Ambient Pedals 2022

Es geht weiter! Auf dem Markt hat sich seit 2020 wieder Einiges getan und ich freue mich extrem darüber. Trotz Chipmangel und anderen seltsamen weltweiten Entwicklungen bleiben manche Hersteller wie Walrus oder Strymon recht am Ball… Nach Ambient Pedals 2020 führe ich euch eine schöne, weiterführende Auflistung samt spannenden Tretminen für den Gitarren-, Synth- & Eurorack-Ambient vor. Wünsche einen angenehmen Sonntag und eine spannende Lektüre beim Frühstück mit dem Guide: Ambient Pedals 2022!

Eines vorweg

Ich werde nicht alle Pedale auflisten können, die ich gern aufgelistet hätte, da ich diese persönlich weder in den Händen hielt, noch antesten durfte. Aus diesem Grunde konzentriere ich mich auf die, die ich «persönlich» cool finde, gell! Die Reihenfolge ist unwillkürlich. Die aufgeführten Preise sind entnommene Durchschnittspreise diverser Onlineshops und können selbstverständlich mit der Zeit abweichen. Die Preise verstehen sich in Schweizer Franken.

GUIDE

Delays:

  • Baklengs von Pladask Elektrisk
  • Polyphrase von Vongon
  • Raindrops von Dreadbox
  • Dig V2 von Strymon
  • El Capistan V2 von Strymon
  • UltraTap von Eventide

Reverbs:

  • Ultrasheer von Vongon
  • NightSky von Strymon
  • Blue Sky V2 von Strymon
  • Soft Focus Catalinbread
  • Sunlight von OBNE
  • Screen Violance von OBNE
  • Illumine von Neunaber
  • Slötvå von Walrus
  • Lore von Walrus
  • Audio Mako Series: R1 von Walrus
  • Blackhole von Eventide

Allrounder:

  • LVX von Meris
  • Cosmos von Soma
  • Habit von Chase Bliss Audio

Modulation:

  • Audio Mako Series: M1 von Walrus
  • Generation Loss von Chase Bliss Audio


DELAYS

Baklengs

Mono. Seien wir ehrlich, dieses Pedal ist nicht besonders schön, aber BAKLENGS kann Sachen verzögern, timestretchen, shuffeln, einfrieren, aufwärts und abwärts pitchen, durch Rückkopplung auf sich selbst zurückfallen und generell jede Menge knorrige Geräusche machen. Also, genauer gesagt: Baklengs ist ein super cooles Delay basiertes Glitch/Granular-Pedal, «Pseudo»-Looper, Time-Stretcher, Pitch-Shifter, LoFi-Filter. Eigentlich irgendwie wie «MOOD» von Chase Bliss Audio. Irgendwo… Nicht besser, sondern selbstsprechend!
CHF: 240,-

pladaskelektrisk.com


Vongon Polyphrase

Stereo. POLYPHRASE ist ein Stereo-Echo- und Looping-Gerät, das von frühen Proto-Digital-Delays der 1970er Jahre wie dem Lexicon Prime Time inspiriert wurde. Polyphrase ist ebenso anspruchsvoll wie benutzerfreundlich und kann alles von satten, dubbigen rhythmischen Wiederholungen bis hin zu metallisch klingenden Flanschen. Einzigartig ist die Möglichkeit, Loops mit einer Länge von bis zu 22 Sekunden zu generieren, was dem Avantgarde-, Ambient- oder abenteuerlustigen Musiker eine neue Palette an klanglichen Möglichkeiten eröffnet.
CHF: 505,-

vongon.com


Raindrops

Stereo. Raindrops ist ein digitales Delay, das eine Reihe von Funktionen mit praktischer Steuerung in Form eines kompakten Pedals bietet. Insgesamt verfügt Raindrops über drei verschiedene Delay-Typen: ein Modulations-Delay mit Kontrolle über LFO, Delay und Reverb für üppige Hallvarianten und ein Pitch-Delay mit unterschiedlichen Routing-Möglichkeiten. All das wird imn diesem Pedal über eine Hybridschaltung erreicht, die aus mehreren Verzögerungsstufen und verschiedenen Chips für jeden Effekt besteht. Ein kleiner Allrounder!
CHF: 200,-

