Where We Meet

“Many are in need of a lifeline today. Where We Meet will pull you to safety.”

Yesterday I have released a piece of music with my friend Stijn Hüwels who started this work with a record of a wonderful guitar drone. To be honest, this piece of music is the first collaboration during the lockdown and it is not a pessimistic one. «Where We Meet» stands for friendship, hope and a steadfast creative spirit through unusual times.

Fluid Radio wrote about «Where We Meet»:
http://www.fluid-radio.co.uk/…/an-moku-stijn-huwels…/…

And mentioned by the Headphone Commute:
https://headphonecommute.com/out-today/november-6-2020/

A testimonial by Francis M Gri:
 This album is something special…delicate and so deeply emotional. It’s always a pleasure to listen to music made with heart…
Fully recommended!

A Making-Of will follow…

Meanwhile, enjoy!

Stan Pete: 8 Kostbarkeiten

Sein Klang-Koffer ist die Ausgangsbasis für seine Musik. Je nach Projekt bestückt er ihn neu mit Synthesizermodulen. Klangerzeuger und -verbieger, zwischen modernster Elektronik, Kinderspielzeug und Beinah-Elektroschrott. Dies alles verbindet er mit Patchkabeln zusammen zu Kompositionen und Improvisationen. Als Rahmen sind ungefähr 5 Minuten vorgegeben. Statische und rhythmische Stücke, elektronische und akustische Klänge erzählen die experimentellen modularen Gedanken.

Daniel Barbiero’s In/Completion

In/Completion 

At their best, graphic compositions are both beautiful and provocative. Beautiful in that they can, when artfully done, stand as independent works of visual art. Provocative, because they ask the performer to act as a kind of co-composer—they provoke him or her to make musical choices that, in the absence of specific instructions encoded in standard notation, somehow will translate the markings on the page into concrete gestures producing real sound. Mutatis mutandis the same observation can be made of verbal scores, many of which approach poetry in their use of condensed, evocative language. Both types of scores provoke and inspire by creating an atmosphere in the way that an abstract painting or a poem might create an atmosphere: suggestively, through connotation rather than denotation. 

Diverse as they are, all of the compositions in this collection have one thing in common. All of them, by leaving crucial musical and structural parameters undefined, are as much situations or events as they are works–situations to which the performer must respond with an ongoing series of decisions based on significantly discretionary, interpretive judgments. Consequently, the marks on the page (and in one case, the wall) may be thought of as enabling constraints that, in their refusal to fully prescribe a course of action, invite the engaged choices that will realize them as specific sounds and gestures. 

In the works performed here, a significant aspect of the meaning inheres in the concrete procedural or technical choices through which the performer, in concert with the initial conditions set out by the score, completes the work. Before performance the work is in a state of incompletion; the performer acts in completion of the work. Hence the title of this collection. 

I think of these performances as collaborations in which each of us—the composer, who creates a set of initial conditions or parameters expressed as more or less open variables, and I, who must interpret the implications of those conditions and realize them with concrete values—has an essential part to play, even if at a distance of space or, as in the case of Root Music, of time. 

My thanks go to the composers represented here, some of whom composed works for me and others who encouraged me in my interpretations of previously composed work. 

Daniel Barbiero, Silver Spring MD, September 2020 

Die Evolution des Mixers auf dem Pedalboard

Seriell oder parallel? Die modulare Denkweise hält Einzug auf den gegenwärtigen Pedalboards. Das Jahr steht bei mir ganz im Zeichen der Parallel-Mixer.

Ich habe mich an reinen Modular-Systemen versucht, musste jedoch feststellen, dass diese Arbeitsweise mir nicht liegt. Ich bin ein Pedal-Mensch, gar noch vorm Rack. Denn ich halte gern ein kleines Kästchen in meinen Händen und hantiere. So habe ich mir ein, für mich so genanntes, «Modul-Pedalboard» zusammengestellt, mit dem ich meine Soundcollagen ohne einen Rechner produziere. In meiner seriellen Signalkette gibt es eine Abzweigung, die parallel wird.

Im Laufe der Zeit habe ich drei Mixer angeschafft und ausprobiert. Alle drei haben ihre Vor- und Nachteile. Hier ein Überblick, der sich samt der Funktionalität und nicht dem Budget steigert.

OBNE Signal Blender

OBNE’s Signal Blender ist super «straight forward» gestalteter Zwei-Kanal-Mixer. Sehr einfache Handhabung mit allen Features auf kleinstem Raum , die man auf die Schnelle braucht. Dan erklärt alles in seinem Video. Ein Nachteil, der je nach Anwendung massgebend sein kann: Wenn man mit speziellen Pedalen oder Loopern arbeitet, um zwei eigenständige Collagen parallel laufen zu lassen, gibt es keine Möglichkeit das Send-Signal auszuschalten. Es sei denn, das Pedal hat einen Dry-Kill-Switscher oder man büsst beim Verkabeln einen Kanal. Oder es ist so gewollt und man hat im Signal ein Bleed-through. Ansonsten alles tip top!


EHX Tri Parallel Mixer

Bei dem Tri Parallel Mixer kommt die, beim Signal Blender vermisste, Send/Return-Funktion zur voll zum Einsatz. Nettes Zusatz-Feature: Ein EQ und drei Kanäle. Ein Nachteil, der nicht ausser acht gelassen werden sollte:
Ich besitze aktuell den dritten Tri Parallel Mixer. Beide Vorgänger waren defekt. Das ist selbstverständlich auf die, vorsichtig ausgedrückt, «Massenproduktion» des Herstellers zurückzuführen und nicht die des Verkäufers. Das Letztere hat mir nichts desto trotz unangenehme Anschuldigungen seitens des Verkäufers aus Basel eingebracht, gefolgt von einer fälligen Entschuldigung. Also, zusammengefasst: Wenn parallele Collagen ohne Send gewünscht sind, Du drei Kanäle brauchst und zudem rein zufällig ein defektes Teil in den Händen hälst, dann ist es dein Mixer.


