All you need is… Racksystem?

Ich wollte immer ein Racksystem haben. Kein Modularsystem¹ per se, sondern einfach ein 19″-Racksystem. Schwer und irgendwo auf der Seite stehend, mit dem ich sampeln, experimentieren, mit neuzeitlichem Klang vergleichen kann. So habe ich in der letzten Zeit begonnen, 20-40 Jahre alte Rack-Effekte und -Synthesizer zu wertschätzen. Ich startete meine Suche zuerst nach verbliebenen, erschwinglichen Reverbs und Delays und erfreute mich an paar gut gepflegten Exemplaren. Vor allem die Marken Alesis und Lexicon haben es mir angetan. Aber auch Fostex (Tape-Maschine), Yamaha und Roland (Sampler/Synthesizer). Denn unter uns und vielleicht auch als ein kleiner Tipp vorab – Eigentlich ist es jetzt an der Zeit, um ältere Rackeinheiten kaufen zu gehen. Kaum einer will sie mehr haben. Sie sind zu sperrig, zu schwer und zu unpraktisch. Zu verstaubt. Und doch sind sie schön, oder?! Kauft sie! Kein Scheiss, kauft die älteren Einheiten. Sie sind zwar gross, aber sooooooo cool. Hier zwei Beiträge von Youtube (gegenwärtiges Setup), wie man was Praktisches damit machen kann ;-)

Ich besitze ein Racksystem. Neulich schloss ich die Rackeinheiten an einen Mixer an und begann mir beim Ausprobieren Gedanken über eine neue Beitragsreihe hier im Blog zu machen. Denn, sobald die Covid-Sitaution wieder Normalität zulässt, werde ich dann ein schweres Rackcase schleppen, um auswärts Musik zu machen? Hmmm… Ich werde definitiv Abstriche im Sinne von hybriden Setups machen, weil es mein Rücken sonst nicht zulässt. Aber ich kann’s mir durchaus vorstellen, sagen wir mal, mit einer einzigen Rackeinheit auswärts zu musizieren, aber auch nicht mehr. Ein Racksystem ist eine feste Studioeinheit und nicht wirklich dazu geeignet, um damit auf Reisen zu gehen. Es sei denn, Du hast Roadies und das Racksystem gehört unausweichlich zu deinem Tour-Setup. Also, willst Du den «edlen» Sound der 80er und 90er Jahre und findest einen «Turm» mit älteren Synthesizern, Reverbs, Delays, Kompressoren und Eqs super cool? Dann greif jetzt zu. Wirklich!!!

Quelle: Youtube


¹ Ich bin überzeugt, dass ein Modularssystem, wie im Beitrag über Julias Setup, für mich ein Fass ohne Boden wäre. Klein, fein aber nein.

Best of 2020… Thank you.

Das letzte Jahr war für mich sehr produktiv. Ich freue mich sehr über die Kollaborationen samt den vollendeten Werken. Für mich zählt der intensive Austausch, der stets zu vorerst steht. Somit kam auch einiges zusammen an interessanten Begegnungen, die so belassen wurden. Wenn ich jetzt zurückblicke, denke ich mir, wow, wo habe ich die Energie und Zeit hergenommen und vergesse, wie aussergewöhnlich 2020 gewesen ist. Ich nutzte die Zeit für Musik und Weiterbildung, wenn ich nicht gerade in meinem Café für den Take Away an zu treffen war und weiterhin bin. So nun auch in 2021. Das Jahr beginnt spannend mit weiteren interessanten Begegnungen aus dem letzten Jahr. Mal sehen, was hier entstehen wird. Zu erwähnen ist eine wichtige Kollaboration für mich, die ich gleich im ersten Lockdown 2020 nach dem Album «Where We Meet» mit dem spannenden Musiker Stefan Schmidt angegangen bin. «RAUM» erscheint im Mai auf Karlrecords als Special Edition CD. Stefan und ich arbeiten bereits am Nachfolger. So auch geplant der Nachfolger für «Where We Meet» mit Stijn Hüwels auf Slowcraft Records :-)