dreadbox-fx.com


Dig V2

Stereo. Die überarbeitete Version 2 ist dieses Jahr herausgekommen mit kleinen aber entscheidenen Verbesserungen, daher lasse ich Youtube selbst erklären.
CHF: 370,-

strymon.net


El Capistan V2

Stereo. Version 2 des weltweiten Favoriten ist dieses Jahr herausgekommen mit kleinen aber entscheidenen Verbesserungen, daher lasse ich Youtube selbst erklären.
CHF: 370,-

strymon.net


UltraTap

Stereo. Mit dem Eventide UltraTap bietet der Hersteller nun auch seinen Multi-Tap-Delay-Algorithmus im kompakten Pedalformat an. Erstmals vorgestellt wurde dieser bereits im Jahre 1981 mit dem SP2016 Effektprozessor. Mittlerweile findet man Eventides UltraTap-Delay aber sowohl im H9-Multieffektpedal als auch im Plugin-Format für die DAW. Dabei geht dieser Effekt-Algorithmus weit über die Funktion eines gewöhnlichen Digital-Delays hinaus und hat von variablen Delay-Strukturen über Reverb-artige Sounds bis hin zu Tremolo- und Envelope-Effekten ein breites Spektrum im Angebot.
CHF: 250,-

eventideaudio.com


REVERBS

ULTRASHEER 

Stereo. ULTRASHEER ist eine Stereohall- und Vibrato-Kombination, die von den frühen digitalen Studio-Effektgeräten der späten 1970er Jahre inspiriert wurde. Der Reverb-Algorithmus basiert auf den Plattenhall-Sounds des klassischen Lexicon 224. Die digitale Verarbeitung wird auf 16 Bit heruntergesampelt. Diese Mischung aus alter digitaler Verarbeitung und moderner, hochwertiger Hardware erzeugt einen satten Retro-Sound mit interessanten Routingoptionen.
CHF: 550,-

vongon.com


NightSky

Stereo. NightSky ist eine Hall-Synthese-Workstation und eine leistungsstarke, praxisorientierte Plattform für experimentelles Sounddesign. Das Pedal bietet eine kontinuierliche Echtzeit-Kontrolle von Halltonhöhe, Verarbeitungsrate, Kerngröße, Obertönen und sogar einem synthesizerähnlichen Resonanzfilter mit mehreren Modulationswellenformen sowie einem Step-Sequenzer mit variablem Glide.
CHF: 430,-

strymon.net


Blue Sky V2

Stereo. Version 2 des weltweiten Favoriten ist dieses Jahr herausgekommen mit kleinen aber entscheidenen Verbesserungen der Bedienoberfläche, daher lasse ich Youtube selbst erklären.
CHF: 370,-

strymon.net


Soft Focus

Stereo. Das Soft Focus-Patch des Yamaha FX500 wurde in den 90er Jahren von vielen frühen Shoegaze-Bands verwendet, vor allem von Slowdive auf Souvlaki. Der Catalinbread Soft Focus hat seine Wurzeln in diesem Patch und soll ein sofortiger Shoegaze-Knopf sein, während er die eklatantesten Probleme des Originalgeräts behebt: kein Mix-Regler, ein minderwertiger Vorverstärker und ein grässliches, klangsaugendes Bypass-Signal. Im Kern ist der Soft Focus ein stark modifizierter Plattenhall mit einstellbarer Zeit, der anschließend in drei Wege aufgeteilt wird. Ein Pfad enthält einen mehrstimmigen Chorus-Modulator, ein anderer einen gut ausgestatteten Oktavierer, der dem Reverb beigemischt ist, und der dritte Pfad lässt den Reverb unangetastet. Der Mod-Regler steuert die Rate des Chorus auf dem ersten Weg, der Symphony-Regler den Pegel der Oktave auf dem zweiten Weg. Alle Regler sind an den Klang des Reverbs gekoppelt, so dass der Benutzer ein weites Feld von Klängen entdecken und fein abstimmen kann. Der Unterschied zum Original besteht darin, dass das Soft Focus-Patch ein ziemlich allgemeines digitales Delay mit fester Laufzeit enthält. Hier wird darauf verzichtet. Achtung, funktioniert aus meiner Sicht ausschliesslich ausserordentlich mit Gitarren!
CHF: 235,-