Pladask Elektrisk MATRISE

Knut, der Norweger, macht abgefahrene Sachen in Form von Pedalen. Auf der Suche nach weiteren Funktionen auf kleinem Raum, kam ich letzt endlich auf den Matrise- Mixer von Pladask Elektrisk. Kurz zusammen gefasst: Kann alles, nix muss! Von den drei aufgeführten Mixern ist das Matrise der anspruchsvollste Mixer in Pedalform. Der Einstieg ist recht anspruchsvoll bis man den Überblick hat. Doch sobald dieser vorhanden ist, eröffnen sich tolle Kombinationen im Signalfluss. Prinzipiell sind alle Signalwege offen, auch die des Feedbacks, sofern gewünscht. Einfach Achtung, das Verschachteln der Signalwege hat es in sich. Man könnte schnell daneben greifen. Daher notwenige Massnahmen ergreifen und eventuelle Beschriftungen vornehmen. Falls Du aber ein EQ-Feature suchst, so musst Du ohne auskommen.


FAZIT: Alle drei Mixer erfüllen ihre Zwecke. Alle der Mixer haben einen Phase-Schalter. Alle drei Mixer büssen jedoch an Lautstärke und eventueller Soundqualität ein (ganz klar, der direkte Weg ist immer noch qualitativ der Beste), die aber sehr minim ist. Wenn das alles für dich kein Thema ist und Du parallel experimentieren magst, go and try!

Quellen: Youtube

Ambient Pedale 2020

Ambient-Peoplz machen wir uns nüschts vor, wir können aus fast jedem Pedal Ambient herauskitzeln und mit fast jeder erdenklichen Pedal-Konstellation ambienten und sounden. Aber wie war das doch gleich nochmal: «Kann eigentlich nicht jeder Ambient machen?!» Eigentlich schon oder doch nicht? Auf jeden Fall braucht dieser Jemand allemal Equipment. Ob Soft- oder Hardware, je nach Präferenz. Ich selbst bin der Überzeugung «das persönlich Beste» aus beiden Welten miteinander einfliessen zu lassen, ergänzt sich am Besten. Doch darum geht es hier nicht. In diesem Beitrag gehe ich auf die, aus meiner Sicht, dafür am besten geeignetsten und mehr oder weniger gängigsten Pedale ein. Alt und neu. Wieder entdeckte, nie verschwundene. Here we go.

Eines vorweg

Ich werde nicht alle Pedale auflisten können, die ich gern aufgelistet hätte, da ich diese persönlich weder in den Händen hielt, noch antesten durfte. Aus diesem Grunde konzentriere ich mich auf die, die ich «persönlich» cool finde, gell! Die Reihenfolge ist unwillkürlich. Die aufgeführten Preise sind entnommene Durchschnittspreise diverser Onlineshops und können selbstverständlich mit der Zeit abweichen. Die Preise verstehen sich in Schweizer Franken. In der Legende zu unterst erläutere ich die * und **.

Guide

DELAYsREVERBsALLROUNDER
Deluxe Memory ManSpecular TempusZOIA
PolymoonImmerse Reverberator MKIIMicrocosm
EchosystemSlöH9
Ocean MachineAfterneath V3HX Stomp
El CapistanDark StarArcades
VolanteDark World Dual-ReverbMOOD
DIG Dual-DelayEmpress ReverbBlooper
TimelineSpaceMS-70 CDR
Grand CanyonMercury7
Echolution 2Ventris Dual-Reverb
DD-8Rooms Reverberator
Obscura Altered DelayContext V2
Nemesis Delay
Avalanche Run V2

DELAYs

EHX Memory Man Deluxe *

Mono. Ich beginne mal mit Old School. Ich liebe dieses Pedal. Es ist warm, bäuchig und mit wunderschönem oszillierenden Feedback. Eingesetzt als Pre-Delay oder wie bei Ed O’Brien (Radiohead) am Ende der Kette. Heutzutage recht hoch gehandelt und rar. Ich besitze die 90er Auflage.
Electro Harmonix veröffentlichte mehrere, eigentlich recht viele Auflagen des Memory Mans. Falls Du die neue Deluxe-Version suchst, so empfehle ich Deluxe Memory Boy, Deluxe Memory Man Tap Tempo 1100. Falls es Stereo sein darf, so Deluxe Memory Man with Hazarai.
CHF: 160,- – 350,-


Meris Polymoon*

Stereo. Anfang des Jahres habe ich über das Super-Modulated Multiple Tap Delay Pedal bereits ausführlich geschrieben: Mastering the Pedal. Für mich ein Must-Have!
CHF: 350,-


Empress Echosystem

Stereo. Zahlreiche Emulationen von klassischen digitalen, Band und analogen Delays sowie Empress’ eigene Delay-Kreationen. Ein Dual-Motor ermöglicht die Verwendung zweier Delays entweder parallel, seriell oder Links/Rechts getrennt. Vielleicht aktuell die beste Delay-Maschine?
CHF: 510,-


Mooer Ocean Machine*

Stereo. Designt und entwickelt zusammen mit Devin Townsend in über zwei Jahre langer Kleinarbeit – die Ocean Machine ist ein Delay, Reverb und Looper Multi-Effektgerät, welches komplexe Algorithmen unter der Haube versteckt hält. Erschaffe reichhaltige, himmlische Klanglandschaften und vielleicht sogar wie die von Max Würden.
https://wuerden.com
CHF: 200,-


Strymon*

Stereo. Ok, bei Strymon wird es viel. Alles an den üblichen Verdächtigen. Ich denke, alle kennen sie, daher lasse ich einfach Youtube selbst erklären.
El Capistan* (dTape Delay) 320,-
Volante (Magnetic Echo Machine) 420,-
DIG* (Dual Digital Delay) 320,-
Timeline (Flagship) 480,-