2020 war generell weltweit sehr produktiv. Um so mehr freue ich mich, dass meine Arbeiten Beachtung gefunden haben. Neben Airplays und Reviews freue ich mich besonders über die Best of Listen, die Redakteure in nächtlicher Kleinstarbeit mühsam zusammenstellen. Diese sind mir besonders sympathisch. Danke für die Erwähnungen allerseits und auf ein neues spannendes Jahr. Hier eine kleine Zusammenstellung…

«Where We Meet» Auswahl auf Headphone Commute: https://headphonecommute.com/best-of-lists/headphone-commutes-best-of-2020/music-for-being-together-alone/

«Where We Meet» #17 auf pimpod, Quiet Space Top 100: https://www.pimpod.com/2021/01/10/quiet-space-top-100-countdown-best-of-2020-part-5-162/

«Of Mirrors» #53 auf Shumamb Hatena Blog: https://shumamb.hatenablog.jp/entry/2020/12/19/175120

«Maya Deren» #68 auf Post Post Lux: https://postambientlux.tumblr.com/post/637962663954137088/best-ambient-of-2020?fbclid=IwAR0XrFPTaG4PcyXPe5KVclk2mukgQWfLKSZHHUS03uuY9Ei6fh_xt8rTqQs

«Of Mirrors» wird im April unter anderem von Mary Anne Hobbs auf BBC6 gespielt

«An Moku – Klangkünstler und Soundtüftler» Beitrag von Gabrielle Weber: https://neoblog.mx3.ch/index.php/2020/12/30/deutsch-dominik-grenzler-aka-an-moku-klangkuenstler-und-soundtueftler/?fbclid=IwAR1MWr7Y-2ZVHH5Wkkmp98GyDfF9IWCut73EZDWS5184-v-fMhhntOUWHaw&lang=de

Safety in Solitude: Ask the Snow (Backstage Exclusively)

Good evening Everyone! Hope you are doing great?!

Right now I have released my 4th Safe in Solitude track: Ask the Snow. This piece of music has been made exactly one year ago. I do not own the original project files anymore (!!!) so I left it unchanged. If you ask me, I love it :-)

For this session I was working with the «gastronomic luminary» and authoress from Berlin, Nicole Klauss. The photography has been taken a few days ago during her long walks. She says, whenever she needs to think, she listens to my music. Thank you, Nicole. 

Enjoy Ask the Snow! 
(Headphones recommended) 

Video:  vimeo.com/505783873

anmoku.bandcamp.com/track/safety-in-solitude-ask-the-snow-2

Photography: Nicole Klauss  
www.neuetrinkkultur.de/ueber-mich/

Backstage Subscription:  anmoku.bandcamp.com/backstage

«Safety in Solitude» is kind of a diary for my Backstage Subscribers which I started last year. The pieces of music I am publishing will be calm sketches, experimental draws or misty landscapes that did not make it to appear officially yet. Maybe some of them will, some don’t. Maybe. I think they are beautiful as they are. Some of you might know that I am not interested in harmonic melodies that much. What I love are moods and repetitions with their micro alterations which you might not even notice. I am hoping to let you float and give room for own interpretation and imagination.

Review: Maya Deren

Un vapore crepuscolare che si espande gradualmente saturando l’ambiente di inquieto mistero. Evidenti e perfettamente introiettate sono le premesse da cui nasce la collaborazione tra Dominik Grenzler aka An Moku e Joel Gilardini, primo incrocio tra due musicisti che utilizzando mezzi diversi perseguono una visione artistica affine.

Concretizzatosi in seguito all’invito a partecipare ad un festival dedicato alla sonorizzazione di film muti ricevuto da Grenzler, il connubio tra i due si sviluppa come rapido percorso improvvisativo rivolto alla ricerca di un comune denominatore espressivo. Senza essere al corrente della materia visiva assegnata, i due iniziano un fertile dialogo sonoro che li porterà a stretto giro a realizzare le musiche di accompagnamento di tre cortometraggi girati negli anni quaranta dello scorso secolo da Maya Deren, commento di cui le tracce di questo album rappresentano soltanto una premessa.

Cogliendo lo spiccato simbolismo di matrice surrealista e l’attitudine introspettiva profonda e convulsa che distingue la produzione della regista americana, il suono plasmato dal duo si irradia oscuro e penetrante, strutturato in percorsi enigmatici che fondono in modo inscindibile le nebbiose frequenze sintetiche di An Moku e le trame taglienti della chitarra baritona di Gilardini. Una commistione densa e viscerale che assume la forma di dilatate elucubrazioni droniche intarsiate da risonanze spigolose (“5”), a tratti percorse da delicate linee melodiche (“2”), o di algide derive nutrite da modulazioni ruvide e correnti elettriche disturbanti (“13”).