catalinbread.com


Screen Violance

Stereo. In Zusammenarbeit mit CHVRCHES stellt Old Blood Noise Endeavors Screen Violence vor, ein Effektpedal, das von den Klängen des gleichnamigen Albums inspiriert wurde. Mit einem von der Röhre inspirierten Overdrive und einem Ein-Knopf-Effekt, der sich als Modulation, Delay, Reverb oder einer Kombination aus allem ausdrückt, verbindet Screen Violence Inspirationen aus vergangenen und aktuellen Jahrzehnten zu einem neuen Stereo-Effekt.
CHF: 280,-

oldbloodnoise.com


Sunlight 

Mono. OBNE spielt mit der Beziehung zwischen Pedal und Spieler, Input und Output und präsentiert mit Sunlight einen dynamisch gehaltenen Reverb. Sunlight verfügt über drei neue, in der OBNE-Produktpalette einzigartige Hall-Algorithmen, die jeweils die Fähigkeit besitzen, die Hallfahne einzufrieren, wenn der Spieler aufhört zu spielen. Nach dem Dark Star kommt nun ein weiterer, kleiner Geniestreich in Pedalform!
CHF: 250,-

oldbloodnoise.com


Illumine 

Stereo. ILLUMINE bietet 20 Reverbs in Studioqualität, 50 Presets, Midi und eine leistungsstarke Expression-Steuerung in einem stromsparenden, pedalboardfreundlichen Gehäuse mit Top-Buchsen. Unabhängig von Ihrem Instrument oder Musikstil bietet Illumine eine enrome Flexibilität und den Klang aller Signature-Wets. So gesehen alle WET-Reverbs in einem und noch viel mehr in einer kleinen, schönen Box!
CHF: 550,-

neunaber.net


Slötvå 

Mono. Wie Strymon, so hat auch die Schiede Walrus gleich mehrere Pedale auf den Markt gebracht. Der Slötvå Multi-Texture-Reverb ist eine Variante des Slö, bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, drei Presets zu erstellen und zu speichern. Der Slötvå ermöglicht es dem Spieler, üppige, modulierte, schläfrige und atmosphärische Klanglandschaften zu erzeugen. Er verfügt über drei verschiedene Algorithmen, die speziell entwickelt wurden, um Texturen zu erzeugen, die Träume aus dem Unterbewusstsein in die Realität holen. Erlebe den Slötvå durchs Kombinieren tiefer Modulation mit langen, verwaschenen Spuren!
CHF: 210,-

walrusaudio.com


Lore

Mono. Es war einmal in einer märchenhaften Welt, da gab es einen verborgenen Wald. Am Vorabend eines jeden Vollmonds hörte man magische und zarte Lichtklänge, die durch die Bäume hüpften und widerhallten. Diese Klänge sind Artefakte von Noten, die sich rückwärts bewegen und sich durch die Zeit dehnen. Man bezeichnet sie als… Lore. Mit dem Lore Reverse-Soundscape-Generator kann ein Soundtrack zum Märchenbuch-Abenteuer erstellt werden. Lore besteht aus fünf verschiedenen Programmen, von denen jedes verschiedene Kombinationen von Delay und Reverb verwendet, die ineinander übergehen, um zeitverschiebende Ambient-Kreationen zu erzeugen. Mit zwei in Reihe geschalteten DSP-Chips, die jeweils über einen eigenen analogen Rückkopplungspfad verfügen, nimmt der Lore mit auf eine abenteuerliche Reise voller Themen wie Umkehrung, Zeitdehnung, Tonhöhenverschiebung und weitläufiger Atmosphäre. 
CHF: 280,-