EHX Grand Canyon

Stereo. Der Einbau von 12 Effekten und einem voll funktionsfähigen Looper macht den Electro Harmonix Grand Canyon zu einem der detailliertesten und umfangreichsten Delay Pedale, die auf dem Markt erhältlich sind. Der integrierte Looper bietet bis zu 16 Minuten Aufnahmemöglichkeiten. Selbst wenn der Looper beim nächsten Mal wieder einschaltet wird, bleibt der vorherige Loop intakt. Das ist recht cool!
CHF: 240,-


Pigtronix Echolution 2

Stereo. Ein ausgeklügeltes Vollstereo-Delay-Pedal, welches ein episches Spektrum an vollständig anpassbaren Delay-Stilen und Sounds bietet. Es kombiniert analoge Schaltkreise mit extrem hohem Headroom mit digitaler Flexibilität und Programmierleistung. 10 Millisekunden bis 12 Sekunden Verzögerungszeit und und und. Das ist ein Pedal, das komplett von der Bildfläche verschwunden ist und ich wirklich seit längerer Zeit überlege, ob ich kaufen sollte. Ich denke, es ist fantastisch. So wie die Mooer Ocean Machine kommt das Pedal vor allem mit Synths zur Geltung.
CHF: 260,-


Boss DD-8

Stereo. DD-8, das bis dato vielseitigste und funktionsreichste BOSS Kompakt-Delay. Das DD-8 Pedal bietet einfach mehr von allem – vielfältigere Sounds, eine längere Delay-Zeit, mehr Steuerungsmöglichkeiten und mehr Anschlussoptionen. All dies findet seinen Platz im Standard-BOSS-Pedalformat, das sich problemlos in jedes Mono- oder Stereo-Setup integrieren lässt. Zur Verfügung stehen elf Modi mit Delay-Farben von klassisch bis exotisch sowie ein Looper mit unbegrenzter Overdub-Kapazität. Darüber hinaus lässt sich das DD-8 bei Bedarf auch über externe Taster und Pedale steuern. Du bist auf der Suche nach maximaler Vielseitigkeit bei gleichzeitig minimalem Platzbedarf?
CHF: 145,-


Digitech Obscura Altered Delay*

Stereo. Die DigiTech Obscura Altered Delay verfügt über Analog-, Band-, Lo-Fi- und Reverse-Modi, um die unverwechselbaren Klangsignaturen früher bandbasierter Echo- und Delay-Einheiten mit all ihren akustischen Eigenheiten wiederherzustellen. Mit den Reglern Degrade und Tone kann der Grad der zunehmenden Signalverschlechterung und des hochfrequenten Rolloffs aufeinanderfolgender Wiederholungen eingestellt und der Reverse-Modus emuliert werden, der den schwindelerregenden psychedelischen Klang heraufbeschwört, der beim Zurückspielen einer Aufnahme entsteht. Von der Bildfläche leider verschwunden.
Gebraucht: ca.60 – 80,-


Source Audio Nemesis Delay

Stereo. Das Nemesis Delay ist das Resultat von drei Jahre intensiver Forschung, Zuhören und Entwicklung. Es bietet 24 verschiedene Effektmaschinen, das volle Spektrum an Delay-Effekten eingefangen in einem Pedal. Auf der einen Seite eine Sammlung minutiös verarbeiteter Vintage-Delay-Klänge und hochentwickelte Pitch-Shifting, Reverse, Filter-Modulation, und rhythmische Delays auf der anderen. Das Nemesis birgt eine Palette an fortschrittlichen Funktionen wie volle MIDI Kontrolle und zusätzlichen Bearbeitungsfunktionen, Künstler und User Presets plus viele Ein-/Ausgangs-Möglichkeiten durch die Neuro Mobil-App, um nur ein Paar zu nennen. Alle diese Eigenschaften, mit USB Verbindung, externen Kontrollgerätsmöglichkeiten und der On-Board Tap Tempo, machen das Nemesis zu einem der leistungsstärksten und vielseitigsten bisher verfügbaren Delay-Pedale. Ich finde es klingt im Ganzen recht wunderschön «Dark».
CHF: 310,-


EQD Avalanche Run V2**

Stereo. Den Abschluss der Delay-Runde und als Übergang zur Reverb-Sektion macht diese Delay/Reverb-Combo. Der Avalanche Run wurde mit dem Ziel entwickelt, die schwebenden Ambient-Töne des Dispatch Masters auf das nächste Level zu heben und dabei benutzerfreundlich und raffiniert zu halten. Der Avalanche Run ist ein verträumtes Sonic Discovery-Device mit bis zu 2 Sekunden Delay-Zeit und einem üppigen Stereo-Reverb. Es bietet vollständige Kontrolle über die Verzögerungszeit, Wiederholungen, Mix und Voice (mit dem Tone Regler), sowie Kontrolle über die Hallfahnen-Länge und Reverb Mix. Es kann in einem von 3 verschiedenen Modi betrieben werden: Normal, Reverse und Swell. Im «Normal» -Modus fungiert der Avalanche-Run als direktes Delay und Reverb. Im «Reverse» -Modus ist die Delay Spur umgekehrt und der Reverb bleibt im normalen Modus. Im «Swell» -Modus reagiert der Avalanche Run auf deine Picking-Dynamik und fügt dem gesamten Signalweg einen Volume Swell hinzu, ähnlich wie beim manuellen Auf- und Zudrehen des Volume Reglers deiner Gitarre. Ausgestattet mit einer Kombination aus True Bypass und Buffered Bypass mit Trails-Funktion wird auch das Avalanche Run in Handarbeit in Ohio/USA hergestellt. Das Avalanche V2 verfügt über einen geräuschlosen, relais-basierten Soft-Touch Fußschalter. Audiosignale haben keinen Durchgang, wenn das Gerät nicht mit Strom versorgt wird. So viel dazu. Dieses Pedal hätte ich am Ende meiner Kette platziert, wenn es einen Ping-Pong-Modus hätte. Ich habe EQD angeschrieben, ob evtl eine V3 geplant sei und ob sie die Delay-Modi und einen Ping Pong erweitern könnten. Falls sie mir antworten sollten, lasse ich euch wissen… Der Avalanche Run V2 überzeugt mit einem warmen, satten Klang.
CHF: 350,-