Una prima prova convincente che sancisce un legame artistico certamente destinato a produrre ulteriori condivisi capitoli.

https://sowhatmusica.wordpress.com/2021/01/12/an-moku-joel-gilardini-maya-deren/

#3: Iteration 

This is the 3rd picture of the talented photographer from Spain, Juan TRakO and my 3rd «Safety in Solitude» track which is a lovely sketch from last summer. I am working on it now with my dear collaboteur Pablo Ortega from Germany. Folks, be aware, you will never hear it like this ever again. 13mins full of beautiful iterations (Backstage exclusively).

As you already know, Safety in Solitude is kind of a diary. For a few weeks I am posting a piece of my music. Weekly.

Enjoy Iteration!
(Headphones recommended)

Safety in Solitude: Reflections (Backstage Exclusive)

Safety in Solitude is kind of a diary. For a few weeks I am going to post a piece of my music. Weekly. For you, my dear Backstage-Subscriber. The pieces of music will be calm sketches, experimental draws or misty landscapes that did not make it to appear officially yet. Maybe some of them will, some don’t. Maybe. I think they are beautiful as they are. Some of you might know that I am not interested in harmonic melodies that much. What I love are moods and repetitions with their micro alterations which you might not even notice. I am hoping to let you float and give you room for your own interpretation and imagination. This is the 2nd piece of music…

For the fist «Safety in Solitude» tracks I am working with the talented photographer from Spain, Juan TRakO. I asked him for three pictures of his choice. This is the 2nd picture.

Enjoy Reflections and Happy New Year!
(Headphones recommended).

https://anmoku.bandcamp.com/track/safety-in-solitude-reflections

Danke!

https://neoblog.mx3.ch/index.php/2020/12/30/deutsch-dominik-grenzler-aka-an-moku-klangkuenstler-und-soundtueftler/?lang=de

Guten Morgen Zusammen, ich möchte mich bei euch für das letzte Jahr bedanken. Für euren Support, für all eure Inspiration, für die tolle Zusammenarbeit. Danke vom Herzen. Auch ein grosses Dankeschön an meinen Mentor, Uwe Zahn aka Arovane für seinen Rat.
Anbei ein Interview/Bericht. Erschienen vor zwei Tagen. Danke Gabrielle für deine unermüdliche Arbeit mit MX3 :-)

DANKE!

Safety in Solitude: Upon

«Safety in Solitude« is kind of a diary. For a few weeks I am going to post a piece of my music. Weekly. For you, my dear Backstage-Subscriber. 

The pieces of music will be calm sketches, experimental draws or misty landscapes that did not make it to appear officially yet. Maybe some of them will, some don’t. Maybe. I think they are beautiful as they are. Some of you might know that I am not interested in harmonic melodies that much. What I love are moods and repetitions with their micro alterations which you might not even notice. I am hoping to let you float and give room for own interpretation and imagination. 

For the fist «Safety in Solitude» tracks I am working with the talented photographer from Spain, Juan TRakO.
I asked him for three pictures of his choice… 

Enjoy Upon and Merry Xmas! 
(Headphones recommended) 

Head over to Bandcamp to be Backstage -> Subscribe!

FABRIKAT oder was?

Das norwegische Bergen ist nicht nur eine wunderschön verwinkelte Kleinstadt (ich kann es seit 2015 bezeugen), sondern auch eine kreative Schmiede. Für viele schöne Dinge. Neulich auch für kreative Pedale, seit dem Knut von Pladask Elektrisk zunehmend weiterentwickelte, schöne (Lo-Fi-) Kreationen auf den Markt bringt. Ich besitze den MATRISE Mixer und bekam nun das FABRIKAT, dank meines Busenkumpels Joel Gilardini, in die Finger...