walrusaudio.com


Audio Mako Series: R1 

Stereo. Der R1 ist ein extrem leistungsfähiger und vielseitiger Multifunktionshall, der mit sechs maßgeschneiderten Programmen in Studioqualität – Spring, Hall, Plate, BFR, RFRCT (Refract) und Air – schnell von kleinen, intimen Raumklängen zu massiven, experimentellen Euphorien übergehen kann. Jedes Programm kann eingestellt und optimiert und dann in einem der neun integrierten Presets gespeichert werden. Der R1 verfügt über einen Volume-Swell-Effekt, der auf jedes Programm angewendet werden kann, Sustain- und Latching-Momentary-Funktionen, Stereo-In und -Out, MIDI-Steuerung und bis zu neun On-Board-Presets (128 über MIDI). Spieler aller Stile und Genres werden mit dem R1 Inspiration finden können.
CHF: 300,-

walrusaudio.com


Blackhole

Stereo. Mit dem Blackhole Reverb Pedal bietet Eventide nun seinen beliebten Reverb-Algorithmus im kompakten Pedalformat an. In den Genuss des Blackhole Reverbs konnten zuvor schon Nutzer des Eventide H9 oder des Space Reverb-Pedals kommen. Außerdem ist der Blackhole Reverb mittlerweile als Studio-Plugin verfügbar. Das Eventide Blackhole Reverb Pedal setzt auf eine einfache Bedienung und klingt tadellos!
CHF: 280,-

eventideaudio.com


Special


ALLROUNDER

LVX 

Stereo. Mit dem LVX Modular Delay System lässt es der kalifornische Hersteller Meris so richtig krachen: ein frei konfigurierbares Dual Delay mit 3 Delaytypen und maximaler Verzögerungszeit von 2540 ms, Effektalgorithmen aus bekannten Meris Pedalen wie Enzo, Ottobit, Polymoon und Hedra, das Ganze in High-End Auflösung und Tonqualität. Die Delay Sektionen können vielfältig moduliert, gepitcht und geroutet werden, was völlig neue, abgedrehte Delay, Modulations, Pitch Shift und Special FX ergibt. Die Bedienung ist trotz der komplexen Möglichkeiten durch die umfangreichen Regelmöglichkeiten und das hochauflösende Grafikdisplay intuitiv und logisch. Mit an Bord ist ein True Stereo Looper mit 60 Sekunden Aufnahmezeit, der sich unabhängig von der Delaysektion nutzen lässt. Per optionalem Expression Pedal lassen sich diverse Parameter fernbedienen, Delays können per MIDI Clock synchronisiert werden. Eine High-End-Effekt-Wundertüte, mit der sich neue Effekte verwirklichen lassen!
CHF: 715,-

meris.us


Cosmos 

Stereo. COSMOS ist eine treibende Speicherstation, die entwickelt wurde, um mit meditativen Zuständen durch Musik zu arbeiten. Die Gestaltung der Bedienelemente, der Funktionen und der erzeugten Klanglandschaften soll sowohl beim Ausführenden als auch beim Zuhörer Zustände und Erfahrungen hervorrufen, die der Meditation innewohnen, wie z. B. grenzenloser Raum, Fluidität, spontane Entwicklung, Präsenz, die Fähigkeit zu hören, Ruhe, die Erfahrung subtiler Harmonie und Glück, die die ganze Welt umhüllen.