REVERBs

GFI Systems Specular Tempus*

Stereo. Den Beginn der Reverb-Sektion macht der Specular Tempus. Specular Tempus ist ein leistungsstarker Hall- und Delay-Effekt-Prozessor in einem kompakten Pedal. Mit 32 handgefertigten Algorithmen und 32 Voreinstellungen. Stereo-Ein- / Ausgang, Tap-Tempo und umfassende Interkonnektivität. Mit der SpecLab-Software (kostenloser Download) erhalten Benutzer Zugriff auf einen erweiterten Parametersatz für die Tiefenbearbeitung der Algorithmen. Für mich ist das Pedal mehr Reverb (der Plate-Algorithmus ist eines der Besten, die ich gehört habe) als Delay. Ich wechsle es häufig mit Neunaber’s Immerse MKII am Ende meiner Signalkette ab oder mittendrin dank des unglaublich toll klingenden Infinity-Algorithmus.
CHF: 380,-


Neunaber Immerse Reverberator MKII*

Stereo. Ich besitze beide Versionen des Immerse. Muss aber doch im Nachhinein eingestehen, dass ich den modernen Klang des MKII etwas weniger mag, als den des Vorgängers. MKII hat mehr Raum und Tiefe und das Wichtigste: einen Mix-Regler. Der Vorgänger serviert hingegen mehr Wärme und selbst der Shimmer ist weniger aufdringlich. Natürlich alles eine Frage des Geschmacks. Was aber schön sein kann, diese Beiden in Kette einzusetzen. Immerse MKII ist ein tolles Pedal für den Einsatz am Ende der Klangkette. Special Feature: Sustain für endlose Drones! Der MKI ist so gut wie von der Bildfläche verschwunden. Das Original WET Pedal hingegen wird noch vom Hersteller Neunaber in Neuauflagen (V5) weiter geführt.
CHF: 280,-


Walrus SLÖ Multi Textured Reverb**

Mono. Das verträumte Reverb. Buchstäblich. Das Walrus Audio SLÖ Multi Texture Reverb bietet drei mystische, kraftvolle Reverb Modi: Dark, Rise und Dream. Es eignet sich als Pre-Reverb oder als schönes End-Reverb.
CHF: 180,-


EQD Afterneath V3

Mono. Bei der dritten Version des klassischen Reverb-Pedals kommen die gleichen bewährten digitalen Algorithmen wie bei den Vorgängermodellen zum Einsatz – mit einer ganzen Reihe zusätzlicher Funktionen. Tails/No Tails-Optionen, neun einzigartige Drag-Sweep-Modi und sogar CV-/Expressionspedal-Funktionen für den Drag-Modus sind mit dabei. Das Afterneath V3-Pedal bietet das bisher tiefgreifendste Afterneath-Erlebnis. Wenn Du ein Delay-Pedal suchst, das außerordentlich viele Möglichkeiten bietet, liegst Du mit dem EarthQuaker Devices Afterneath V3 genau richtig. Die Palette reicht von Ping-Pong-Delays bis hin zu ätherischen, atmosphärischen Hallräumen. Wie SLÖ geeignet als Pre-Reverb und in mono als schönes End-Reverb.
CHF: 220,-


OBNE Dark Star**

Mono. Das Old Blood Noise Endeavors Dark Star Pad-Reverb ist ein kraftvolles Ambient Reverb Pedal, das lange, atmosphärische Töne erzeugt, die dem Sound Tiefe und Gefühl verleihen, indem sie Rauschen unter dem trockenen Signal erzeugen. Drei Modi bieten eine Reihe von Reverb Effekten zur Auswahl. Ein Hold-Fußschalter ermöglicht es dem Pedal, die Note zu halten, die beim Einschalten des Schalters gespielt wurde, was ihm ein unendliches Sustain verleiht. Das Dark Star Reverb Pedal ist das ultimative, atmosphärische Pedal und ideal als Pre-Reverb.
CHF: 210,-


Chase Bliss Audio Dark World Dual-Reverb

Mono. Eine Zusammenarbeit zwischen Chase Bliss Audio, Keeley Electronics und Cooper FX, alle drei Effektmeister haben ihr immenses Fachwissen genutzt, um dieses Reverb Pedal super spannend zu machen. Der von Cooper FX entworfene «Dark»-Kanal kann mit den Hall-, Plate- und Spring-Voices von Keeleys «World»-Kanal kombiniert werden, um eine erstaunliche Klangpalette zu bieten. Du kannst dein Reverb auf 33 individuelle Weise gestalten! Speichere auch deine Favorites. Wie alle Chase Bliss Pedale ist auch das Dark World MIDI-kompatibel. Eher gegen Ende der Siganl-Kette einsetzbar.
CHF: 375,-


Empress Reverb

Stereo. Die Empress Effects Reverb bietet realistische Simulationen von Räumen sowie surreale Atmosphären, die mit atemberaubender Klangqualität dargestellt werden. Mit Stereo-Ein- und Ausgängen, einer kleinen Stellfläche und allen Bedienelementen zur Hand, bietet es die perfekte Balance zwischen Bedienung und Benutzerfreundlichkeit, ohne aufwändige Menüs. Presets, der vielseitige Control-Port und MIDI eröffnen eine Welt voller Möglichkeiten. Darüber hinaus ermöglicht der SD-Karteneingang das Speichern deiner Algorithmen. Dieses Pedal steht als Nächstes auf meiner Liste, falls ich eines meiner fünf Reverb-Pedale doch noch verkaufen sollte!
CHF: 500,-


