by: shxzet division
track 11: remix by: stan pete
license: cc-nc-by-nd

Released by tonAtom.net
tonatom.net/releases/131

*Kodama (Mononocle, Etalabel, 2012)
etalabel.bandcamp.com/album/mononocle

Released 16 February 2014

First stats: «How to catch STILLE?»

currently more than 100 people donated little money for this project. 75% by coming to my café directly from places nearby. after buying some sweets, sometimes they give little tip with words like: «and that is for your project». this is an awesome gesture which tears me up.
as far as i can see – this project seams to avail in germany and swiss. if people donate, they do it very carefully with a lot of questions about paypal and how save it is. so before they name their price, i answer their questions by email and tell them what to do. they are not bandcamp members and never heard of paypal. in the end – the money will be donated to non-profit organizations.

if people keep on going to download the album for free without any donation, i am forced to sell the album without «name your price» option. please do not make me do it. you can donate just 1 dollar and this will be more than enough to download the project album.

speaking in behalf of all artist, our efforts and the organizations – thank you. we appreciate that!

copyright by Dominik Grenzler

«How to catch STILLE?» Release!

Hello everybody!

Today is the official release day of the project album «How to catch STILLE?».
It took more than six months to gather all the tracks from the artists worldwide. And before that it took also some months to organize the remixes and to find the right way to go with that project. More informations to come.

On behalf of all artists – we hope you like this project and can support it!

Thank you

AN MOKU