Funktional gesehen ist COSMOS ein grosser Klangspeicher, in dem die aufgenommenen Klänge ständig neu kombiniert werden und spontan eine sich ständig verändernde Klanglandschaft erzeugen. Dies wird auf dreierlei Weise erreicht – durch eine mathematische Verschiebung, die auf den Beziehungen zwischen großen Primzahlen basiert (die Größe aller Delay-Linien sind unterschiedliche Primzahlen), einen asynchronen Betrieb des LFOs und die Modulation mit einem sich langsam verändernden chaotischen Signal. Das Ergebnis ist eine endlose Überlagerung und Bearbeitung verschiedener Klänge, wie bei einem Looper, aber ohne aufdringliche, sich wiederholende Schleifen. COSMOS erzeugt reichhaltige, fließende und sich entwickelnde Klanglandschaften, die sich perfekt für Ambient-Musik eignen.
CHF: 630,-

somasynths.com


Habit

Mono. Habit ist ein Delay mit einem Speicher. Es speichert alles, was gespielt wird, für später, so dass Sounds aus der Vergangenheit wiederverwendet werden können: Sammele Loops, entwerfe Echo-Muster und harmoniere mit sich selbst von vor zwei Minuten. Dieser Effekt kann nach Lust und Laune in ein Instrument verwandelt werden, ein sich entwickelnder Farbklecks von allem, was Du tust. Es kann aber auch einfach nur ein lustiges Echo sein. Im Detail ist das Pedal komplett anders als MOOD oder der BLOOPER. Einzig die theoretische Funktion des Loopens teilen sie gemeinsam. Habit ist anders!
CHF: 460,-

chasebliss.eu


MODULATION:

Audio Mako Series: M1 

Stereo. Hier kommt Walrus wieder ins Spiel! Der M1 ist eine leistungsstarke Multifunktions-Modulationsmaschine mit sechs individuellen Programmen in Studioqualität: Chorus, Phaser, Tremolo, Vibrato, Rotary und Filter. Jedes Programm bietet eine Fülle von Optionen zum Einstellen, Optimieren, Anpassen und Speichern in einem der neun integrierten Presets. Der M1 ist ein wahres Vergnügen für Klangforscher, denn er verfügt über einen eigenen Lo-Fi-Regler, mit dem Sie verschiedene Lo-Fi-Parameter in jedes Programm mischen können. Füge subtile Bewegungen und Texturen hinzu, die unter deinem Spiel schweben, oder mache ein massives Statement mit einem dicken, wirbelnden Chorus oder einem abgehackten Panning-Tremolo. Toll!
CHF: 300,-

walrusaudio.com


Generation Loss MK2

Stereo. Achtung, das ist das erste Stereo-Pedal der Schiede! Cooper FX und Chase Bliss Audio haben sich zusammengetan. Tom arbeitet nun offiziell für Joel und das Generation Loss MK2 ist seine ausgeweitete Studie über Tonband in all seinen Formen. Bereits Kult!
CHF: 465,-

chasebliss.eu


FAZIT: Es könnten noch viele andere Pedale aufgeführt werden. Mit diesem «Guide» habe ich euch eine Auswahl zur Anregung erstellt, um auch in 2022 im Genre Ambient up to date zu sein, denn es ist egal welches Du dieser Pedale einsetzest. Alle sind sie toll und klingen auf ihre Art und Weise unglaublich schön. Du kannst auch den neu aufgelegten oder «kultig schweren» Line6 DL4 Delay Modeler spielen und auch dieses Evergreen wird dir eine Welt neu erschliessen. Vielleicht entdeckst Du ja ein Pedal neu, in dem Du es in einer ungewohnten Konstellation spielst. Probiere sie mit Gitarren, Synths oder Eurorack-Modulen aus. Pedale sind eifach toll! Egal welche. 