Eventide Space**

Stereo. Ein Pressetext von früher besagte Folgendes: Das Eventide Space Effects Pedal ist ein Reverb Effektpedal mit einer Vielzahl von hochwertigen Hallen-, Raum- und Plattenhallen, die in einem kompakten, tragbaren Gerät verpackt sind. Diese einzigartigen Reverbs, die bisher nur in Eventide Rack-Prozessoren erhältlich waren, sind jetzt in einem kompakten, fahrtüchtigen Gerät erhältlich. Der Eventide Space verfügt über eine Reihe von optimierbaren Reglern, mit denen Sie Mix, Decay, Größe und delay mehr bearbeiten können, ideal für den Einsatz im Studio und in der Live Performance. Der Eventide Raum kümmert sich um all deine natural, unnatürlichen und übernatürlichen Reverb-Bedürfnisse. Sagen wir mal so, das Space ist ein Evergreen! Ich ziehe es, auch wenn der Footprint auf dem Board grösser ist, definitiv dem Blackhole vor. Musiker wie Chihei Hatakeyama schwören auf den Space-Sound.
http://www.chihei.org
CHF: 500,-


Meris Mercury 7**

Stereo. Der Blade Runner unter den Reverbs! Das Meris Mercury7 Reverb Pedal bietet wirbelndes Ambiente, Modulation, Auto-Swells und Pitch-Erzeugung in einem fahrtüchtigen Pedal in Studioqualität. Der Mercury7 wurde in Los Angeles entwickelt und hergestellt. Er verfügt über einen analogen Signalweg. Das robuste Gehäuse verfügt über eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche und kann im Studio oder bei Live-Auftritten verwendet werden (Das Letztere gilt aber für alle meine aufgeführten Pedale!!!) Stolz zu hören ist das M7 auf Joel Gilardinis Album «Against Heatwaves» aus dem Jahr 2018, erschienen auf EndTitles.
CHF: 320,-


Strymon

Stereo. Es kommt wieder die Auflistung der üblichen Verdächtigen aus der SKY-Reihe:
Blue Sky Reverberator (Standard) 315,-
Big Sky Reverb (Flagship) 480,-
Night Sky Time Warped Reverberator (New in town) 470,-


Source Audio Ventris Dual-Reverb

Stereo. Das Source Audio Ventris Dual-Reverb Pedal ist ein unglaublich leistungsstarkes Gerät mit 12 integrierten Reverb-Sounds. Es verfügt über zwei völlig unabhängige Reverb-Motoren und entspricht zwei Pedalen in einem. Zusammen mit einer sorgfältigen Nachbildung eines Spring-Reverb Effekt (TRUE SPRING) kann das Ventris-Pedal sowohl für natural Raumhall als auch für experimentelle Sounds wie SHIMMER und REVERSE verwendet werden. Die Reverbs können in 8 On-Board-Presets gespeichert werden (mit MIDI control auf 128 erweitert) und verfügen über einen «True Spillover», bei dem sich der Sound eines Effekts nahtlos in den anderen einfügt, ohne Begrenzung der Spillover-Dauer. Die beiden Reverb-Prozessoren können unabhängig voneinander verwendet oder für einige experimentelle Sounds gemischt werden. Der Ventris verfügt über hochwertige Komponenten und eine 24-Bit-A/D-Wandlung, um eine unverfälschte Audioqualität zu liefern. Das Pedal beinhaltet auch die Möglichkeit, einen Ton stufenlos zu halten, durch Presets zu scrollen, mit der App zu bearbeiten, extern zu schalten, über ein Expressionspedal zu steuern und vieles mehr. Dies ist eine wirklich professionelle Plattform an Reverb-Sounds, die sich leicht in jedes Studio-Setup integrieren lassen. Eignet sich auch hervorragend als End-Reverb auf dem Board.
CHF: 410,-


Death by Audio Rooms Reverberator**

Stereo. Es ist gross. Buchstäblich! Das Rooms ist allerdings ein Pedal, das sich durch den qualitativ hochwertigem Sound und außergewöhnliche Funktionen auszeichnet. Aber mehr erfahrt ihr direkt von Stefan Fast… Neben dem Reverb von Empress und Red Panda, ist dieses Pedal mein «next to go»-Favorit.
CHF: 460,-


Red Panda Context V2*

Stereo. Den Abschluss mach der Context V2. Das Red Panda Context 2 ist ein Hall und Reverb Effektpedal, das von den Rack-Mount-Reverbs der 1980er Jahre inspiriert wurde. Das Pedal verfügt über 8 wählbare Reverb-Algorithmen, darunter Room, Hall, Cathedral, Gated Reverb, Reverse Reverb, Plate, Spring und ein granularer Reverb. Die Version 2 bietet Stereo-Ein- und Ausgänge (TRS), USB MIDI, eine frei zuweisbare Expression Pedal Funktion, drei neue Modi, Delay plus Reverb in allen Modi, separate High- und Low-Frequency Damping Regler, Modulation, dynamischen Reverb und Infinite Hold. Mit der Umschalttaste (Shift) lassen sich die alternativen Regler-Funktionen aktivieren. Die High- und Low-Frequency Damping Regler kontrollieren die Dynamik für den Ducking Reverb oder einen Expander für mehr Hall bei lauteren Tönen – natürlich mit regelbarem Threshold und variabler Recovery Time. Über die Fußschalter erhält man direkten Zugriff auf zwei verschiedene Arten von unendlichem Sustain. Ein Preset ist über den linken Fußschalter direkt verfügbar, 127 weitere Presets über MIDI oder den Red Panda Remote 4-Fußschalter. Ein optionales Expression Pedal / CV kann einer beliebigen Kombination von Parametern zugewiesen werden. Ich habe mich in dieses Pedal verliebt!!!
CHF: 350,-


ALLROUNDER

Empress ZOIA*

Stereo. Den Abschluss machen die Allrounder. Hier handelt es sich All-in-One-Lösungsansätze in Pedalform. Schweizermesser wenn man es so will. ZOIA ist ein Allrounder und unerlässlich für mich. Es kann nicht Alles, aber sehr sehr Vieles. Anfang des Jahres habe ich über den Alleskönner bereits ausführlich geschrieben: Mastering the Pedal.
CHF: 510,-


Hologram Microcosm*

Stereo. Das Microcosm ist ein tolles Pedal. Es klingt schön und sicherlich «wärmer» als das ZOIA. Aus welchem Grund ich dieses Wunderwerk jedoch wieder verkaufte, erläuterte ich hier: Microcosm?
CHF: 500,-