Ich habe von Pladask Elektrisk gehört und gesehen, bin aber nie richtig überzeugt gewesen. Einfach nur aus dem Grunde, weil ich nie zuvor dessen Pedale «in den Händen hielt». Naja bis ich halt den MATRISE kaufte (Hier meinen Post dazu lesen…). Auf gut Glück. Hoffte die Qualität stimmt, alle Kabel sind korrekt gelötet und und und. Im Nachhinein alles gut und cool. Das interessante an Knuts Pedalen ist das schlichte Design. Die Vintage-Verkleidung lässt völlig richtig vermuten: Pladask Elektrisk ist eine Kleinstschmiede, die einfach geiles Zeug macht, denn unter der Haube verstecken sich vielerlei kleine Überraschungen. Wie beim FABRIKAT.

Es gibt inzwischen viele Videos zum Thema, weshalb ich nicht auf die Details eingehen werde. Mein Beitrag dient einfach zum Aufzeigen, ob und wie sehr es sich lohnt, solch ein tolles Pedal zu kaufen oder auch nicht. So, falls Du inzwischen ein «Glitch»-Pedal hast und damit bedient bist – so bedingt (vielleicht zur Erweiterung), falls nicht und Du auf der Suche bist, so unbedingt. Hier ist eine Auflistung nicht aller, aber der meisten tollen «Glitch»-Pedale auf der Glitchipedia, die dir hilft den Überblick zu bekommen/behalten.

Doch was bedeutet Glitch?

  1. In der Elektronik bezeichnet man mit Glitch [glɪtʃ] eine kurzzeitige Falschaussage in logischen Schaltungen und temporäre Verfälschung einer booleschen Funktion. Diese tritt auf, weil die Signallaufzeiten in den einzelnen Gattern niemals vollkommen gleich sind. Diese Verfälschung wird daher auch als Race Condition bezeichnet. Die Anfälligkeit für Glitches steigt mit der Komplexität, der Geschwindigkeitserhöhung und der Verkleinerung der Schaltungen, kann aber auch bereits bei sehr einfachen Schaltungen vorhanden sein. Sie stellen ein wesentliches Problem bei der Entwicklung moderner elektronischer Schaltungen und schneller Mikroprozessoren dar, das war aber auch schon bei der älteren elektromechanischen Relaistechnik so. Ein Glitch wird manchmal auch als Hazard (engl.: „Gefahr, Risiko, Zufall“) oder Spike (engl.: „Spitze, Dorn“) bezeichnet.
  2. Als Glitch [glɪtʃ] wird in der Fernseh- und Videotechnik eine kurzzeitige Falschausgabe von Bild- oder Toninhalten bezeichnet, ähnlich den Glitches in der Elektronik. Diese Fehler treten häufig beim Spulen innerhalb eines Filmes bzw. beim Wiedereinsetzen des Filmes nach einem Spulvorgang auf, wenn die benötigten Daten nicht schnell genug zwischengespeichert und wiedergegeben werden können. Ebenfalls entstehen Glitche(s) beim Interpolieren von einzelnen Datenbestandteilen des Signals, die bei einem Kopier- oder Übertragungsvorgang verfälscht oder ausgelassen wurden. Im Bild wirkt sich das durch vermehrte Artefaktbildung oder gar andersfarbige Klötzchenbildung aus. Beim Ton kann es zu störenden Verzerrungen der Frequenz oder zu Nebengeräuschen kommen.

Verbindet man beide Welten so bekommt man etwas Wunderbares, das ein «Glitch»-Pedal nachahmt. So erkläre ich mir das Phänomen. Aber hört/seht doch selbst, was das FABRIKAT kann und entscheidet selbst. Bitte vom alten Aussehen des Pedals nicht irre führen lassen. Das Video ist von 2018 und das Design ist veraltet. Ich denke, dass Knut ebenso weiter an den Presets geschraubt hat…

FAZIT: Das FABRIKAT ist ein verspieltes Pedal und ich empfehle es Jedem, der für solche Effekte empfänglich ist. Allerdings nur bedingt, wenn man bereits 1-2 Pedale dieser Sorte hat. Ich selbst besitze das Arcades von Cooper FX und ZOIA von Empress mit denen ich das Spielfeld der Glitches bediene. Es ist recht schwierig Glitches zu beschreiben und den Klang zu definieren. Das FABRIKAT klingt vergleichsweise «schön»-verspielt-anders.

Kurzum: Es ist es wert. Kaufen und bedient sein :-)


Quellen: Wikipedia, Youtube, Pladask Elektrisk