Bonus: Als generellen Tipp für Beginner oder einfach für dich, der Bock auf Kompaktheit hat, sehe ich den coolen, kleinen Allrounder von Dropbox: Raindrops. Der Umfang ist samt seinem qualitativen Preis/Leistungsverhältnis recht Oberliga ;-)


Quellen: Youtube, Thomann, Gear 4 Music, Musix, House of Sound, Promusig, Google

All you need is… Moving from Pedalboard to Modular? Part I.

Anfang des Jahres berichtete ich von meinem unglücklichen Start ins Modulare. Im Sommer vergangenen Jahres erwarb ich Make Noise’s Strega und 0-Coast und machte damit eine Bauchlandung vom Feinsten. Frustriert verkaufte ich die beiden Standalone-Module, um nur nach zwei Monaten einen ähnlichen Fehler zu begehen. Nur jetzt mit einer Vision: Ich wollte mein Pedalboard ins Modulare übertragen. Damit begann eine spanende Reise, die bis heute begeistert anhält… Part I.

Erste Erkenntnis

Alles basieret auf meinen Erfahrungen und Erkenntnissen und ist einzig aus meiner Sicht geschildert. Dies kann dazu führen, das Musiker:innen nicht gänzlich meiner Meinung sind. Das kann vorkommen.

Es gibt Unmengen an fantastischen Pedalen, die von Jahr zu Jahr technisch wachsen. Auf dem Foto oberhalb sehr ihr mein Setup, das sowohl für die Aufnahme-Sessions als auch fürs Live mit dem Pianisten Nicolas Streichenberg aka Yes, it’s Ananias dient. Ein sehr ausgeklügeltes System samt drei verschiedenen Signalwegen zur Untermalung und Abwandlung des eingehenden Signals des Tastenspielers. Wie ihr seht, das geht auch ohne Computer und wäre vor einpaar wenigen Jahren so noch nicht machbar. So weit so gut. Mir war klar, meine Leidenschaft für Pedale musste ich irgendwann eindämmen. Es wurden zu viele vom gleichen Schlag. Also begann ich während des Lockdowns meinen Fuhrpark massiv zu reduzieren bis auf die paar Auserwählten (siehe Foto). Doch im Hinterkopf kreiste stets die Idee «DAW-less» einen kleinen Schritt weiter zu gehen…

Funke

Dieser Beitrag auf YouTube offenbarte mir eine neue Welt. Vor allem in Sachen Mobilität, Komfort und Sound Design. Einzig der nervige Kabelsalat und die neue finanzielle Investierung hielten mich zwei Jahre davon ab, den eigentlichen Schritt zu machen. Ich erkannte die weiterführenden Möglichkeiten anhand des Videos und wagte dann den Sprung an meinem Geburtstag ins Kalte. Doch mit dem Erwerb der Make Noise’s Tape & Microsound Music Machine kam die zweite Bauchlandung. Was habe ich mir hier erneut gedacht?! Ich telefonierte mit meinem Musikerfreund Naresh Ran aus Florenz, der paar Monate zuvor ebenfalls den Schritt ins Modulare gewagt hat, um mit ihm über die Brumm- und Nebengeräusche zu unterhalten. Mein Pedalboard halte ich stromtechnisch sauber und höre nichts, sagte ich zu Naresh am Telefon, aber vor allem beim Morphagene höre ich im Hintergrund Geräusche, die mich wahnsinnig machen! Hast Du das auch bei deinem Morphagene Modul, fragte ich. Wir unterhielten uns über unsere Eindrücke und tauschten uns aus. Ich retournierte die Tape & Microsound Music Machine, die mich überfordert hatte, um komplett von Anfang an zu starten: Case mit Strom und Modul für Modul zum Ziel. Monate später, um paar Erfahrungen und kleine Nervenzusammenbrüche weiser behaupte ich, ich hätte jetzt gegenwärtig die Make Noise’s Tape & Microsound Music Machine nicht retourniert. Aber ich sage es nochmals: Make Noise ist vielleicht nicht unbedingt der beste Einstieg ins Modulare! (Angefangen mit der fancy Beschriftungspolitik, die man auf Anhieb nicht versteht etc. Aber findet’s selber heraus…)