Eventide H9*

Stereo. Kreatives Sounddesign im kompakten Formfaktor. Der Eventide H9 Max Harmonizer ist ein Studio-Effektprozessor im Stompbox-Format mit Algorithmen und Werkspresets aus den beliebten Geräten Space, TimeFactor, PitchFactor und Modfactor. Über die H9 Control-App erhältst Du Zugriff auf weitere Effekte und Funktionen, wie etwa UltraTap Delay, Resonator und Compressor EQ. Eine einfache Ein-Knopf-Benutzeroberfläche ermöglicht eine intuitive Bedienung. Über Bluetooth ist eine Verbindung mit iOS-Geräten möglich, so dass Sie drahtlos Presets erstellen und verwalten, die Box steuern und Algorithmen kaufen können. Diese limitierte Version des H9 Max ist zur Feier des 52. Effekts (TriceraChorus, auf dem Prozessor vorinstalliert) mit einem dunklen Finish versehen. Ein Must-Have!
CHF: 750,-


Line 6 HX Stomp**

Stereo. Um es kurz zu machen: Das Pedal ist wahrhaftig ein Zugpferd. Es ist kompakt, die Algorithmen sind stark (HX Stomp bekommt allerdings einen neuen Konkurrenten, den Boss GT-1000 Core). Falls Du den Klang der Reverbs hören magst: «Maya Deren» & «Tales of Forsakenness» oder im ersten Youtube Video.
https://joelgilardini.wordpress.com
CHF: 480,-


Cooper FX Arcades*

Mono. Dieses Pedal kann alles – mit Modulen. Der wirkliche Clou des Cooper FX Arcades sind die Steckmodule, die ein wenig an eine SD-Karte erinnern. Kinder der 80er und 90er werden sich sicher an ihre alten Konsolen erinnern – Entwarnung: Hier muss man nicht reinpusten, damit es wieder funktioniert. Hat es damals schon nicht! Arcades ist ein bisschen wie eine Hülle, die mittels verschiedener Karten erst zum echten Effektpedal wird. Je nach Karte eben ein komplett anderes Pedal.
Module:
– Reverb
– Delay
– Grain
– Lo-Fi
– Reverse
– Pitch
– Gen Loss
– Synth
CHF: 350,-


Chase Bliss Audio MOOD**

Mono. Anfang Januar befasste ich mich mit dem MOOD und entschied mich dagegen. Vielleicht zu voreilig. Vielleicht…
Der Chase Bliss Audio Mood Granular Micro-Looper & Delay ist das äusserst leistungsstarke Werkzeug, um der Musik etwas anderes zu verleihen. So sagt man. Sehr beliebt und stets eingesetzt von Lowercase Noises.
CHF: 380,-


Chase Bliss Audio Blooper

Mono. Der Chase Bliss Audio Blooper in Cooperation mit Knobs kann die definitive Antwort auf all deine Bedürfnisse beim Loopen sein. Vergesse die kompakte Größe, denn das Pedal kann was! Entwickelt, um flexibel zu sein. Die Vielseitigkeit von Bloopers drei verschiedenen Loop-Modi und sechs Modifikatoren bieten ein absolutes Spielfeld. So heisst es… Ich glaube, das könnte stimmen ;-)
CHF: 510,-


Zoom Multi Stomp MS-70 CDR*

Stereo. An keinem anderen Pedal spaltet sich die Welt in zwei Lager, wie an diesem hier. Ich habe bereits ausführlich über das Zoom Pedal in meinem Beitrag: ALL YOU NEED IS A DELAY! berichtet. Man findet diesen Allrounder super oder einfach nur SCHEISSE! Ich selbst würd es super gern wieder mehr einsetzten…
CHF: 95,-


FAZIT: Es ist egal welches Du dieser Pedale einsetzest. Alle sind sie toll und klingen auf ihre Art und Weise unglaublich schön. Du kannst auch einen Line6 DL4 Delay Modeler spielen und dieses Evergreen wird dir eine Welt neu erschliessen. Vielleicht entdeckst Du ja dieses Pedal neu, in dem Du es in einer ungewohnten Konstellation spielst. Pedale sind eifach toll! Egal welche.

Es könnten noch viele andere Pedale aufgeführt werden. Mit diesem «Guide» habe ich euch eine Alternative erstellt, um für 2020 im Genre Ambient up to date zu sein.


Legende: * – Pedale, die ich besitze oder wieder verkauft habe.
** -Pedale, die ich angespielt habe. Quellen: Youtube, Thomann, Gear 4 Music, Musix, House of Sound, Prousig

James Murray Radio Show

Every episode of Slowcraft has so far featured exclusive content and this evening’s show is no exception. Not one but two first listens coming up in this hour – gorgeous work forthcoming on the Lifelines series from An Moku & Stijn Hüwels, and an as yet unheard piece from Murray’s upcoming collaboration with Mike Lazarev on Home Normal. Also featured is new work from Tukico, Rothko and Mathieu Karsenti along with aural treasure from Alva Noto, Phasenmensch, Field Rotation and Tomáš Šenkyřík. That’s today, Saturday 17th October at 6pm GMT / 7pm CEST.Tread slow, craft with care.

http://www.listen.camp/

Maya Deren

A few days ago ( 15th of October) my new collab album has been released. Bullflat 3.8 from Japan made a CD with beautiful artwork by Ryo Fujimoto out of it. Big thanks to Michiru Aoyama for releasing this project album.

So, Joel Gilardini know and I each other for quite a long time. We are sharing the same fascination for sounds and musical devices. At some point we started to think: “Why not collaborate together?” 

This opportunity arose when I received an invitation to play at the 10th and very last “Marathon Des Zelluloids”, a silent-movie festival with live performed soundtracks, which took place in December 2019 in Zurich, Switzerland (Pablo Assandri, thanks for the invitation) and invited Joel Gilardini to participate. 