Matt Lowery hat einen schönen Beitrag auf YouTube gemacht, um einen möglichen Einstieg zu gewähren. Zum Schluss geht er «kabeltechnisch» übers Ziel hinaus. Wichtig ist hier eigentlich der Anfang samt seinen Erklärungen wie, was, wo…

Inspiration

Mein persönlicher Start: Als Bassist und Klangkünstler sind mir persönlich vordergründig Effekte wichtig. Ich mag meinen Sound verwandeln. Somit konzertiere ich mich anfänglich ausschliesslich auf Effekte wie Delays, Reverbs, die ich in der Pedalform so nicht finde (Wer meinen Blog liest, weiss, wie sehr ich vor allem diese beiden Effekte liebe…). Der Schritt zu Modular muss so gesehen ganz klar sein: Ich bin ein Hardware-Fan und begebe mich in eine Dimension, die mit Pedalen bis dato nicht möglich ist. Dies kostet, braucht Zeit und nervt oft. Das ist sehr wichtig, denn sonst machst Du man diesen Schritt nicht und bleibst bei deiner Hardware und vor allem dem Computer! Ganz klar, gell. Sobald Du deinen Favoriten ins Auge gefasst hast, gehst Du weiter zum passenden Case mit Power Supply (später evtl Mixer, Mults, Clock, LFOs, Line in und Line out. Für mich war das wichtig Schritt für Schritt vorwärts zu gehen und alles nacheinander kennen zu lernen. Alles andere führte zum Overkill!).

Ein möglicher Erst-Favorit und somit Allrounder könnte das Beads von Mutable Instruments sein. Beads ist der Nachfolger vom gefeierten Clouds Modul und kann Granular, Delay und Oszillation. Reverb in vier Variationen als Zusatz oben drauf. Aufgrund der eingebauten Pre-Amp-Funktion kann Gitarre, Synth oder Sampler direkt rein und in einen externen Mixer oder Soundkarte rausgehen (Achtet drauf: Modular-Level ist sehr viel HOTTER als Line-Level. Macht eure Geräte nicht kaputt). Praktisch als 1x Modul und als Start voll geeignet. In Pedalform wären das 2-3 Einheiten in Reihe geschaltet. Die Oszillatorfunktion des Beads muss selbstverständlich irgendwie bespielt werden. Auf YouTube gibt es generell sehr viele gute Beiträge rundum das Modul. Hier das erste der bis dato acht Videos von The Unperson.

Wer jedoch einen kleinen Schritt weiter will, der greift direkt zu meinem persönlichen Favoriten ZOIA Eurobeuro samt Case von Empress oder greift zum Hector von Poly und erwirbt wie beim Beads ein zusätzliches Case. Achtung sowohl Eurobeuro als auch Hector sind von der Bedienoberfläche recht advanced und können samt ihren Funktionen gar ein System ersetzen…

Bevor wir im Part II tiefer gehen und weitere Möglichkeiten erforschen, hier alles zusammengefasst in Kernaussagen auf dem Servierteller präsentiert

Modular 1×1 aus meiner Sicht:

– Der Schritt zu Modular ist klar definiert: Hardware-Fan begibt sich in eine neue Dimension
– Der Schritt kostet, braucht Zeit und nervt oft. Doch dein Rücken dankt dir langfristig
– Make Noise ist nicht unbedingt der beste Einstieg ins Modulare

Eine neue Welt in Sachen Mobilität, Komfort und Sound Design
– Starten mit Case samt
Power Supply und Modul für Modul zum Ziel
Den Unterschied von Line-Level und Modular-Level und umgekehrt beachten

-> Sonst machst Du diesen Schritt nicht
und bleibst bei deiner Hardware
und vor allem dem Computer/iPad!

Ganz klar, gell.


Quelle: Dominik Grenzler, Youtube