At the beginning of Autumn 2019 Joel and I started to meet on a regular basis for sessions to improvise together. By then we still didn’t know which film we got to set to music, and since we never played together before, the main goal was to develop a feeling for each other. In only a short time together we developed a wonderful flow and during our sessions we collected many ideas and clues how to work together for the festival. 
One month before the festival we were given the actual films we had to create the soundtrack for. We received three short movies by Maya Deren: Meshes of the Afternoon (1943), At Land (1944), and Ritual in Transfigured Time (1946). Due to An Moku‘s sketches the composing process flew by really fast and after three sessions we finalized the music for each film. 

“Maya Deren” is a concept album based around the music composed for the three short-films with selected extracts from the former rehearsal sessions in Autumn. Big thanks to Michiru Aoyama for releasing this project album @bullflat 3.8 

The final movie soundtrack “Scoring Maya Deren” will be released in 2021… Stay tuned!   

Electronics, Modified Coffee Grinder, Electromagnetic Mics by An Moku 
Baritone Guitar, Pedalboard by Joel Gilardini (joelgilardini.wordpress.com)
Mastering by Chihei Hatakeyama (chihei.org)
Photography & Design by Ryo Fujimoto (ryofujimoto.net
Released by bullflat 3.8, Japan (bullflat38.com)


My release date will be 15th of November 2020.

Microcosm?

How to Microcosm? Das fragte ich mich drei Monate lang. Ein schönes Pedal. Gut verbaut, klingt gut. Granular, Glitch, Stutter, Shimmer, Looper. Alles unter einer Haube. Alles gut. In Theorie. Doch warum funktioniert dieses wunderbare Pedal für mich nicht?

Gegenwärtig beende ich mein, kommendes Jahr erscheinendes Solo-Album, das ich rein mit einer Bass-Gitarre eingespielt habe. Dazu baute ich ein entsprechendes Pedalboard mit drei parallel laufenden Kanälen auf einem Board. Beim Tri-Parallel-Mixer verbaute ich die ersten zwei Kanäle mit den ZOIAs von Empress und im dritten den Microcosm. Die ZOIAs benutzte ich prinzipiell als Looper (Zoia 1 mit eigenem Looper-Patch, Zoia 2 als Drone) und den Microcosm als Effekt, welches den Sound der Pedalkette vor dem Mixer beeinflusste und loopte. Alles gut und so weit nachvollziehbar.

Bevor ich die Aufnahmen startete, testete ich den Microcosm auf Funktionalität und Klang. Hologram haben wirklich eine tolle Kleinstwelt in einer leicht gräulichen Box erschaffen. Aber etwas stimmte nicht. Entweder zehrte der Klang und/oder er war leise. Offensichtlich war das Eingangssignal zu «hot» und das Gerät regulierte die Lautstärke automatisch. Ich tüftelte und fand es nicht heraus. Somit kontaktierte ich Hologram. Der nette Support teilte mir mit ich soll bitte beim IN von Instrument auf Line umstellen. Hmmmm, das habe ich bereits. Es stellte sich aber heraus, dass ich es nicht richtig in den Einstellungen eingestellt habe. Das Gerät hats nicht gespeichert. Ok, cool. Also los. Der Sound zerrte nicht mehr, war aber nach wie vor leise. Den Mix-Regler auf 100%, ich «erahnte nach wie vor Nuancen von Effekten». Es könnte was weit weit weg sein… Den Mix-Realer auf halb. Ok, hier kann ich was mit anfangen, aber ich will den Microcosm in vollen Zügen hören, also auf 100%. Was tun nun? Ich begann zu messen. -10dB! Oh Shit! Kann das denn sein? Ja! Ich schloss am OUT einen Booster an und es ging. Allerdings mit starkem Rauschen. Verständlich. Somit begann ich online zu recherchieren, denn es konnte nicht sein, dass der Microcosm an Lautstärkeverlustproblemen litt oder doch? Doch!

Neben paar kleinen anderen Mankos (mit denen ich leben kann) stellte es sich heraus, dass dieses Problem im Netz stark kritisiert worden ist. Ich entdeckte ebenfalls, dass sich Musiker von dem Gerät trennten. Somit stellte ich mir immer mehr die Frage, was tun? Ich spielte mit dem Microcosm und verliebte mich in zwei Algorithmen (Sturm und Interrupt), die ich anschliessend bei den Aufnahmen fürs Album hier und da benutzte. Aber dieses Pedal erfüllte in meinen Augen nicht den Job, den es hätte erfüllen müssen, denn ich versprach mir beim Kauf eine neue Welt. Ich meine, hey, schaut das Video unten…! Gar eine komplette Alternative zu meinen ZOIAs und dabei klingt der Microcosm in seinen vergleichbaren Algorithmen zwar weicher und sicherlich als «generell interessant» im Gegensatz zu ZOIA oder dem norwegischen Fabrikat oder Bakfram aber nicht sehr viel anders oder wie erhofft augenöffnend (Sorry für die Übertreibung, gell!). Die erwähnten Pedale machen alle ihnen Job in Sachen Algorithmus, Patch, Klang, Verarbeitung hervorragend und es ist nur eine Frage der persönlichen Präferenz und der Entscheidung wie viel Platz jenes Produkt auf deinem Board einnehmen darf. Wie so auch immer. Aber Hand aufs Herz: Hast Du das eine, brauchst Du andere eventuell nicht… Ich denke, dass wir «heute» mit der Technologie, die uns zur Verfügung steht wenig Neues und Anderes bringen werden. Das haben wir ausgeschöpft. Was jetzt folgt, sind lediglich Variationen dessen, was wir kennen als neu verschraubt, verpackt, vermarktet. Falls Du einen Line 6 HX Stomp hast, so brauchst Du keinen Boss GT-1000 Core oder vice versa. Es sei denn, Du willst persönliche «Nuancen», auf die es ankommen kann aber nicht muss! Ich denke, wir müssen wieder paar Jahre warten bis der nächste signifikante Schub kommt und uns mit dem, das wir haben, vergnügen, denn der Schub kommt…

Fazit: Vor einpaar Tagen erfasse ich den endgültigen Entschluss, stellte den Microcosm online und einen Tag darauf verschickte ich ihn and den glücklichen Käufer, der nun hoffentlich mehr Freude damit hat, als ich. Einen Tag später veröffentlichte Hologram das Update der Firmware, welches das Hauptproblem beheben sollte und die restlichen kleinen Marcos ebenfalls. Was für ein Timing!


Quelle: Hologramelectronics.com, Youtube.com

My Favorite Things #2: Reverbs (Mac OS)

Gleich nach den Delays kommen für mich die Reverbs. Hier war es allerdings erheblich schwieriger zu entscheiden, welche Handvoll ich auf meine einsame Produktionsinsel mitnehme. Reverbs sind wahrscheinlich noch mehr mit einem Samthandschuh anzufassen als andere Effekte. Vielleicht gleichzustellen mit dem Fuzz in der Stompbox-Welt (was ich da schon alles an Meinungen und Behauptungen hören durfte). Nun, Reverb oder zu deutsch der Hall kann den Sound beleben, negativ durchnässen und/oder zusammenleimen. Je nach Einsatzgebiet sind die Möglichkeiten vielfältig und das Angebot ebenso. In 2020 gibst Du ins Suchfeld Reverb-Plugin ein und es folgen dutzende Anbieter. Das macht Spass und für jeden ist etwas dabei.

SIR3

Ich selbst experimentiere sehr viel mit der 100%-Wet-Einstellung, die Spass machen kann, doch wenn es um schöne Räume geht, gibt es für mich neben dem Valhalla Vintage Verb (ist bereits mehrmals von mir gefeaturet worden), dem Neunaber Wet (es folgt demnächst ein Beitrag) und dem Blackhole von Eventide (ich besitze das Reverb als Hardware und als iOS App auf dem iPad) vor allem das SIR3 von SIR Audio Tools, ehemals Knufinke. Mit SIR3 geht das High Dynamic Range IR Plug-in des Herstellers SIR Audio Tools (Christian Knufinke) in die dritte Runde. Jedes noch so kleine Detail, ob auf der Bedienoberfläche oder unter der Haube, wurde von den Entwicklern unter die Lupe genommen und erneuert oder feinjustiert. Das Plug-in kann die importierte IR-Datei nochmals komplett durch den Fleischwolf drehen. Etliche Parameter wie Gating, Ducking, Hüllkurven, Equalizer, einfache Reverb-Funktionen, Modulationen, Damping und Dynamik lassen sich einfach über die Regler einstellen. Dazu ist die Oberfläche sehr übersichtlich in Sektionen eingeteilt und trotz der vielen Parameter recht einfach zu verstehen. Aber es kommt am Ende eben auf den Sound an. Und der ist hochwertig. Artefakt ist hier ein Fremdwort – es sei denn, ihr wollt es so! Ich bin durch eine Empfehlung aus Hamburg auf die Schmiede gekommen und habe mich mit SIR2 doch nicht recht anfreunden können, bis die dritte Version kam. Aus meiner Sicht völlig unterbewertet. Ganz grosses Kino! Leider gibt es nicht sehr viel Material auf Youtube, daher folgen zwei Videos:


Little Plate

Little Plate von Soundtoys ist für mich zu einem wichtigen Produktionswerkzeug im Bereich Ambient geworden. Das Hall Plug-in simuliert den Effekt der monumentalen Hallplatte EMT 140 aus dem Jahr 1957. Die EMT 140 verwendet einen Magnetwandler, um eine massive Metallplatte in Schwingungen zu versetzen, und sendet das Ergebnis über einen Tonabnehmer, der den resultierenden Nachhall erfasst, an den Toningenieur zurück. Die EMT 140 wurde 1957 eingeführt und war in der Lage, einen dichten und sanften Nachhall zu liefern, wie er vorher nicht möglich war. Sie klingt zwar nicht wie ein echter Raum, hat aber eine eigenständige Schönheit, weshalb Plate Reverb auch viele Jahrzehnte danach noch ein begehrter Effekt ist. Die 140er sind jedoch schwer zu finden und bei den Ersatzteilen wird es noch schwieriger. Nicht zu vergessen, ihre schiere Größe und das Gewicht, halten sie außerhalb der Reichweite des durchschnittlichen Studios.
Ok, so weit so gut, doch zurück zum Ambient. Ich experimentierte mit diesem Plugin für eine Zeit und entdeckte, dass die langen Halleinstellungen massiv schön klingen (Outer Space). Zum Einsatz kam das Plugin auf dem Stummfilm-Festival in Zürich während der Live-Vertonung dreier Maya Deren Filme.


Raum

Welches dritte Plugin nehme ich mit? Nun, ich denke die Wahl fällt auf das Hall-Plugin Raum von Native Instruments. Hier überlasse ich die experimentierfreudige Laune allen, die offen für Neues sind. Ein sehr schönes Plugin.


Fazit: Doch seinen wir wieder mal ehrlich: Wie bei den Delays bereits, geht es auch ohne diese Reverbs. Jede gegenwärtige DAW kommt mit einem fein ausgestatteten Fuhrpark an Plugins, die nie besser waren als jetzt und man kann mit ihnen so ziemlich sehr sehr viel machen, wenn auch nicht so ziemlich alles. Also, warum ausgerechnet diese Drei und warum extern kaufen? Nun, ich behaupte mal, WIR gern upgraden, auffrischen und neue, alternative Herangehensweisen erforschen. Und weil wir es einfach und schnell haben möchten. Oder? Ein Hoch auf die Technik.

Alle Empfehlungen sind frei. Ich kaufe alles selbst und werde nicht bezahlt. Ich empfehle ebenfalls die Software nicht illegal herunter zu laden. Was ich mir selbst nicht leisten kann, kaufe ich nicht und verzichte. Es geht auch ohne, gell!

Quellen: Valhalla, Neunaber, SIR Audio Tools, Soundtoys, Native Instruments